Aufwandsentschädigung

Mehr Geld für Aufsichtsräte der Sparkasse ALK im Kreis Olpe

ARCHIV - Euro-Geldscheine, aufgenommen bei einem Pressetermin in der Filiale der Bundesbank in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) am 29.03.2017. (zu dpa "Geldvermögen der Deutschen wächst trotz Minizinsen weiter" vom 14.07.2017) Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Foto: Bernd Wüstneck

ARCHIV - Euro-Geldscheine, aufgenommen bei einem Pressetermin in der Filiale der Bundesbank in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) am 29.03.2017. (zu dpa "Geldvermögen der Deutschen wächst trotz Minizinsen weiter" vom 14.07.2017) Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Kreis Olpe.   Mitglieder des Gremiums der Sparkasse Attendorn/Lennestadt/Kirchhundem bekommen 50 Euro mehr pro Sitzung. Empfehlungen vom Sparkassenverband.

Es sind zwar nur ein paar Euro, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist: Die Mitglieder des Verwaltungsrates der Sparkasse Attendorn/Lennestadt/Kirchhundem (ALK) dürfen sich seit diesem Jahr über eine erhöhte Aufwandsentschädigung freuen. Statt der bislang üblichen 250 Euro bekommen sie nun 300 Euro pro Teilnahme an einer Sitzung.

Es ist die erste Erhöhung seit dem Jahr 2004. In den Jahren 2009 und 2015 hatte der Verwaltungsrat laut Information der Sparkasse eine höhere Vergütung noch abgelehnt. „Beim ersten Mal in 2009 haben sich die Verwaltungsräte noch gesagt, dass sie sich erstmal um die Entwicklung unserer Sparkasse kümmern wollen, ehe sie über eine Erhöhung nachdenken wollen“, erklärt Daniel Fitzke, Pressesprecher des Geldinstitutes, auf Nachfrage dieser Zeitung. Er ergänzt: „Und beim zweiten Mal haben sie dann beschlossen, zur Mitte der diesjährigen Amtsperiode darüber nachzudenken.“ Da eine solche Amtszeit immer fünf Jahre dauere, sei dies Mitte 2017 geschehen. Offensichtlich mit positivem Beschluss.

Die Taschen voll machen sich die Mitglieder dadurch aber nicht. Während Fitzke von einer „sauerländischen Bescheidenheit“ spricht, betont Stefan Hundt, Bürgermeister der Stadt Lennestadt und zugleich Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse ALK: „Wir bewegen uns mit dieser Anpassungserhebung auf dem untersten Level, wenn man sich die Empfehlungen des Verbandes ansieht.“ Diese Einschätzung belegt ein Blick auf die besagten Empfehlungen des Sparkassenverband Westfalen-Lippe. Er empfiehlt eine Aufwandsentschädigung von 300 bis 380 Euro bei einer Größenordnung wie die der Sparkasse ALK.

Änderung im Gesetzbuch

Dabei dürfe man auch nicht vergessen, dass die verantwortungsvolle Vorbereitung auf die etwa fünf Sitzungen im Jahr einige Zeit in Anspruch nehme, so Hundt. Das ist auch von Nöten, denn die Verwaltungsräte haben die elementare Aufgabe, die Geschäftspolitik zu bestimmen und die Geschäftsführung des Geldinstitutes zu überwachen, wie es in einem Unternehmens-Kodex für die Sparkassen in NRW geschrieben steht.

Auf welcher Basis diese Empfehlungen entstehen, erklärt Volker Wilner, Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Verband mit Sitz in Münster: Seit einer Änderung im Sparkassengesetzbuch in den 1990er Jahren bestimme der Verwaltungsrat über die Höhe der Vergütung und solle sich dabei an den Empfehlungen des Sparkassen- und Giroverbandes halten. „Und wir wiederum orientieren uns an dem Verbraucherpreisindex“, erklärt Wilner.

Unterhalb der Empfehlung

Mit der Vergütung ihrer Verwaltungsräte handhaben es die beiden anderen Sparkassen im Kreis Olpe sehr ähnlich. Im September 2014 erhöhte die Sparkasse Finnentrop jenen Beitrag von 150 auf 200 Euro, damit befinden sich die Finnentroper ebenso unterhalb der Empfehlungen des Verbandes.

Und die Verwaltungsräte der Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden (ODW) bekommen derzeit ein Sitzungsgeld von 286 Euro. Anpassungen fänden laut Pressereferentin Mechthild Feldmann alle vier bis fünf Jahre statt.

So habe man im Jahr 2003 zunächst 241 Euro bezahlt, sieben Jahre später 261 Euro und seit 2014 besagte 286 Euro. „Frühestens im Herbst wird es bei uns Überlegungen geben, ob wir das Sitzungsgeld erneut anpassen.“

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