Waldkindergarten

Olpe: Ein „tolles Gemeinschaftsprojekt“ in Altenkleusheim

Das Projektteam aus Vertretern der Dorfgemeinschaft, Förderverein Altenkleusheim, Waldgenossenschaft Altenkleusheim, Leitung des Max & Moritz Kindergarten und Vorstand DRK – Kreisverband sowie Ortsvorsteher Volker Köhler.

Das Projektteam aus Vertretern der Dorfgemeinschaft, Förderverein Altenkleusheim, Waldgenossenschaft Altenkleusheim, Leitung des Max & Moritz Kindergarten und Vorstand DRK – Kreisverband sowie Ortsvorsteher Volker Köhler.

Foto: Privat

Altenkleusheim.  Waldkindergarten in Altenkleusheim ist nach einem Jahr fertig. Die Waldgenossenschaft stellt ein Grundstück zur Verfügung.

Exakt ein Jahr dauerte es von den ersten Gesprächen bis zur Fertigstellung des Waldkindergartens. „Ein tolles Gemeinschaftsprojekt, das wir umgesetzt haben“, bilanzierte Volker Köhler, Ortsvorsteher von Altenkleusheim. „Den Gedanken, so ein Projekt ins Leben zu rufen, hatte ich schon länger, als meine Kinder damals in den Kindergarten gingen“. Ideen seien oftmals gut, doch brauche man auch Möglichkeiten, diese umzusetzen, merkte Köhler an.

Jetzt war es soweit, dass der Gedanke in die Tat umgesetzt werden konnte, so der Ortsvorsteher im Gespräch mit unserer Redaktion: „Als der Kindergarten Max & Moritz im letzten Jahr als Familienzentrum vorgeschlagen und zudem ein Anbau für eine weitere Gruppe U2 in Altenkleusheim konkreter wurde, wurde auch die Idee eines Waldkindergartens nochmal aufgenommen. Das war der Anlass, das ins Leben zu rufen.“ Mittlerweile sei der DRK Kindergarten Max & Moritz als Familienzentrum ausgewiesen, bestätigt Sandra Menne, die den Kindergarten in Altenkleusheim leitet.

Mit seinem Projekt stieß Ortsvorsteher Volker Köhler auf offene Ohren, wie er im Gespräch mit unserer Redaktion betonte: „Die ersten Gespräche mit der Waldgenossenschaft Altenkleusheim waren nicht nur positiv, sondern es wurden seitens der Waldgenossenschaft mögliche Stellen angeboten, wo ein solcher Platz für die Kindergartenkinder entstehen könnte. Anschließend wurden Gespräche mit der Leitung des Max & Moritz Kindergartens, Sandra Menne, und Torsten Tillmann, hauptamtlicher Vorstand des DRK – Kreisverbandes, geführt.“ Kindergarten-Leitung und DRK seien froh über die Realisierung des Projektes, da sie dieses selber nicht hätten umsetzen können, so der Ortsvorsteher.

Volker Köhler trieb die Realisierung des Waldkindergartens voran. Daniela Klamp, die als Naturpädagogin im Kindergarten tätig ist, wurde ebenfalls mit in das Projekt-Team genommen. „Der Platz, der dann ausgewählt wurde, liegt hervorragend, da man vom Kindergarten aus nur 50 Meter asphaltierte Straße gehen muss und anschließend sofort in den Wald einbiegen und ohne Verkehrsrisiko den Platz erreichen kann“, so Daniela Klamp, die mit den älteren Kindergartenkindern den Platz mindestens ein bis zweimal die Woche besucht.

Die Kindergartenkinder haben sich selbst den Namen „Waldwölfe“ als Gruppennamen gegeben, der auch am Waldkindergarten angebracht ist. „Die Kinder sind total begeistert und lernen die Natur so auf eine spielerische Art kennen. Man kann einfach Kind sein und an der frischen Luft den Vormittag im Wald verbringen“, so die Naturpädagogin.

Für älter Kinder

Wie Volker Köhler auf Nachfrage mitteilte, ist der neue Waldkindergarten für die älteren Kinder, die Vorschulkinder des Kindergartens, gedacht: „Sie können dann regelmäßig in den Wald gehen. Dort können dann saisonbedingte und aktuelle Projekte gemacht werden.“

Neben der bereits entstandenen Obstbaumwiese, die ebenfalls nicht weit vom Kindergarten entfernt ist und regelmäßig besucht wird, haben die Kindergartenkinder nun einen weiteren Platz, die Natur kennen zu lernen und sich für diese zu begeistern. Eine offizielle Eröffnungsfeier mit den Kindern ist für nächstes Jahr geplant, falls Corona dieses zulässt.

Ortsvorsteher Volker Köhler bedankte sich bei Tatjana Vente, Ortsvorsteherin aus Kirchhundem, die wertvolle Tipps gab, da man in Kirchhundem mit dem „Waldklassenzimmer“ ein ähnliches Projekt im Jahr 2019 umgesetzt hatte.

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