Unternehmertagung

Minister lobt Idee einer internationalen Schule in Olpe

Minister Andreas Pinkwart (rechts) und der neue Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes für den Kreis Olpe, Arndt G. Kirchhoff.

Foto: Roland Vossel

Minister Andreas Pinkwart (rechts) und der neue Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes für den Kreis Olpe, Arndt G. Kirchhoff. Foto: Roland Vossel

Olpe.   Prof. Dr. Andreas Pinkwart bei der Unternehmertagung in der Olper Stadthalle. Arndt G. Kirchhoff ist neuer Chef des Arbeitgeberverbandes.

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Warten auf den Minister: Als am Mittwoch um 18 Uhr die Türen in der Olper Stadthalle schlossen, war Prof. Dr. Andreas Pinkwart, der Redner bei der Unternehmertagung, noch nicht in Sicht. So überbrückte Siegfried Koepp vom gastgebenden Arbeitgeberverband für den Kreis Olpe am Mikro die Zeit und das Orchester des Städtischen Gymnasiums Olpe spielte noch ein Stück mehr. „Unser Wirtschaftsminister erlebt jetzt auch mal, wie die Verkehrssituation in Südwestfalen ist. Das Navi sagt 18.22 Uhr, kennt aber nicht die ­Infrastruktur mancher Straßen“, meinte der wartende Koepp. Um 18.26 Uhr war es dann aber soweit: Der NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie betrat Olpes gute Stube. Pinkwart kam von einem Termin bei Siemens in Mühlheim.

Für Siegfried Koepp ging am Mittwoch die dreijährige Amtszeit als Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes für den Kreis Olpe zu Ende. Im Vorfeld der Unternehmertagung wurde Arndt. G. Kirchhoff zum neuen Chef gewählt. Stellvertreter ist Walter Viegener. Koepp wies auf aktuell nur 3,4 Prozent Arbeitslosenquote hin, betonte aber auch dass die Ressource der Fachkräfte immer mehr schwinde.

Schnellere Genehmigungen

Koepp verkündete, dass am Städtischen Gymnasium Olpe eine internationale Schule aufgebaut werden soll (wir berichteten): „Das erhöht die Attraktivität der ganzen Region. Wir wollen ein House of Learning aufbauen. Es liegen Zusagen aus der Wirtschaft von mindestens 2,5 Millionen Euro vor. Herr Pinkwart, es wäre schön, wenn Sie uns heute Abend sagen, dass Sie sich das angucken und uns unterstützen. Wir kämpfen dafür.“

Der FDP-Politiker lobte die „tolle Initiative. Eine internationale Schule ist ganz wichtig für die Wirtschaft. Internationalität ist im ländlichen Raum dringend geboten. Das ist ein ganz ganz toller Vorschlag.“

Die NRW-Regierung wolle nicht Wirtschaft gegen Umwelt ausspielen, sondern beides verbinden, betonte der 58-Jährige. Triebfeder sei die Innovation. „Wir wollen Ihnen Bürokratie ersparen und Genehmigungsverfahren beschleunigen“, versprach Pinkwart. Bei der Netzinfrastruktur müsse heftig nachgearbeitet werden. Und: „Wir müssen die Digitalisierung in die Schulen holen, damit nicht noch eine Generation verloren geht, die in der Kreidezeit stehen geblieben ist.“

Ein Panneklöpper als Geschenk

Der neue Arbeitgeberverband-Chef Arndt G. Kirchhoff schloss sich Pinkwarts Vortrag an. Gerade Genehmigungsverfahren und die dahinter stehende Bürokratie würden die Unternehmen am meisten beschäftigen. Digitalisierung sei dringend nötig in den Lehrplänen. „Wir werden in Verbindung bleiben, sicher auch über die internationale Schule“. meinte Kirchhoff und überreichte einen Olper ­Panneklöpper aus Bronze: „Der soll Sie an die Ursprünge unserer Region erinnern.“ Schließlich dankte Kirchhoff noch seinem Vorgänger Koepp für über 20 Jahre Vorstandsarbeit: „Es war eine aufopferungsvolle Leistung im Ehrenamt. Du hast dich für die Region eingesetzt.“

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