Neues Konzept

Millionen-Investition in die Hohe Bracht

Die Hohe Bracht soll vom Kreis Olpe renoviert und mit einem neuen Konzept ausstaffiert werden

Die Hohe Bracht soll vom Kreis Olpe renoviert und mit einem neuen Konzept ausstaffiert werden

Foto: WP

Altenhundem/Kreis Olpe.   Mit einem neuen Konzept für sein „Wahrzeichen“ will der Kreis Olpe auch in die gastronomische Zukunft der „Hohen Bracht“ starten.

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Der Kreis Olpe ist knapp 200 Jahre alt, feiert 2017 das Jubiläum. Der Aussichtsturm samt Restaurant auf der Hohen Bracht wurde am 11. Oktober 1930 eingeweiht. Seither haben von diesem Wahrzeichen des Kreises Olpe Hunderttausende Besucher ihren Blick weit über das Land der tausend Berge schweifen lassen.

In den letzten 85 Jahren ist das Gebäudeensemble auf dem 588 m hohen Berg zwischen Altenhundem und Bilstein ein wenig in die Jahre gekommen. Der Aufstieg zur Aussichtsebene ist inzwischen renoviert. Kreisdirektor Theo Melcher: „Wir haben uns Gedanken über die Zukunft der Hohen Bracht gemacht, Ein Konzept zur Attraktivitätssteigerung liegt vor. Wir hoffen, dieses bis zum Jahre 2017, dem Jubiläumsjahr 200 Jahre Kreis Olpe, umsetzen zu können.“

Gastronomie-Familie Quarz

Seit dem 1. Januar 2003 betreibt das Gastronomen-Ehepaar Hildegard und Günter Quarz das Restaurant mit großen Biergarten und Aussichtsturm Nur wenige Wochen nach der Neueröffnung wurde die Landstraße 715 wegen des Baus einer Stützmauer gesperrt. Die alten Gäste, darunter ganz viele Biker, die das Ehepaar an ihrem letzten Standort an der Aggertalsperre bewirtet hatte, ließen die beliebten Gastronomen nicht im Stich. Dann 2007 Kyrill. Die Familie Quarz war samt Aussichtsturm von der Außenwelt abgeschnitten. 2008 der Landstraßenbau nach Bilstein. Wieder mit Vollsperrung. Der Abschnitt vom Bergsattel bis Altenhundem wurde immer wieder bis 2014 verschoben. Dann erneute Vollsperrung, diesmal wieder von Altenhundem aus. Mit allen Beeinträchtigungen sind die Betreiber fertig geworden. Planten ihren Einsatz bis Ende 2018. Das sei ihnen vom Kreis Olpe noch Ende 2014 zugesichert worden.

Günter Quarz (67): „Wir sind ziemlich enttäuscht, dass es im November 2015 dann plötzlich hieß, man suche mit neuem Konzept auch neue Pächter.“ Auf jeden Fall wird die Familie Quarz die Hohe Bracht bis Ende 2016 mit dem gewohnten Elan weiter betreiben.

Nach Informationen unserer Zeitung haben Architekten und Landschaftsplaner inzwischen bereits ein fertiges Konzept vorgelegt. Dessen Umsetzung mit rund 1,2 Millionen Euro zu Buche schlagen soll.

Investorensuche

Eine Summe, wegen der der Kreis Olpe auch auf der Suche nach einem Investor sein soll. Technische Aufrüstungen z.B. in Sachen Brandschutz seien unumgänglich. Obwohl der dafür ebenfalls benötigteLöschwasserteich zwar seit zig Jahren diskutiert, aber nie umgesetzt wurde.

Das neue Konzept samt Plänen sieht den Bau eines Fahrstuhls im Aussichtsturm zum 1. Stockwerk und die komplette Umgestaltung des Restautrants vor. Im Außenbereich sollen auf terrassiertem Terrain, für das die prägende Eiche auf der Platzmitte weichen müsste, fast 200 Sitzplätze entstehen, weitere ca. 60 am Aussichtspunkt am Skihang. Und ein Bierrondell.

Gespräche mit einem Lennestädter Gastronomen, so erfuhr unsere Zeitung, hat es inzwischen auch schon gegeben. Aber noch sei nichts spruchreif.

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