Vereine

Neuer Dorfverein in Dahl-Friedrichsthal gegründet

Der Vorstand des neuen Dorfvereins „Dorfgemeinschaft Dahl-Friedrichsthal e.V.“: Kassiererin Elke Weiss, der zweite Vorsitzende Thomas Primavesi, die erste Vorsitzende Dr. Benita Wister und Schriftführerin Regina Kühn (v.l.).

Der Vorstand des neuen Dorfvereins „Dorfgemeinschaft Dahl-Friedrichsthal e.V.“: Kassiererin Elke Weiss, der zweite Vorsitzende Thomas Primavesi, die erste Vorsitzende Dr. Benita Wister und Schriftführerin Regina Kühn (v.l.).

Foto: Birgit Engel

Dahl-Friedrichsthal.  56 Mitglieder haben einen eigenen Dorfverein für Dahl-Friedrichsthal gegründet. Vorsitzende ist Dr. Benita Wister.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die drittgrößte Ortschaft der Kreisstadt Olpe, Dahl-Friedrichsthal, hat jetzt einen eigenen Dorfverein. In der örtlichen Dorfgemeinschaftshalle fand die Gründungsversammlung statt.

„Wir möchten bestehende und auch zukünftige Aktivitäten auf eine breite Basis stellen, für die Bürger Möglichkeiten schaffen, sich zu engagieren und Ideen einzubringen und Anlaufstelle sein, um das Dorf nach vorne zu bringen“, freute sich Dr. Benita Wister, die die Versammlung leitete und später bei einer Enthaltung zur Vorsitzenden gewählt wurde, über einen recht gut gefüllten Saal. Dorfvereine seien von großer Bedeutung, denn es sei nun einmal eine Tatsache, dass immer mehr Dörfer zu Schlafdörfern würden. Mit einem Dorfverein habe man eine gute Handhabe, dagegen zu wirken und den Zusammenhalt, die Wohn- und Lebensqualität, die Kooperation der bestehenden Vereine und das Brauchtum und überhaupt die gesamte innere und äußere Erscheinung und Gestaltung des Dorfes zu sichern und zu fördern. „Der Dorfverein möchte vernetzen und digitale wie analoge Informationsbündelungsstelle sein, mit dem Ziel, einen absoluten Mehrwert für jeden Bürger, für die Vereine und die lokalen Unternehmen zu schaffen.“

Dass man mit dem Dorfverein nicht ein riesiges bombastisches Ding ins Leben rufe, sondern von innen heraus wachsen müsse, unterstrich Thomas Primavesi, den das 56-köpfige Plenum einstimmig zum 2. Vorsitzenden wählte. „Der Dorfverein ist eine Weiterentwicklung des Dorfgremiums und kein Konkurrenzprodukt. Er will nicht bevormunden, sondern entlasten. Alle die wollen, sind an entscheidender Stelle dabei“, so Primavesi und appellierte: „Wir brauchen euch hier. Für uns alleine machen wir das nicht.“

Abteilungen werden gebildet

Bei der Satzung hat sich der neue Verein im Übrigen an der des bereits seit 2004 bestehenden Dorfvereins Rhode orientiert. „Sie ist schon bewährt, aber man kann immer an Schrauben drehen und optimieren“, sagte Primavesi. Zur Erfüllung der Aufgaben sollen Abteilungen gebildet werden, die sich selbst organisieren und über ihre wesentlichen Aktivitäten regelmäßig dem Vorstand berichten. „Dahingehend denken wir an zwei Sitzungen im Jahr, abgesehen von einem sowieso guten Kontakt“, erklärte Dr. Benita Wister.

Bevor es zur endgültigen Abstimmung kam, gab es noch einige Fragen zu klären. So wurde angeregt, die Mitgliedschaft auf Personen aus Dahl-Friedrichsthal zu beschränken. „Damit zerschlagen wir mehr als es nutzt“, sagte Thomas Primavesi. Schließlich gebe es durchaus sich dem Dorf verbunden fühlende Bürger, auch wenn diese nicht vor Ort wohnen. Eine weitere Frage richtete sich auf den Wunsch des Vorstandes, dass der oder die jeweilige 1. Vorsitzende auch das Ortsvorsteher-Amt bekleiden solle, dies jedoch nicht in der Satzung festgehalten sei. Interessant dürfte das für das kommende Jahr sein. Wolfram Stinn, seit nunmehr zehn Jahren Ortsvorsteher, wird dann sein Amt niederlegen.

Eine Person in zwei Ämtern

„Eine Person in den zwei Ämtern wäre wünschenswert und sinnvoll, aber kann nicht diktiert werden“, so Primavesi. Dr. Benita Wister (36), ursprünglich aus dem Münsterland, wohnt seit 2014 mit ihrer Familie in Dahl. Beruflich kommt sie aus dem Marketing- und Veranstaltungsmanagement. „Im Rahmen der Anfang des Jahres in Dahl aufgekommenen Problematik um den Weiterbestand des Schulstandortes, hat sich bei mir der Wunsch entwickelt, mich weiter für das Dorf zu engagieren“, sagte Dr. Benita Wister im Gespräch mit der WP. „Schon Wolfram Stinn, der viel im und für das Dorf geschaffen hat und dessen Aktivitäten wir fortführen und weiterentwickeln möchten, hatte die Idee eines Dorfvereins.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben