Leader-Projekt

Multifeld in Elben ist einzigartig in der Region

Leader-Regionalmanagerin Kim Peis und Ortsvorsteher Peter Niklas vor dem nagelneuen Spielfeld in Elben. Am heutigen Samstag werden die Pflasterarbeiten begonnen.

Leader-Regionalmanagerin Kim Peis und Ortsvorsteher Peter Niklas vor dem nagelneuen Spielfeld in Elben. Am heutigen Samstag werden die Pflasterarbeiten begonnen.

Foto: Roland Vossel

Elben.   Das „Variable Mehrgenerationen-Multifunktionsspielfeld“ ist ein echter Coup. Es gab EU-Fördermittel von 100000 Euro.

Der Name ist ein Zungenbrecher: „Variables Mehrgenerationen-Multifunktionsspielfeld.“ Das Leader-Projekt ist indes ein echter Coup für den kleinen Ort Elben. Oberhalb des Naturrasen-Sportplatzes, idyllisch gelegen und von Bäumen eingesäumt, ist der Kunstrasen bereits verlegt. Am heutigen Samstag spucken die Elber in die Hände und verlegen das Pflaster rund ums Spielfeld.

„Der Platz ist bereits freigegeben“, verrät Peter Niklas, Ortsvorsteher von Elben und Scheiderwald, beim Besuch dieser Zeitung. Ein paar Jungs kicken auf dem Kunstrasen. Hinter Niklas und seinen Mitstreitern liegt eine Menge Arbeit. Am 24. Mai 2017 hatte die Lokale Aktionsgruppe von Leader das Projekt beschlossen, die Antragsunterlagen wurden am 28. Juli 2017 bei der Bezirksregierung eingereicht. Drei Wochen später kam der offizielle Bewilligungsbescheid. Von den Gesamtkosten von 160 000 Euro gibt es 100 000 Euro aus dem Leader-Topf und 30 000 Euro von der Gemeinde Wenden. Für den Rest sorgen die Elber.

Drei Vereine gemeinsam

„Trotz aller Bürokratie ist das ein gebratenes Hähnchen, das uns hier in den Hals fliegt. Das hätten wir uns ohne Leader und die Gemeinde Wenden nicht leisten können. Es ist ein tolles Projekt für Elben und die Umgebung“, unterstreicht „Projektvater“ Peter Niklas. In der Tat: Der alte Tennenplatz wird zu einem echten Schmuckstück.

Getragen wird das Projekt von drei Vereinen: dem Verein für Dorfgemeinschaftsaufgaben Elben-Scheiderwald, dem Schützenverein St. Helena Elben und dem Sportverein Grün-Weiß Elben. „Der Platz ist für uns überlebenswichtig. Nach der Trennung von Eintracht Kleusheim und der damit verbundenen Eigenständigkeit dient uns der Kunstrasen als Trainingsmöglichkeit“, so Michael Clemens, Vorsitzender von GW Elben. Schützenverein-Chef Jürgen Blum betont, dass Schüler, Pfadfinder, Teilnehmer am Zeltlager oder Motorradtreffen vom Multifeld profitieren. Das gelte vor allem auch für die Elbkids, unterstrich Niklas.

„Es ist das erste abgeschlossene Projekt in der Biggeregion“, betont Leader-Regionalmanagerin Kim Peis. Um in den Genuss der EU-Mittel zu kommen, musste das Projekt etwas Besonderes sein. „Es ist wichtig, dass es ein Multifeld ist. Es musste innovativ und für die Region einzigartig sein“, so Kim Peis. Wichtiger Grundgedanke: Die Anlage steht immer offen, ist für jeden zugänglich und kostenlos nutzbar. „Das Vorhaben ist durch seine Flexibilität einmalig. Durch die Nutzung mobiler Elemente können verschiedenste neuartige Sportarten auf der gleichen Fläche ausgeübt werden. Nutzergruppen werden unabhängig ihres Alters angesprochen“, so Peter Niklas.

Einweihung zur Saisoneröffnung

Den Sportarten, die auf dem 46 mal 34 Meter großen Multifeld von allen Generationen ausgeübt werden können, sind keine Grenzen gesetzt. „Im Kunstrasen ist eine Quarzsandbeschichtung, damit Prelleigenschaften für andere Sportarten außer Fußball gegeben sind“, erläutert Niklas. Errichtet wurde zudem eine Holzhütte für die Sportgeräte, die bestellt sind. Dazu gehören Kleinfeld-Tore, Hockey-Tore, mobile Basketballkörbe und Volleyball-Ständer. Für das Ausleihen der Geräte soll die Telefonnummer des Ortsvorstehers an der Hütte angebracht werden.

In den nächsten Wochen steht noch der Feinschliff an. Dann soll es eine offizielle Eröffnung der neuen Anlage geben. „Die Feier könnte zur Saisoneröffnung des Sportvereins stattfinden“, so Niklas.

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