Neubau

Nach Brand: Dornseifer investiert 12 Millionen Euro in Hünsborn

Peter Dornseifer (links) und sein Bruder Jörg freuen sich auf den zweigeschossigen Neubau in Hünsborn. Dort werden 12 Millionen Euro investiert.

Foto: Roland Vossel

Peter Dornseifer (links) und sein Bruder Jörg freuen sich auf den zweigeschossigen Neubau in Hünsborn. Dort werden 12 Millionen Euro investiert.

Hünsborn.   Die Firma Dornseifer erweitert ihren Standort in Hünsborn. Ein Neubau soll Platz bieten für einen neuen Wurstbetrieb und eine neue Frischeküche.

Es war ein verheerendes Feuer am 11. November 2016 in Langenfeld. Die Flammen legten die Frischeküche der Firma Dornseifer in Schutt und Asche. Es entstand ein Schaden im zweistelligen Millionenbereich. Ein Mitarbeiter hatte eine Kipp-Bratpfanne nicht ausgeschaltet, so Geschäftsführer Peter Dornseifer im Gespräch mit unserer Zeitung.

Schon vier Wochen später kochte Dornseifer wieder in einem leerstehenden Lebensmittelbetrieb in Wiehl: „Der 11.11. war der Ursprung unserer Überlegungen für den Neubau.“ Das Unternehmen investiert jetzt 12 Millionen Euro in Hünsborn.

Dornseifer entscheidet sich für Ausbau in Hünsborn

Es habe drei Optionen gegeben, so Peter Dornseifer, der gemeinsam mit Bruder Jörg und Vater Friedhelm Geschäftsführer des Frischemarktes ist: den Wiederaufbau in Langenfeld, einen neuen Standort oder den Ausbau des Standortes in Hünsborn. Die dritte Option habe man gezogen: „Der Vater hatte schon früh das Grundstück neben unseren Gebäuden in Hünsborn erworben. Die Gemeinde Wenden hatte es mit Baurecht versehen, so dass es uns zur Verfügung stand. Es kam uns zudem gelegen, dass wir nebenan das Gebäude von der Firma Völkel übernehmen konnten“, so Peter Dornseifer.

Damit verfüge man nun über ein Grundstück von 8000 ­Quadratmetern, von denen 5000 bebaut werden dürfen: „Wir bebauen jetzt 3500 Quadratmeter. Die größte Herausforderung war, dass alle Bereiche so angeordnet werden, dass wir uns nichts verbauen.“

Zentralisierung bringt logistische Vorteile

Die Zentralisierung habe vor allem logistische Vorteile, so Peter Dornseifer. Metzgerei, Küche und Bäckerei seien dann in Hünsborn: „Der Fleischbetrieb in Netphen bleibt. Alle anderen Betriebe haben wir dann hier am Standort.“

Dabei wird es auch eine Verlagerung geben, so Jörg Dornseifer: „Die jetzigen Produktionsflächen werden zu Lagerflächen. Die Hygienebereiche kommen in den Neubau. Dort gibt es auch die neuen Produktionsflächen.“ In dem neuen zweigeschossigen Bereich sollen oben der neue Wurstbetrieb und die neue Frischeküche angesiedelt werden, unten Räumlichkeiten für Logistik und Laderampen. Die Bäckerei bleibt in den bisherigen Gebäuden am Hünsborner Standort, wobei es dort auch noch Erweiterungsmöglichkeiten gibt. Bis der Neubau in Hünsborn fertig ist, bleibt der Übergangsbetrieb mit der Frischeküche in Wiehl bestehen. „Sobald wir hier fertig sind, ziehen wir um“, sagt Peter Dornseifer. Die neue Frischeküche im Obergeschoss wird dann 1500 Quadratmeter groß sein: „Die reine Produktionsfläche ist dann etwa doppelt so groß wie die in Langenfeld.“

Neue Arbeitsplätze in Hünsborn

Das Grundstück in Langenfeld hat Dornseifer verkauft. Nach dem Brand habe man allen Mitarbeitern ermöglicht, im Übergangsbetrieb in Wiehl zu arbeiten. Zehn von 25 Beschäftigten hätten davon Gebrauch gemacht. Ende 2019 soll der Neubau in Hünsborn fertig sein. „Es werden dort dann 30 neue Vollzeitarbeitsplätze entstehen“. so Peter Dornseifer, der ausdrücklich die Zusammenarbeit mit Gemeinde Wenden, Kreis Olpe und Bezirksregierung lobt: „Das ist für uns ja schon eine ziemliche Herausforderung, so ein großes Ding anzupacken. Es ist aber auch eine einmalige Chance.“

Angetan von der Maßnahme in Hünsborn zeigte sich auf Anfrage unserer Zeitung auch Bürgermeister Bernd Clemens: „Das ist eine Rieseninvestition, die wir sehr begrüßen und die zusätzliche Arbeitsplätze bringt.“

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