Todesfall

Olpe: Wachmann stirbt nach Gerangel in Flüchtlingsunterkunft

Die Zentrale Unterbringungseinrichtung in Olpe „Am Finkenhagen“.

Die Zentrale Unterbringungseinrichtung in Olpe „Am Finkenhagen“.

Foto: Verena Hallermann / WP

Olpe.  In einer Flüchtlingsunterkunft in Olpe ist ein Sicherheitsmann gestorben. Nach einer Rangelei mit einem Bewohner erlitt er einen Herzinfarkt.

Nach einer Rangelei mit einem Bewohner ist am Mittwoch ein Wachmann (52) in der Zentralen Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge (ZUE) in Olpe ums Leben gekommen. Eine Obduktion habe einen plötzlichen Herztod als Todesursache ergeben, erklären Staatsanwaltschaft Siegen, Polizeipräsidium Hagen und Kreispolizeibehörde Olpe am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Der zwischenzeitlich festgenommene Bewohner wurde daraufhin aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

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Der 21-Jährige hatte sich am Mittwoch gegen 15.45 Uhr zunächst einen Streit mit einem Arzt geliefert. Nach Informationen unserer Redaktion verlangte der Bewohner Medikamente, die ihm jedoch verwehrt wurden. Der Mediziner rief daraufhin den Sicherheitsdienst zu Hilfe. Es kam zum Gerangel zwischen dem 21-Jährigen und dem 52 Jahre alten Sicherheitsmann. Anschließend verlor dieser das Bewusstsein und starb trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen noch in der ZUE. Die Obduktion habe ergeben, dass er schwer herzkrank war, teilten die Ermittlungsbehörden mit.

Weitere Auskünfte können laut Staatsanwaltschaft derzeit nicht erteilt werden. Die Ermittlungen zu dem Geschehen dauern an.

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