Sanierung

Neues Feuerwehrhaus in Halberbracht ist ein Schmuckstück

Bürgermeister Stefan Hundt (links) übergibt den symbolischen Schlüssel an Wehrführer Markus Hamers (zweiter von links). Daneben Frank Hennrichs, Einheitsführer und sein Stellvertreter Sascha Schweinsberg.

Bürgermeister Stefan Hundt (links) übergibt den symbolischen Schlüssel an Wehrführer Markus Hamers (zweiter von links). Daneben Frank Hennrichs, Einheitsführer und sein Stellvertreter Sascha Schweinsberg.

Foto: Nicole Voss

Halberbracht.   Das neue Feuerwehrhaus in Halberbracht ist fertig. Pastor Ludger Wollweber gibt den Räumlichkeiten seinen Segen. Viel Herzblut investiert

„Es ist ein Schmuckstück geworden“, schwärmte Bürgermeister Stefan Hundt schon vor betreten des neuen Feuerwehrhauses in Halberbracht, das am Freitag eingeweiht und von Pastor Ludger Wollweber gesegnet wurde.

Und tatsächlich: Der Rundgang durch die Räumlichkeiten bestätigt die Aussage des Stadtoberhaupts, das in seiner Rede die Einheit Halberbracht für ihren Einsatz und den gestalterischen Feinschliff lobte. Das ehemalige Klassenzimmer ist jetzt der 80 Quadratmeter große Schulungsraum und daneben eine funktionale Küche. Inklusive der 90 Quadratmeter für Duschen und Umkleideräume beträgt die Nutzfläche insgesamt 315 Quadratmeter. Die darüber liegende Wohnung mit 111 Quadratmetern ist seit Oktober vermietet.

Ortsbildprägender Charakter

Die Kosten des Umbaus der alten Schule zum schmucken Feuerwehrhaus bezifferte Bürgermeister Hundt auf 420.000 Euro zuzüglich 90.000 Euro für den Umbau der Wohnung und weiteren 30.000 Euro für notwendige Instandsetzungen und des Blitzschutzes.

Beim Blick zurück ging Bürgermeister Hundt darauf ein, dass den Blauröcken 1984 ein Raum zur Verfügung gestellt wurde, der schimmelig und muffelig mit nicht ausreichender Kopfhöhe war. „In diesem ehemaligen Kokskeller, hatte ich mein erstes Erlebnis mit der Feuerwehr Halberbracht und fand die Motivation mich für sie einzusetzen“, so Stefan Hundt, der auch auf die Schließung der ehemaligen Grundschule 2010/2011 einging: „Bürgerversammlungen ergaben den Wunsch der Halberbrachter Bevölkerung, das Gebäude wegen des ortsbildprägenden Charakters zu erhalten, möglichst im Eigentum der Stadt. Keine einfache Statik, jedoch eine hervorragende Bausubstanz des Gebäudes war letztlich auch der Grund soviel Geld zu investieren, um für Feuerwehr und Wohnen eine neue Basis zu schaffen.“

Abschließend bedankte sich Bürgermeister Hundt beim Architekturbüro Eickelmann und insbesondere bei der Einheit Halberbracht für ihr Engagement im Rahmen vieler unentgeltlicher Stunden Eigenleistung. Markus Hamers, Leiter der Lennestädter Feuerwehr sagte: „Wenn man die Verhältnisse vorher kannte, haben sich die Voraussetzungen hier um Lichtjahre verbessert.“ Markus Hamers nannte drei Punkte, mit denen er die Bedeutung des Neubaus hervor hob: Der funktionale Arbeitsplatz für die Feuerwehr, gerne zusammenzukommen auch zu geselligen Anlässen. Das sei auch wichtig um junge Menschen anzusprechen sowie wahrgenommen zu werden und mittendrin zu sein.

Den Halberbrachter Blauröcken bescheinigte Markus Hamers viel Herzblut in das architektonisch gelungene Gebäude gesteckt zu haben. Christoph Lütticke, Kreisbrandmeister, mahnte: „Die Feuerwehr ist keine Freizeiteinrichtung für technikbegeisterte Menschen, sondern gehört zur unverzichtbaren Infrastruktur für unsere Bevölkerung. Wie wichtig die Infrastruktur ist, zeigen die unzähligen, jährlichen Einsätze. Nicht die Feuerwehr, sondern die Bürger benötigen ein funktionierendes Feuerwehrhaus“, so Christoph Lütticke.

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