Migration

Olpe: Neuer Integrationsrat wird wohl im Frühjahr gewählt

Die Wahl für den Integrationsrat der Stadt Olpe soll nachgeholt werden.

Die Wahl für den Integrationsrat der Stadt Olpe soll nachgeholt werden.

Foto: Uwe Anspach / dpa

Olpe.  Wegen Corona hat die Wahl des Integrationsrates der Stadt Olpe am Sonntag nicht stattgefunden. Vorsitzender Cevdet Aydin erklärt warum.

Am Sonntag hätte in der Stadt Olpe eigentlich auch die Wahl des Integrationsrates stattfinden sollen. Doch so weit ist es erst gar nicht gekommen. Denn bis zum Ende der Wahlausschreibung am 16. Juli sind keine Wahlvorschläge eingegangen. Doch was bedeutet das nun für die Zukunft für das Gremium? „Es gibt Überlegungen, den Integrationsrat erst einmal geschäftsführend im Amt zu lassen“, teilt Georg Schnüttgen, Leiter des Wahlamtes des Stadt Olpe, auf Anfrage unserer Zeitung mit. „Auch eine neue Wahlausschreibung steht im Raum.“

Keine gesetzliche Verpflichtung

Der Integrationsrat in der Stadt Olpe wurde im Jahr 2010 erstmals gewählt. Auch vorher wurde Integrationsarbeit geleistet, erklärt Georg Schnüttgen. Entweder in Form eines Ausländer-Beirates, wie er 2004 mal aufgestellt wurde oder auch in Form von runden Tischen. Eine gesetzliche Verpflichtung besteht für die Stadt Olpe (und für alle anderen Städte und Gemeinden im Kreis Olpe) nicht. Laut der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW) muss in einer Gemeinde, in der mindestens 5000 ausländische Einwohner ihre Hauptwohnung haben, ein Integrationsrat gebildet werden.

Bei der vergangenen Wahl im Jahr 2014 lag die Wahlbeteiligung für den Integrationsrat der Stadt Olpe bei 12,38 Prozent. Wahlberechtigt sind Menschen mit Migrationshintergrund. In der Stadt Olpe waren das 2014 insgesamt rund 3000 Menschen.

Zwölf Sitze hat der Olper Integrationsrat mit den beiden derzeit vertretenden Listen „Verschieden, gemeinsam“ und „Internationale Liste“. Vorsitzender ist Cevdet Aydin. Er erklärt im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Wahl im kommenden Frühjahr nachgeholt werden soll.

Sobald genügend qualifizierte und engagierte Kandidaten zur Verfügung stünden, wolle er sich mit der Politik wegen eines neuen Wahltermines in Verbindung setzen. „Wegen der Corona-Situation war es uns nicht möglich, Versammlungen oder Informationsveranstaltungen durchzuführen“, erklärt Cevdet Aydin. „Deswegen haben wir uns dazu entschlossen gehabt, die Wahl zu verschieben. Wir wollten das einfach nicht übers Knie brechen, sondern vernünftig machen. Das Interesse war aber groß.“

Arbeit wird weitergeführt

Ob Cevdet Aydin das Amt des Vorsitzenden, das er seit zehn Jahren inne hat, weiterführen wird, das steht noch nicht fest. Der hauptberufliche Fahrlehrer betont aber, dass er wieder zur Verfügung stehe, sollte sich kein anderer Anwärter ergeben. Zurückziehen wolle sich der derzeitige Integrationsrat nicht. Zwar würden nun vorerst keine Sitzungen stattfinden, man stünde aber als Ansprechpartner zur Verfügung, bis es einen neuen Integrationsrat gibt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben