Oldtimer-Treff

Liebhaber der schicken Karossen treffen sich in Altenhundem

Der weiße Ford Granada mit dem schwarzen Vinyldach von Thomas Jacobi (Zweiter von rechts) ist schon ein Blickfang.

Der weiße Ford Granada mit dem schwarzen Vinyldach von Thomas Jacobi (Zweiter von rechts) ist schon ein Blickfang.

Foto: Nicole Voss

Altenhundem.   Der Frühlingsmarkt erfreut am Sonntag die Oldtimer-Fans. Zum vierten Mal sind die „Alt-Ford-Freunde“ angereist

Blitzender Chrom und wenig Technik unter der Motorhaube reichen schon aus, um die Herzen echter Oldtimerfans höher schlagen zu lassen. Der Altenhundemer Frühlingsmarkt war am Sonntag für die Fans alter Fahrzeuge, insbesondere der Marke Ford, ein geeigneter Ort den Adrenalinspiegel in die Höhe zu treiben.

Zum vierten Mal waren die „Alt-Ford-Freunde“ angereist, um ihre nostalgischen Gefährte zu präsentierten. Einer der Blickfänge war ein „Ford M Modul 48 Deluxe“. In dem Ford, Baujahr 1935, fuhren „Bonnie und Clyde“ seinerzeit der Polizei davon. Diese Erinnerung an das schnelle Gefährt mit dem starken „V8-Motor“ , wird nicht bei jedem vorhanden sein. Eher schon an den Ford Granada.

Der Besitzer des weißen Granada

Einer, der so ein Altertümchen besitzt, ist Thomas Jacobi. Während seine Vereinskollegen einen Rundgang über den Markt machen, hält der Ennepetaler „Wache“, damit nichts an oder mit den Oldtimern passiert. Vor neun Jahren schaffte sich Thomas Jacobi den auffälligen weißen Granada mit dem Vinyl-Schiebedach an. Mit seinen 108-PS zählte genanntes Modell zu seiner Zeit zu den schnellen seiner Sorte. „Das war damals eine Granate“, betont der Oldtimerfan.

Das war es aber nicht, was die Faszination bei Thomas Jacobi auslöste. Vielmehr sind es sein schnittiges, sportliches Design und die Kindheitserinnerungen, die er damit verbindet. „Mein Vater hatte schon ein Ford Granada“, blickt der Ennepetaler zurück. Ziemlich groß und ziemlich schwer. Wie sieht es dann da mit dem Spritverbrauch aus? „Da achtet man nicht drauf. Der Spaß steht im Vordergrund“, ist sich Thomas Jacobi sicher und verrät: „Es sind etwa 13 Liter auf 100 Kilometern.“

Thomas Jacobi räumt dennoch ein, dass es ein teures Hobby ist. Um den Zustand des Schmuckstücks zu erhalten, muss immer investiert werden. Positiver Beigeschmack: Durch die Restaurierung, die Thomas Jacobi direkt nach dem Kauf vornahm und die stetigen Investitionen, konnte er den Wert bereits verdoppeln.

Das Treffen der Alt-Ford-Freunde, die auf dem Marktplatz einen zentralen Platz hatten war eingebunden in den traditionellen Frühlingsmarkt des Altenhundemer Aktionsrings. Nicht mit Ständen überfrachtet, sondern mit einer kleinen Auswahl an, war der Markt bei passendem Wetter wieder ein beliebtes Ziel für den Sonntagsausflug. Stark frequentiert war das Glücksrad des Gartencenters Kremer, bei dem so manche Pflanze ihren Besitzer wechselte. Auch die zwei Modenschauen auf dem Marktplatz erfreuten sich wieder großer Beliebtheit. Manch einer nutzte im Anschluss daran die Gelegenheit die eigene Garderobe beim verkaufsoffenen Sonntag aufzufrischen oder andere Besorgungen zu erledigen.

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