Fünfte Jahreszeit

Matthias I. schwingt Zepter als neuer Prinz der KG Ihnetal

Prinz Matthias I. (Richter) lässt seiner Begeisterung freien Lauf und wird von den Ihnetaler Narren im vollbesetzten Saal lautstark begrüßt.

Foto: Nicole Voss

Prinz Matthias I. (Richter) lässt seiner Begeisterung freien Lauf und wird von den Ihnetaler Narren im vollbesetzten Saal lautstark begrüßt.

Listerscheid.   Die Ihnetaler Narren jubeln dem ehemaligem Schützenkönig und aktivem Poskebruder zu. Der Vorgänger scheidet mit Wehmut aus dem Amt.

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„Matze, Matze, Matze“, schallte es bereits lautstark durch das Vereinsheim Ihnetal, als der noch maskierte neue Prinz Matthias I. (Richter) empfangen wurde. Der stimmgewaltige Fanclub der neuen Tollität ließ seiner Begeisterung freien Lauf, was auch Matthias Richter erfreute.

Der neue Prinz der KG Ihnetal streckte so manches Mal die Arme in die Höhe und genoss die zahlreichen Schlachtrufe, die Präsident Jürgen Schulte auf ihn und den Ihnetaler Karneval anstimmte.

Der Liebe wegen ins Ihnetal

Die fünfte Jahreszeit steht in der Prioritätenliste der Hobbys der neuen Tollität ganz weit oben. Dahinter folgen das Osterbrauchtum und das Schützenwesen. Matthias Richter ist Mitglied des Attendorner Osterfeuervereins „Kölner Poorte“ und regierte im Jahr 2016 als König mit seiner Lebensgefährtin Sina Schmitz den Listerscheider Schützenverein.

Der Liebe wegen ist er auch aus seinem Heimatort Biekhofen ins Ihnetal gezogen. Dort wurde sein Faible für den Karneval, das er schon als Wagenbauer in Attendorn und im Männerballett auslebte, zusätzlich forciert. Seit dem Jahr 2014 ist der 38-Jährige Mitglied des Elferrats.

Schwiegervater in spe Klaus Schmitz wurde 2012/2013 als Prinz gefeiert und macht einen guten Job als Zeremonienmeister, was er auch am Freitag unter Beweis stellte. Sina Schmitz, die den Karneval im Blut hat, ist Trainerin der Kleinen Strolche und des Tanzpaares der KG Ihnetal.

Der Prinz, der im wahren Leben als Zeitsoldat tätig war und jetzt eine Umschulungsmaßnahme für die öffentliche Verwaltung absolviert, machte in seiner Antrittsrede deutlich: „Das Schützenfest macht mir Spaß, doch liebe ich den Karneval, da fahr ich voll ab.“ Mit seiner närrischen Regentschaft wurde für Matthias Richter ein Traum wahr, den er Jürgen Schulte längst mitgeteilt hatte.

Zahlreiche Raketen gezündet

Zuvor wurde Vorjahresprinz Ralf II. (Welticke) gebührend verabschiedet und ins Prinzenkomitee aufgenommen. Die scheidende Tollität sagte: „Mensch, war das eine schöne Zeit. Keine Sekunde habe ich bereut. Herzlichen Dank ihr Narren im Saal, für mich war es ein toller Karneval. Eine geile Session wünsche ich euch allen, habt Spaß und lasst es richtig knallen.“

Das Programm, das bereits vor der Inthronisation des neuen Prinzen mit den Darbietungen der Tanzmäuse und der Modern Dance Company startete, wurde gleich mit Raketen der buntkostümierten Jecken belohnt. Dem folgten Tänze und Showeinlagen der „hauseigenen“ Akteure, dem Tanzpaar Celina Rühr und Enrico Zimmermann, der Prinzengarde, der Golden Girls und des Männerballetts, die sich mit den auswärtigen Stars auf der karnevalistischen Bühne die Klinke sozusagen in die Hand gaben.

Im vierstündigen Programm ging es wie gewohnt Schlag auf Schlag. So manche Zugabe wurde vehement von den Narren gefordert und die Akteure mit weiteren Raketen belohnt. Nach dem vierstündigen Programm sorgte die Band „Night Life“ aus Elspe dafür, dass die gute Stimmung noch lange anhielt.

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