Kitapläne vorgestellt

Neuer Maumker Kindergarten soll in sechs Wochen stehen

Für die Kinder und ihre Eltern geht ein großer Traum in Erfüllung, wenn die neue Kita unterhalb der Pfarrkirche im August bezogen werden kann.

Für die Kinder und ihre Eltern geht ein großer Traum in Erfüllung, wenn die neue Kita unterhalb der Pfarrkirche im August bezogen werden kann.

Foto: Volker Eberts / WP

Lennestadt.  Die Pläne für den neuen Maumker Kindergarten liegen auf dem Tisch: Das Gebäude ist schnörkellos und ökologisch wertvoll.

Kaum zu glauben, aber da, wo jetzt noch der Planierbagger steht, soll bereits Ende Februar oder spätestens Anfang März der Rohbau des neuen Maumker St. Agatha-Kindergartens stehen. Johannes Berger, Geschäftsführer und Bauleiter der Materio GmbH, ließ bei der Vorstellung der Baupläne im alten Kindergarten daran keine Zweifel aufkommen. Es klang glaubhaft, immerhin hat das Soester Unternehmen in den letzten zweieinhalb Jahren 50 Kitas gebaut, bzw. aufgestellt. Auch der Maumker Kindergarten wird in ökologischer Holzrahmenbauweise errichtet, das heißt die vorgefertigten Module werden vor Ort zusammengebaut.

Endlich geht es los

Kitaleiterin Ingrid Picker begrüßte zu Beginn neben dem Kirchenvorstand und Pastor Ludger Wollweber rund 20 Eltern, zum Teil mit Kindern: „Wir freuen uns, dass es endlich losgeht.“ Susanne Krist, Regionalleiterin der Kits GmbH, Träger und Bauherr des Kindergartens, sagte: „Die alte Kita ist liebevoll gestaltet, aber man sieht auch, es muss was passieren.“ Zwei Zitate, die die Situation auf den Punkt bringen. Der alte Kindergarten aus den 70er Jahren entspricht nicht mehr dem Standard und die ersten Planungen für einen neuen liegen bereits elf Jahre zurück.

Rechteckig ohne Schnörkel

Also Zeit, nach vorn zu blicken. Johannes Berger stellte den von der Lippstäder Rinsdorf Ströcker Architekten GmbH entworfenen, zweigeschossigen Bau vor. Das schnörkellose Gebäude ist ca 40 Meter lang, zehn Meter breit und acht Meter hoch. Im Erdgeschoss befinden sich Leitungsbüro, Mehrzweckraum/Turnhalle und die Mensa, die mit Schiebetüren auf bis 90 qm vergrößert werden kann. Im Erdgeschoss ist eine Gruppe, die beiden anderen im Obergeschoss untergebracht. Alle Gruppen verfügen neben dem Gruppenraum (43 qm) über einen Nebenraum (18 qm) und einen Schlafraum (19 qm) für eine differenzierte Betreuung. Insgesamt sind 65 Kita-Plätze vorgesehen, davon 12 für Kinder unter drei Jahren. Sanitärräume, Treppenhaus/Aufzug, Küche, Technikraum etc. runden das barrierefreie Raumprogramm ab. Die Gruppenräume sind durch großflächige Fensterbänder zur Nord- bzw. Kirchenseite hin hell durchflutet.

Großes Außengelände

Zwischen Kirche und Kitagebäude wird das Außengelände mit Spielplatz und eventuell einer BobbyCar-Rennstrecke angelegt, das über eine Außentreppe auch aus dem Obergeschoss direkt erreicht werden kann. Weil die Spielgeräte viel Bewegungsfläche benötigen, müsse die Holzhütte des Jugendtreffs durch zwei kleinere ersetzt werden, so Thomas Weber, Bautechniker der Kits GmbH. Auch an Parkplätze ist gedacht, aber nicht konzentriert, sondern entzerrt. Weber: „Wir geben das Geld viel lieber für die Kinder aus als für Parkplätze.“ Kritische Fragen aus der Elternschaft blieben bisher aus.

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