Stadthalle

Momente voller Magie beim Jahreskonzert in Iseringhausen

Der Musikzug Iseringhausen hat in Olpe bewiesen, dass er zu den besten Blasorchestern in der Region zählt. Die Mädchen und Jungs und auch die Erwachsenen hatten richtig Spaß mit den Alpakas zu wandern und sie an der Leine zu führen.

Foto: Birgit Engel

Der Musikzug Iseringhausen hat in Olpe bewiesen, dass er zu den besten Blasorchestern in der Region zählt. Die Mädchen und Jungs und auch die Erwachsenen hatten richtig Spaß mit den Alpakas zu wandern und sie an der Leine zu führen. Foto: Birgit Engel

Olpe.   Der Musikzug Iseringhausen liefert in der Olper Stadthalle ein fulminantes Konzert ab. Orchester und Solisten beeindrucken mit Klasse.

„A Kind of Magic“ titelte das Jahreskonzert des Musikzugs Iseringhausen und hielt mit jedem Ton, was es damit versprochen hatte: musikalische Momente voller Magie von einem Orchester, das sich in Einklang und Harmonie mit der interpretatorischen Linie und dem zackigen Taktstock seines Dirigenten Matthias Reißner bestens aufgelegt zeigte.

Unter den rund 55 Musikern waren mit den Posaunisten Linus Kästel, Manuel Albus und Sebastian Schneider sowie der Klarinettistin Emma Bender – mit 12 Jahren die Jüngste im Orchester - vier Neue aus dem eigenen Nachwuchs zum ersten Mal dabei.

Deutsche Armeemärsche

Begrüßt wurden die Gäste in Olpes guter Stube ganz feierlich mit dem „Fahnengruß“, dem Präsentiermarsch, der gespielt wird, wenn ein Staatsgast in Berlin die Soldatenreihen abschreitet. Der deutsche Dirigent und Musikinspizient der Bundeswehr, Wilhelm Stephan (1904-1994), der auch die neue Sammlung Deutsche Armeemärsche herausgab, komponierte das schmissige Werk.

Insgesamt vier Märsche hatten die Iseringhauser auf ihr abwechslungsreiches Programm gesetzt und zeigten in jedem Einzelnen und über alle Register, dass sie dieses Traditionsrepertoire für Blasorchester meisterhaft beherrschen.

Meisterhaftes Flötensolo

Eine großartige Interpretation lieferten die Musiker von „Dynamica“ aus der Feder des Belgiers Jan van de Roost (*1956). Er schrieb das Stück für die japanische “Band of the NEC-Tamagawa Plant” aus Anlass ihres 40- jährigen Jubiläums: ein Bravourstück für sinfonisches Blasorchester voller Kraft und Energie und dabei eine echte Herausforderung für Holz- und Blechbläser.

Hervorragend im ersten Teil des Abends war auch das Flötensolo von Franziska Reißner. „Wir sind froh und stolz, ein solches Eigengewächs in unseren Reihen zu haben. Sie beherrscht ihr Instrument meisterhaft“, so Lena Sondermann und André Nebeling, die durch den Abend führten, über die 19-jährige Tochter des Dirigenten. Sie brillierte mit „Concertino for Flute“ von Cécile Chaminade (1857-1944). Obwohl sie zum Großteil Stücke für Klavier schrieb, ist sie der Musikwelt durch benanntes Stück für Flöte am besten in Erinnerung geblieben. Mit dem 5. Satz (Hobbits) aus Johann de Meijs Sinfonie zu Tolkiens erfolgreichem Romanzyklus „Herr der Ringe“ verabschiedeten sich die Iseringhauser in die Pause.

Im zweiten Teil des im wahrsten Sinne ging es mit „Sky High“ nach Japan und von da zurück nach Europa. In „Sound of Ireland“ vereinte der zeitgenössische Komponist Guido Rennert (*1973) alle Melodien und Rhythmen der grünen Insel im Atlantik: Irische Flöten, Dudelsack imitierende Saxophone, Regen bringende Schlagzeuger, temperamentvolle Holzbläser und traumhafte Flügelhörner. Zum offiziellen Schluss folgte mit „Queen in Concert“ - arrangiert von Sebastian Middel, der an diesem Abend am Schlagzeug saß - ein tolles Medley der britischen Band um den unvergessenen Freddy Mercury. „Bohemian Rhapsody“, „Radio Gaga“, „Who wants to live forever“ und das Konzerttitel gebende „A Kind of Magic” waren zu einem beeindruckenden musikalischen Konglomerat verwebt, wobei Jenny Halbe und Patricia Grebe aus der hauseigenen Tanzmusik sowie Kai Müller aus Attendorn die Gesangparts gehörten.

Es war ein fulminantes Konzert, das der Musikzug Iseringhausen bot. Lena Sondermann und André Nebeling dankten besonders dem Dirigenten. „Er versteht es wie kein anderer, uns bis in die allerletzten Haarspitzen zu motivieren und uns musikalisch alles abzuverlangen.“

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