Brandkatastrophe

Möllmicker Markus Asshoff ist Augenzeuge in Paris

Rauch steigt von der brennenden Kathedrale Notre-Dame auf. Frankreich ist entsetzt und trauert.

Rauch steigt von der brennenden Kathedrale Notre-Dame auf. Frankreich ist entsetzt und trauert.

Foto: Jean-Paul Lozouet/dpa

Kreis Olpe/Paris.  Der aus Möllmicke stammende Markus Asshoff lebt und arbeitet als Rechtsanwalt mitten in Paris. Sein Büro liegt unweit der berühmten Notre-Dame.

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Nach dem Brand der Kathedrale Notre-Dame mitten in der Innenstadt von Paris sitzt der Schock tief. Große Teile von Frankreichs Kulturerbe sind zerstört. Einer, der das Feuer miterlebt hat, kommt aus Möllmicke: Markus Asshoff ist Rechtsanwalt und lebt seit 25 Jahren in Paris. „Frankreich blieb plötzlich stehen“, berichtet er im Gespräch mit unserer Zeitung. „Alle waren still und entsetzt, als sie von dem Feuer erfuhren.“

„Notre-Dame ist das Zentrum der Stadt“

Das Büro von Markus Asshoff liegt nur wenige Kilometer von der Kathedrale entfernt, unweit des Champs-Élysées. Er hat die Sirenen gehört, hat die Feuerwehrwagen vorbeifahren sehen. „Im Büro sagte plötzlich jemand: Notre-Dame brennt“, sagt Asshoff. „Keiner konnte das erst glauben. Man hat keine Worte, um das zu beschreiben, was dabei in einem vorgeht. Notre-Dame ist das Zentrum der Stadt. Wir sind glücklich, das nicht alles zerstört wurde. Aber trotzdem: Es wird nie mehr so werden wie früher.“

Schock auch am Tag danach

Bis tief in die Nacht hielten die Löscharbeiten an. Unmengen von Löschwasser wurde aus der Seine gepumpt. Asshoff, der in Möllmicke aufgewachsen ist, erlebt seine Heimat auch am nächsten Tag noch wie in einer Schockstarre. „Da ist eine gewisse Traurigkeit, eine gewisse Niedergeschlagenheit, die die Stadt bedrückt.“

Martin Dietzmann ist der Vorsitzende des Olper Städtepartnerschaftsvereins Gif-sur-Yvette. Eine Stadt, die rund 30 Kilometer süd-östlich von Paris liegt. Auf Anfrage unserer Zeitung teilt er mit: „Notre-Dame ist eine der schönsten und beeindruckendsten Kathedralen, die ich kenne. Sie war im Rahmen unseres Austausches oft Ziel unserer Besuche. Wir sind tief erschüttert und traurig. Selbst wenn die Mauern erhalten bleiben, ein Großteil wurde zerstört.“

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