Konzert

Musikzug Iseringhausen: Blasmusik zwischen Himmel und Erde

Dirigent Matthias Reißner spornt die Musiker zu Höchstleistungen an und serviert mit ihnen ein tolles Konzert.

Dirigent Matthias Reißner spornt die Musiker zu Höchstleistungen an und serviert mit ihnen ein tolles Konzert.

Foto: Nicole Voss

Olpe.  Der Musikzug Iseringhausen lädt unter dem Motto „Sound of Horizons“ zum Konzert. Videobotschaft vom Schützenkönig Horst-Peter „Hossi“ Becker.

Mal melodisch, mal schwungvoll, durchweg auf hohem Niveau und beeindruckend spielfreudig, zeigte sich der Musikzug Iseringhausen am Samstag in der Olper Stadthalle wieder Mal von seiner besten Seite. Die Musiker wurden unter Leitung ihres Dirigenten Matthias Reißner ihren eigenen Ansprüchen und den Erwartungen ihrer Gäste voll und ganz gerecht.

Das Programm hatte alles zu bieten, was die Herzen der Blasmusikfans höher schlagen lässt. Von Märschen über Ouvertüren bis hin zu Karnevalshits verwöhnte das Orchester die Ohren ihrer Zuhörer. Die heimelige Atmosphäre, mit schummerigem Licht und Kerzen auf den Tischen, sorgte für einen zusätzlichen Wohlfühlfaktor. Passend zum Auftakt: Die Festfanfaren von Ernst Uebel. Heißt im Klartext: Die Iseringhauser Musiker brachten eine Perle der Marschmusik in die gut besuchte Stadthalle. Moderatorin Lena Sondermann griff das Motto des Konzertes. „Sound of the Horizons“ auf und sagte: „Der Horizont, definiert als Grenze zwischen Himmel und Erde, soll heute bildlich für unsere Musik stehen.“

Mit „Lord Tullamore“ ging es musikalisch in die weiten Irlands, zu grünen Wiesen, Wäldern und dem idyllischen Landleben. Im Anschluss kündigte Lena Sondermann das verträumte Werk „The seal Lullaby“, das von Olga Skuba am Klaiver begleitet seine besondere Note erhielt an und riet „Lehnen Sie sich zurück, genießen Sie die Musik, aber bitte schlafen Sie nicht ein und wenn doch, werden Sie gleich von unseren Hörnern geweckt.“

Die „Warnung“ war berechtigt. Bei „Born4 Horn“ brillierten Tabea Hupertz, Tochter des Orchestermitglieds Burkhard Hupertz und Enkelin des Ehrenmitglieds Karl Heinz Hupertz, Johanna Reißner, Tochter des Dirigenten Matthias Reißner, der ebenfalls Waldhorn spielt und Thomas Hoffmann, Enkel des Ehrenvorsitzenden Clemens Hoffmann, der zurzeit beim Ausbildungsmusikkorps in Hilden spielt. Ein toller Kontrast zum vorangegangenen ruhigen Stück.

Gruß von „Hossi“ Becker

Rhythmisch und ausdrucksstark, punkteten die Musiker mit „Red Rock Mountain“. „Das Stück ist eine Hommage an die großartige Bergwelt der amerikanischen Ostküste. Amerika hat Donald Trump, aber eben auch schöne Seiten. Die Frisur des Red Rock Mountain ist authentisch, im Vergleich zu dem hochtoupierten Präsidenten“, scherzte Lena Sondermann. Den musikalischen Quantensprung zwischen Himmel und Erde schafften die Musiker auch in der zweiten Konzerthälfte mit spielerischer Leichtigkeit und äußerst klangvoll.

Bei „Stairway to heaven“ rückte der Himmel, dargestellt durch ein E-Gitarrensolo Solo von Marius Albers, ein Stück näher, garniert vom Gesang von Patricia Grebe. Das Werk wurde anlässlich des Olper Schützenballs von Sebastian Middel arrangiert. Schützenkönig Horst-Peter „Hossi“ Becker bewies dabei seine Qualitäten am Schlagzeug und sendete am Konzertabend, per Videobotschaft einen Gruß aus Hamburg in die Heimat.

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