Zusammenhalt

Olpe: Kinderhospizverein plant Sauerlandstones-Marathon

Christina Baer und Martin Gierse vom Deutschen Kinderhospizverein rufen zusammen mit der Attendornerin Carmen Fröhlich (von links) den „Sauerlandstones-Marathon“ ins Leben.

Christina Baer und Martin Gierse vom Deutschen Kinderhospizverein rufen zusammen mit der Attendornerin Carmen Fröhlich (von links) den „Sauerlandstones-Marathon“ ins Leben.

Foto: Deutscher Kinderhospizverein e.V.

Olpe.  Der Deutsche Kinderhospizdienst feiert seinen 30. Geburtstag. Wegen Corona muss ein Fest ausfallen. Doch auch in der Krise gibt es Zusammenhalt.

Eigentlich hätte der Deutsche Kinderhospizverein (DKHV e.V.) im August seinen 30. Geburtstag mit einem großen Familienfest in Olpe gefeiert. Schweren Herzens wurde entschieden, dass diese Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie so nicht stattfinden kann. Auch wenn die Vorfreude der Familien auf ihren Besuch in Olpe sehr groß war, müssen die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsene mit lebensverkürzender Erkrankung, aus Schutz vor einer Ansteckung mit dem Virus nun zu Hause bleiben. Genau wie für alle anderen Begegnungsangebote des Vereins sind in dieser Zeit daher kreative Alternativen besonders wichtig, um als starke Gemeinschaft einander zu unterstützen und zu stärken.

Der Gedanke

Bereits in der Vergangenheit hat der DKHV mit der beliebten Gruppe „Sauerlandstones“ in Kooperation erfolgreich zusammengearbeitet. Als Carmen Fröhlich aus Attendorn von der Absage des Familienfests hörte, zögerte sie keinen Moment und bot spontan ihre Hilfe an. Als sehr aktive „Steinemalerin“ ruft sie gemeinsam mit dem Kinderhospizverein einen „Sauerlandstones-Marathon“ für den 30. August aus.

Menschen aus der Bevölkerung sind dazu aufgerufen, Steine zu bemalen und an diesem Tag zum Haus der Kinderhospizarbeit in Olpe zu bringen. Nach dem Motto „30 Jahre DKHV – Verbunden bleiben in allen Zeiten“, sind vorzugsweise mit einem Blattmotiv gestaltete Steine gewünscht, weil dies eine wichtige, symbolische Bedeutung in der Vereinsgeschichte hat.

Aber auch andere Motive, Glückwünsche und Gedanken sind natürlich willkommen. So haben bereits die Gäste der DRK Tagespflege „Henry“ aus Finnentrop , unter Anleitung von Mitarbeiterin Carmen Fröhlich die Beteiligung zugesagt und gestalten mit großem Engagement ihre Steine. „Es wäre sehr schön, wenn möglichst viele Steine zusammenkommen, damit es um unser Haus herum richtig bunt wird! Wir möchten damit ein Zeichen der Solidarität für die betroffenen Familien setzen und sie beim Besuch unseres Hauses erfreuen.“, erklärt Christina Baer vom Deutschen Kinderhospizverein.

Das Engagement

In 30 Jahren Kinder- und Jugendhospizarbeit hat der Verein einiges bewegt und Spuren im Leben vieler Menschen hinterlassen. Weit über 1000 ehrenamtliche Mitarbeiter wurden bisher ausgebildet und begleiten die jungen Menschen mit lebensverkürzender Erkrankung im häuslichen Umfeld. Die jährlich mehr als 50 Bildungs- und Begegnungsangebote der Deutschen Kinderhospizakademie unter dem Dach des Vereins, bieten eine weitere, wichtige Unterstützung, um den Familien eine Auszeit aus Ihrem Alltag zugeben. Der Austausch und die Begegnung mit anderen Betroffenen stehen dabei im Vordergrund und schenken Mut und Trost.

Auch wenn sich die Arbeit mit Ausbruch der Corona-Pandemie verändert hat, werden aktuell weiterhin über 500 Familien an 30 Standorten bundesweit durch die ambulanten Kinder- und Jungendhospizdienste begleitet. Der nächstgelegenen Dienst befindet sich in Siegen, im Gebäude der DRK-Kinderklinik und wird am Tag des Steine-Marathons ebenfalls mit einem Infostand vor Ort vertreten sein.

Die Botschaft

Um die Zukunft dieser wichtigen Arbeit auch weiterhin zu sichern, ist der Verein auf Spenden angewiesen, mit denen er sich zu 75 Prozent finanzieren muss. „Uns ist es ein großes Anliegen, dass wir besonders jetzt für die Familien da sein können und ihnen das Gefühl geben: „Ihr seid nicht allein!“, so Martin Gierse, Geschäftsführer des DKHV.

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