Umwelt

Neuer Naturschutzverein in Finnentrop

Die kritische Auseinandersetzung mit den Windkraftplänen der Gemeinde ist eine Aufgabe, der sich der Naturschutzverein Finnentrop

Foto: Jürgen Kortmann

Die kritische Auseinandersetzung mit den Windkraftplänen der Gemeinde ist eine Aufgabe, der sich der Naturschutzverein Finnentrop Foto: Jürgen Kortmann

Finnentrop.   Neuer Naturschutzverein in Finnentrop gegründet. Erhalt von Natur und Umwelt ist das Ziel. Kritische Auseinandersetzung mit Windkraftplänen.

In Finnentrop formiert sich ein neuer Verein, der sich den Schutz und den Erhalt der heimischen Natur und Umwelt auf seine Fahne geschrieben hat.

Dabei spiele auch Widerstand gegen die Pläne zum Ausbau der Windkraft in der Gemeinde eine Rolle, so Jens Fack, einer der Initiatoren der Vereinsgründung, doch sei das nicht das einzige Ziel und man sei auch nicht grundsätzlich gegen Windkraft.

Eintrag ins Vereinsregister

Am vergangenen Freitag haben 13 Personen bei einer Zusammenkunft in der Gaststätte „Ratsschänke“ den Naturschutzverein Finnentrop (Nafi) aus der Taufe gehoben, der in das Vereinsregister eingetragen werden soll und die Gemeinnützigkeit erlangen will. Eine entsprechende Satzung wird dem zuständigen Amtsgericht mit dem Protokoll der Gründungsversammlung vorgelegt.

Danach soll in einer weiteren Versammlung über die Aufgabenverteilung und die Übernahme von Vorstandsposten gesprochen und abgestimmt werden, so Jens Fack, der wie der erklärte Windkraftgegner Kapuzinerpater Joachim Wrede, der ebenfalls mit von der Partie ist, in Schliprüthen lebt.

„Wir wollen unsere Natur mit Schwarzstorch und Fledermaus für unsere Kinder erhalten“, macht Jens Fack deutlich. Diesem Ziel können Pläne zum Ausbau der Windkraft entgegen stehen. Ein anderer Teilnehmer an der Versammlung, die aus dem Zentralort und dem Frettertal kamen, machte es deutlicher: Man wolle „nicht alles hinnehmen“ und werde eine „zweite Front aufmachen“.

Vorbilder des Nasi sind der Naturschutzverein Sunden (Nasu) der sich gegen die dortigen Windkraftpläne positioniert, sowie Initiativen in Endorf und Grevenstein.

Mitgliedschaft im LNU angestrebt

Um den eigenen Argumenten mehr Gewicht zu verschaffen, strebt man die Mitgliedschaft in der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt Nordrhein-Westfalen e.V. (LNU) an, die auch ein Klagerecht hat.

Mit Spannung erwartet man das Ergebnis der Landtagswahl in NRW am kommenden Sonntag, das Auswirkungen auf die zukünftige Politik des Landes in Sachen Ausbau der Windenergie haben könnte.

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