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Neue Pächter in Olpe: „Die Stadthalle ist ein Eventhaus“

Kerstin Müller und Michael Zimmer sind die neuen Pächter der Stadthalle Olpe. Die Geschäftspartner haben viele Pläne.

Kerstin Müller und Michael Zimmer sind die neuen Pächter der Stadthalle Olpe. Die Geschäftspartner haben viele Pläne.

Foto: Verena Hallermann / WP

Olpe.  Michael Zimmer und Kerstin Müller übernehmen ab August die Stadthalle in Olpe. Im WP-Interview erzählen sie, wie ihr Konzept aussieht.

Die Stadthalle Olpe bekommt zwei neue Pächter. Sie heißen Kerstin Müller und Michael Zimmer, sind beide gelernte Hotelfachkräfte und arbeiten bereits als Eventmanager zusammen. Das Pachtverhältnis beginnt im August, ab September wollen die Geschäftspartner mit ihrem Konzept durchstarten. Im Gespräch mit der WP erzählen sie, wie sie sich die Stadthalle als Eventhaus vorstellen.

Sie beide geben offenbar ein erfolgreiches Team ab, woher kennen Sie sich?

Michael Zimmer: Wir hatten einen gemeinsamen Arbeitgeber. Das liegt jetzt etwa acht Jahre zurück. So haben wir uns kennengelernt. Dort hat sich schnell eine Freundschaft entwickelt. Jahre danach hat uns unsere Leidenschaft für stilvolle und gelungene Events mit besonderem Charakter in die Selbstständigkeit geführt.

Wie sieht denn Ihre Zusammenarbeit momentan aus?

Michael Zimmer: Wir gründeten und leiten gemeinsam unsere Eventagentur „eventfreunde“ in Bergisch Gladbach. Wir planen, organisieren und gestalten Veranstaltungen aller Größenordnungen. Nicht nur in unser Event-Location, sondern auch bei Firmen oder auch Privatpersonen.

Kerstin Müller: Wir haben Anfang vorletzten Jahres begonnen. Die Buchmühle in Bergisch Gladbach war unser Start in die

Selbstständigkeit. Die Event-Location ist für 100 Personen ausgelegt. Größere Veranstaltungen mit mehr als 250 Personen organisierten wir bisher außerhalb unserer eigenen Räumlichkeiten. Um unsere Möglichkeiten der Eventgestaltung zu erweitern, haben wir uns gezielt umgeschaut, sind auf Olpe gestoßen und freuen uns künftig auch größere und vor allem vielfältige Veranstaltungen zu bewirten.

Ist denn dann langfristig auch ein privater Umzug nach Olpe geplant?

Michael Zimmer: Das kann ich noch nicht sagen. Die Gegend ist ja schön. Der Marktplatz, das Fachwerk, der Biggesee. Der Stadtkern bietet einen charmanten Flair und die Natur rundherum lädt zum Wandern ein. Aber ich habe meine Familie, die Kinder ihre Freundeskreise in Niederkassel, das lässt sich nicht so einfach entscheiden.

Kerstin Müller: Das ist bei mir ähnlich. Wir bauen uns gerade etwas in Siegburg auf. Man muss abwarten, wie sich die Zukunft entwickelt. Aber wir haben in Olpe in der Stadthalle ja auch das Personalzimmer. Da kann man dann auch schon mal länger bleiben, auch die Familie kann mal kommen. Ansonsten ist der künftige Arbeitsweg kaum länger als der jetzige.

Was ist denn jetzt konkret in der Stadthalle geplant? Wie sieht das Konzept aus?

Kerstin Müller: Wir möchten uns jetzt erstmal hauptsächlich auf die Veranstaltungen konzentrieren, die in Olpe stattfinden. Wir freuen uns darauf, die unterschiedlichsten Veranstaltungsarten kreieren zu dürfen, die Pausenverpflegung zu den Kulturveranstaltungen zu bewirten und sind natürlich auch neugierig auf das Schützenfest! Unser Ziel ist es auch, den Menschen die Location wieder näher zu bringen. Es soll wieder Freude bereiten und sich lohnen seinen Geburtstag oder seine Hochzeit in der Stadthalle zu feiern.

Michael Zimmer: Trauerfeiern möchten wir wieder mit aufnehmen. Das ist in den letzten zwei Jahren ein bisschen untergegangen. Die Stadthalle soll wieder gerne genutzt werden. Für jeglichen Anlass.

Kerstin Müller: Im Grunde möchten wir das machen, was wir am besten können, und das ist die Event-Gestaltung und

Durchführung. Wir legen viel Wert darauf, das Profit-Denken hinten anzustellen und den Fokus auf Leidenschaft und Begeisterung für tolle Events zu legen. Das ist auch das Feedback unserer Kunden aus den letzten Jahren, darauf sind wir besonders stolz!

Wie sieht es mit dem Restaurant aus?

Kerstin Müller: Das Restaurant wird zunächst nicht eröffnet. Zumindest nicht für die Öffentlichkeit. Man soll es aber für kleine Veranstaltungen, Gruppen und geschlossene Gesellschaften buchen können. Da bietet sich natürlich auch der Außenbereich an. Die Stadt Olpe hat ja nochmal viel in neue Möbel investiert. Aber auch vor und nach den Theaterveranstaltungen soll es die Möglichkeit geben Arrangements im Restaurant zu buchen, um seinen Theaterabend mit einem Essen abrunden zu können. Es gibt ja viele hübsche Restaurants in Olpe. Wir sehen die Stadthalle mehr als Eventhaus.

Für Geburtstage beispielsweise?

Michael Zimmer: Ja, oder eben Hochzeiten, Trauerfeiern, Firmen-Veranstaltungen, Tagungen, Messen. Es gibt auch zwei Kegelbahnen, die momentan noch nicht genutzt werden. Das soll sich in Zukunft ändern. Da muss man aber auch erstmal die Nachfrage abwarten. Wir sind da offen, wenn es Anfragen geben sollte.

Los geht es dann im August?

Kerstin Müller: Ab 1. August läuft der Pachtvertrag. Aber im August sind erstmal keine Veranstaltungen. Am 23. August findet unsere Eröffnungsfeier statt. Die genaue Uhrzeit steht noch nicht fest, aber es soll ein Tag der offenen Tür für jedermann werden. Hier planen wir derzeit noch ein kleines Rahmenprogramm für die Olper.

Was gibt es denn jetzt noch zu erledigen?

Michael Zimmer: Zurzeit fängt es an, sich rumzusprechen, dass sich in der Stadthalle etwas tut. Wir schreiben schon die ersten Angebote an die Veranstalter. Wir haben einen Koch gefunden, den wir einstellen werden (Bewerbungen für Servicekräfte nehmen wir gerne noch entgegen). Ansonsten stehen noch behördliche Sachen an. Die Gaststätten-Lizenz haben wir jetzt beantragt, das Gewerbe ist bereits angemeldet, wir haben eine zweite GbR gegründet für den Standort Olpe. Und dann stehen natürlich jetzt Planungen an. Immerhin wird sich die Zahl der Gäste und Veranstaltungen schlagartig erhöhen.

Kerstin Müller: Wir sind grade dabei, uns ein Netzwerk aufzubauen und freuen uns echt sehr, dass uns die Stadt Olpe dabei ganz toll unterstützt. Wir werden wirklich von jedem in Olpe mit offenen Armen empfangen. Das ist nicht selbstverständlich, und wir wissen das sehr zu schätzen!

Wie sind Sie überhaupt auf Olpe gekommen?

Michael Zimmer: Das war eine Ausschreibung. Wir haben uns umgeschaut, weil wir uns eben vergrößern wollten. Das war schon damals die Vision der eventfreunde. Wir haben klein und risikoarm anfangen und gehen nun den nächsten Schritt. So sind wir auf die Stadthalle Olpe gestoßen. Wir haben relativ zügig einen Besichtigungstermin bekommen, waren aber nicht die einzigen, die sich beworben haben.

Wir haben unser Konzept vorgestellt, das gut gepasst hat und so sind wir schnell auf einen Nenner mit den Vorstellungen aus dem Bürgeramt gekommen.

Unterschrieben haben wir am 28. Juni. Jetzt freuen wir uns total, dass es bald losgeht.

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