Merisa Nasup wirft besser als alle

Olpe.   „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Erich Kästners Geist waberte durch die Halle der Realschule Olpe, ging es doch schließlich um gute Taten. Genau das hatten sich die Freunde Jeffrey Reed, ehemaliger Basketballer des TV Olpe und Lehrer in Gummersbach, und Dimitrij Scholochow, Geschäftsführer der BubCon-Messenger, vor vier Wochen auch gesagt – und ein Event aus dem Boden gestampft, das seinesgleichen in der Region sucht.

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„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Erich Kästners Geist waberte durch die Halle der Realschule Olpe, ging es doch schließlich um gute Taten. Genau das hatten sich die Freunde Jeffrey Reed, ehemaliger Basketballer des TV Olpe und Lehrer in Gummersbach, und Dimitrij Scholochow, Geschäftsführer der BubCon-Messenger, vor vier Wochen auch gesagt – und ein Event aus dem Boden gestampft, das seinesgleichen in der Region sucht.

„Im Alltag vergessen wir oft, wie glücklich wir uns schätzen können, gesund zu sein. Es haben jedoch nicht alle dieses Glück. Wenn Kinder betroffen sind, ist das besonders tragisch. Wir sind dankbar, dass es Einrichtungen wie das Kinderhospiz Balthasar gibt und möchten einfach einen kleinen Beitrag leisten“, sagte Dimitrij Scholochow (BubCon) und erläuterte damit den hohen Motivationsfaktor für seinen Einsatz.

Ein fröhliches Familienfest

„Es ist schön zu sehen, dass heutzutage noch Menschlichkeit praktiziert wird. Darüber hinaus bin ich voller Vorfreude auf eine großartige Sportveranstaltung mit hochklassigen Basketballern“, pflichtete Daniel Baethcke, Trainer der TVO-Korbjäger, Mitorganisator vor Ort und nimmermüder werdender Moderator, im Vorfeld des Events bei.

Beim Eintritt in die Halle fiel zunächst die bunte Hüpfburg auf, schließlich war doch das BubCon-Charity-Event auch als fröhliches Familienfest gedacht – und die große Spendendose durfte natürlich auch nicht fehlen. Links und rechts von der Hüpfburg, auf den äußeren Feldern, tummelten sich zahlreiche Teams um jeweils einen Korb. Insgesamt 32 Teams nahmen teil, unterteilt in U16/U18 (9 Teams), Mixed (7) und Herren (16). Alle bezahlten gerne 20 Euro Startgeld zugunsten des Hospizes.

Artistische Höhepunkte

Spektakuläre Aktionen bereicherten das Programm und wurden vom Publikum dankbar angenommen. Gefühlte hundert mehr oder weniger treffsichere Korbjäger versuchten ihr Glück von der Mittellinie. Dem Sieger winkten 200 Euro. Merisa Nasup aus Hagen traf unter lautstarkem Jubel der Fans als Erste, dann noch Chris Theodor (Düsseldorf) und Lars Jaffa (Siegen). Sie alle ließen die anderen versierten und erfahrenen Cracks hinter sich. Dann das Stechen. Und wieder fand der Ball von Merisa Nasup den Weg von der Mittellinie aus direkt in den Korb. Frenetischer Lärm belohnte die erneut gelungene Aktion. Die verbliebenen Mitkonkurrenten patzten.

Als artistischen Höhepunkt hatte es zuvor schon den Dunking-Contest gegeben. Einige Athleten übersprangen dabei Mitspieler, bevor der Ball in den Korb geworfen wurde. Auch hier wurde jede Aktion mit unüberhörbarem „Aaaah“ und „Ooooh“ begleitet. Punktrichter bewerteten die Akrobaten nach sportlichem Erfolg und künstlerischer Darbietung. Und alles natürlich lautstark von einem DJ untermalt.

Ein weiteres Highlight schlechthin war die Anwesenheit von Paul Gudde, einem hochkarätigen Experten, eine ungekrönte Streetball-Koryphäe. Der Basketball-Skill-Coach hat schon Spieler der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA trainiert. „Er konnte von uns für den guten Zweck gewonnen werden und ermöglicht den Gewinnern der Altersklasse U16/U18 ein Team-Workout“, freut sich Jeffrey Reed über die Zusage des bekannten Aktiven.

„Ich verbessere bei den Spielern technische Fähigkeiten und Fertigkeiten, auch positionsbezogen. All das in Eins-zu-Eins-Aktionen. Viele Profis stehen vor allem in der Saisonvorbereitung auf meiner Warteliste“, gab der Experte Einblick in seine Arbeit und verdeutlichte, dass er sich als selbstständiger Unternehmer fühlt – und versicherte den beiden Siegerteams der U16 bzw. U18: „Ich lade euch zu einem Workout ein.“ Ein solches Training mit ihm – da strahlten die Augen der Jugendlichen.

Spendensumme per Überweisung

Dimitrij Scholochow zog ein überaus positives Fazit, blickte aber auch zurück: „Das war einfach nur geil, super gelaufen. Als uns vor einigen Tagen erst wenige Anmeldungen vorlagen, überbekamen uns schon große Zweifel. Doch in den letzten drei Tagen ging’s richtig los. Und jetzt kann ich sagen: Das könnten wir öfter machen. Wir denken über eine Wiederholung nach.“ Eine große Spendenübergabe, wie sie von den Verantwortlichen des Kinderhospizes vorgeschlagen, lehnte Scholochow ab: „Wir überweisen das Geld, und damit hat es sich.“ Wie fragte Oscar-Preisträgerin Nicole Kidman: „Was spricht dagegen, etwas Gutes zu tun, wenn keiner zuschaut?“

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