Gastronomie

Neue Betreiber für Kultkneipen in Olpe und Altenhundem

Die Villa, Kultkneipe in Olpe, ist seit dem Jahreswechsel überraschend "herrenlos". Schon bald soll es aber weitergehen.

Die Villa, Kultkneipe in Olpe, ist seit dem Jahreswechsel überraschend "herrenlos". Schon bald soll es aber weitergehen.

Foto: WP

Olpe/Altenhundem.   Der Betrieb der „Villa“ in Olpe und des „Ilot“ in Altenhundem geht weiter, aber unter neuer Führung.

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Zwei Traditions-Kneipen wechseln die Betreiber: die „Villa“ in Olpe und das „Ilot“ in Altenhundem.

Überrascht wurden über den Jahreswechsel nicht wenige Olper, als plötzlich die „Villa“ die Pforten im neuen Jahr nicht mehr öffnete. Das denkmalgeschützte Gebäude, das dem Olper Psychologen Dr. Elmar Reuter gehört, ist langfristig an die Krombacher Brauerei vermietet, die die Verpachtungen an Gaststättenbetreiber managt.

Dr. Franz-Josef Weihrauch, Pressesprecher der Krombacher, bestätigte gestern auf Anfrage lediglich, das vorherige Pachtverhältnis sei zum 31. Dezember nach etwa einem Jahr nicht verlängert worden. Zu den Hintergründen des überraschenden Rückzuges sagte Weihrauch aber nichts.

Fest stehe aber, dass die „Villa“ als Gaststätte so schnell wie möglich wieder eröffnet werden solle. Weihrauch: „Es gibt bereits einige Interessenten, mit denen wir Gespräche führen.“ Zum genauen Zeitplan konnte er nichts sagen.

Überrascht worden waren Kenner der Gastronomie-Szene vom „Aus“ der Villa auch deshalb, da es noch im Dezember keine erkennbaren Anzeichen gegeben hatte. Fußballfreunde jubilierten, da in der Villa die Bundesliga auf Sky geboten werden sollte, zudem war die Rede von einem speziellen Nachmittags-Angebot für Kinder, Eltern und Großeltern in 2016.

„Ilot“ bleibt

Weniger rätselhaft soll der Wechsel in Altenhundem vonstatten gehen. „Ilot“-Wirt Andi Cordes bestätigte gestern, dass er und seine Familie die „Kult-Kneipe“ in Altenhundem nach 30 Jahren in nächster Zeit abgeben werden. Der oder die Nachfolger stünden noch nicht fest, aber es gebe mehrere Interessenten, darunter wohl auch ein Paar aus Wenden. Gerüchte, dass das „Ilot“ geschlossen werde, hatten in den letzten Wochen die Runde gemacht. Auch, weil die Homepage der Kneipe derzeit nicht den aktuellesten Eindruck macht. „Nix dran“, so Andi Cordes, „die Kneipe bleibt geöffnet, derzeit aber nur an den Wochenenden.“ Cordes selbst will seinem Nachfolger in der ersten Zeit beratend zur Seite stehen. „Wir alle wollen, dass sich Altenhundems Gastronomie weiter entwickelt“, so Cordes, der in Altenhundem noch zwei weitere Lokale betreibt.

Historisches

Eröffnet wurde das Lokal „Ilot“ (französisch: Insel) im Juli 1980. Die ersten Wirte waren Jochen Schulte und Kalli Dicke, späterer Wirt des Goldenen Löwen in Olpe, heute Betreiber des „Bootshauses“ am Obersee. 1985 verkaufte Dicke die Gaststätte an Andreas Cordes, der die Kneipe und den dazu gehörigen Biergarten auffrischte und mehrmals, zuletzt 2008, umbaute. Geschäftsführerin ist heute Monika Cordes. Mit dem Rückzug der Familie Cordes endet eine Ära. Die Villa in Olpe wurde 1902 als Wohnhaus von der Fabrikantenfamilie Hesse (Kupferwerke) gebaut und wurde erst Anfang der 80-er Jahre in eine Kneipe umgewandelt.

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