Wirtschaft

McDart investiert in die eigene Zukunft

Das neue Gebäude des Unternehmens McDart soll in rund einem Jahr bezogen werden. Die Tiefbauarbeiten sollen möglichst noch in diesem Herbst beginnen.

Foto: privat

Das neue Gebäude des Unternehmens McDart soll in rund einem Jahr bezogen werden. Die Tiefbauarbeiten sollen möglichst noch in diesem Herbst beginnen. Foto: privat

Rahrbach/Kirchhundem.   Das Unternehmen McDart, Marktführer für Dart-Artikel in Welschen Ennest, baut einen neuen Betrieb in Rahrbach.

Wer beim Dartsport mit dem Pfeil das Zentrum der runden Scheibe trifft, landet einen Volltreffer. Einen Volltreffer hat jetzt auch das Unternehmen McDart mit „Noch-Sitz“ in Welschen Ennest gelandet. Deutschlands größter Produzent von Dart-Artikeln aller Art hat sich ein unbebautes Gewerbegrundstück an der L 711 zwischen Rahrbach und Kruberg für einen Neubau gesichert. Nachdem der Gemeinderat grünes Licht gegeben hat, sollen noch im Herbst die Bagger rollen.

Dass an der Landesstraße am Ortsausgang Rahrbach - sogar in Autobahnnähe - noch ein 10 000 Quadratmeter großes Gewerbegebiet für nicht störendes Gewerbe „schlummerte“, war nur wenigen bekannt. Sogesehen war Ralf Rademacher, Geschäftsführer des Unternehmens McDart, hoch erfreut, als ihn die Gemeindeverwaltung auf dieses „Sahnestückchen“ aufmerksam machte.

Zunächst hatte ihm die Gemeinde ein Grundstück im Gewerbegebiet Würdinghausen offeriert, doch dieses wäre zu klein gewesen.

Boom hält an

Denn Rademachers Unternehmen McDart boomt seit Jahren. Seitdem 2011 eine erste kleine Halle bezogen wurde, ist die Firma bereits drei Mal in größere Hallen umgezogen. Auch die rund 1000 Meter große Halle im Gewerbegebiet in Welschen Ennest, die 2015 erst bezogen wurde, platzt mittlerweile wieder aus allen Nähten, um die mehr als 5000 verschiedenen Artikel, die McDart im Ausland produzieren lässt, zwischenzulagern, zu verpacken und an Kunden im In- und Ausland zu versenden.

Letztes Jahr mietete Rademacher bereits zusätzliche 300 qm Lagerfläche an, in diesem Herbst kommen noch einmal 500 qm dazu. Um alle Aktivitäten unter einem Dach zu bündeln, suchte Ralf Rademacher seit geraumer Zeit nach einem geeigneten Neubaugrundstück und wurde fündig. Zufälligerweise gehörte das Grundstück einem Immobilien-Unternehmen, dessen Geschäftsführer ein ehemaliger Schulfreund Rademachers ist und die beiden wurden sich schnell über den Verkauf einig. Mit Unterstützung der Gemeinde wurden die üblichen Fragen schnell geklärt. „Das ist alles in größtmöglicher Kooperation auf den Weg gebracht worden. Ich bin stolz, dass das so schnell gelungen ist“, sagt Kirchhundems Bürgermeister Andreas Reinéry.

Auch beim Gemeinderat lief McDart mit seinen Plänen offene Türen ein, am Donnerstag stimmte der Rat dem Vorhaben zu.

Ein wesentlicher Punkt der Erschließung ist die Anbindung an die Landesstraße. Dazu soll die Straße aufgeweitet und eine neue Linksabbiegespur in das Gewerbegebiet gebaut werden. Bauherr ist die Gemeinde, einen Teil der Kosten wird das Unternehmen tragen müssen.

Abbiegespur erforderlich

Das Verkehrsaufkommen von und zum Firmengelände beläuft sich laut Gemeinde auf drei bis vier Paketdienste sowie zwei bis drei Speditionsanlieferungen pro Tag. Hinzu kommen etwa zwei Mal im Monat Anlieferungen von Seecontainern.

Produziert wird in der neuen Lager- und Versandhalle nicht, so dass die Nachbarn dadurch keinen Lärm zu befürchten haben. Dennoch soll das Betriebsgelände durch einen bepflanzten Erdwall optisch abgeschottet werden.

Wie das genau aussehen soll, will Bauherr Ralf Rademacher den Anliegern heute persönlich erörtern, er hat dazu alle künftigen „Nachbarn“ in seinen Betrieb eingeladen.

Der Zeitplan des Unternehmens für den Betriebsneubau steht ebenfalls schon fest. Ralf Rademacher: „Wenn alles gut läuft, wollen wir noch vor dem kommenden Winterfrost mit den Tiefbauarbeiten beginnen.“

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