Digitalisierung

Lennestädter Gymnasium: „GymSL“ wird immer digitaler

Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase nutzen ihre Tablets in den Freistunden.

Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase nutzen ihre Tablets in den Freistunden.

Foto: Privat / WP

Lennestadt.  Das digitale Arbeiten hält weiter Einzug: Ab dem kommenden Schuljahr soll jeder Oberstufenschüler sein eigenes Gerät im Unterricht benutzen.

„Die Schule der Zukunft ist digital!“, sagt Birgitta Pieters, Schulleiterin des Gymnasiums der Stadt Lennestadt (GymSL). „Wir freuen uns, dass durch das einstimmige Votum der Schulkonferenz der Weg frei ist für den digitalen Unterricht in unserer Oberstufe.“ Aktuell arbeiten bereits alle Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase, der ersten Stufe der dreijährigen gymnasialen Oberstufe, am GymSL als Pilotstufe mit Tablets, die immer mehr Hefte und Bücher ersetzen und in allen Fächern zum Einsatz kommen. Bereits im Schuljahr 2017/18 hat es zwei Tabletkurse im Fach Englisch und Mathematik gegeben, um die digitalen Möglichkeiten zu testen. Schnell sei klar gewesen, dass dies der Weg sein werde, wie Oberstufenunterricht stattzufinden habe.

„Bring your own device“ – so lautet das Prinzip mit dem nun zukünftig alle Schüler, die ab dem Schuljahr 2020/21 in die gymnasiale Oberstufe am GymSL eintreten, im Unterricht digital arbeiten werden. Das bedeutet, dass jeder sein eigenes Gerät, sogenannte Convertibles oder 2-in-1-Notebooks, die auch als Tablets genutzt werden können, im Unterricht benutzen kann. „Die Convertibles müssen von den Schülern angeschafft werden“, erklärt Klaus-Peter Koch, Studiendirektor und Mitinitiator des neuen Digitalisierungskonzeptes am GymSL. Die Geräte müssen bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllen, die die Schule vorgibt, ansonsten liegt die Entscheidung bei den Jugendlichen und ihren Eltern. „Der große Vorteil ist“, so Koch weiter, „dass die Geräte den Schülern gehören und sie diese somit auch in ihrer Freizeit und bei ihrem weiteren Lebensweg nach dem Abitur nutzen können.“ Finanzielle Unterstützung gewährleiste, dass jeder ein passendes Gerät findet.

Gemeinsame Lernplattform

Für den flächendeckenden digitalen Unterricht hat das GymSL eine gemeinsame Lernplattform für die Schüler und das Kollegium eingerichtet, um digital zu kommunizieren und digitale Inhalte auszutauschen. Hier werden die Oberstufenkurse digital angelegt und sind von überall verfügbar. In der Stundentafel der Einführungsphase wurde ein einstündiger Kurs eingerichtet, in dem einmal pro Woche sowohl Hard- als auch Softwareinhalte besprochen und Probleme behandelt werden können.

Digitaler Unterricht findet aber nicht nur in der gymnasialen Oberstufe statt. In der Mittel- und Unterstufe können Tablets für den Fachunterricht ausgeliehen werden und zusätzlich werden zukünftig mehrere Geräte für die Schüler in jedem Klassenraum bereit stehen. Die Stadt Lennestadt hat die meisten Unterrichtsräume der Schule mit der Kombination „Beamer, Laptop, Soundboxen und drahtlose Bildübertragung“ ausgestattet, so dass sich Schüler und die Lehrpersonen mit ihren Geräten überall im Raum mit dem Beamer drahtlos verbinden und digitale Inhalte präsentieren können.

Pieters sieht eine Vorreiterrolle

Darüber hinaus verfügen viele Fachräume über Smartboards und der komplette D-Block, als letzte Gebäudeeinheit des GymSL, wird beginnend mit den Sommerferien 2020 über einen Zeitraum von zwei Jahren saniert und modernisiert, so dass auch hier optimalen Voraussetzungen für den digitalen Unterricht geschaffen werden.

„Digitaler Unterricht bedeutet aber nicht, dass die Schüler jetzt den ganzen Schultag nur vor ihren Rechnern sitzen. Es wird weiterhin Lektüren in Buchform und handgeschriebene Texte geben. Auch werden die Geräte in vielen Phasen des Unterrichts einfach zugeklappt“, ergänzt Birgitta Pieters und ergänzt: „Nichtsdestotrotz können wir uns mit diesem Digitalisierungskonzept optimal als moderne und zukunftsorientierte Schule aufstellen und sind in diesem Bereich landesweit mit wenigen Schulen Vorreiter.“

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