Ehrenamt

Olpe: Warum sich zwei Preisträger den Heimatpreis teilen

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Bürgermeister Peter Weber überreichte den ersten Heimatpreis der Stadt Olpe an Gerhard Burghaus und Hans-Jürgen Dienstuhl (von links).

Bürgermeister Peter Weber überreichte den ersten Heimatpreis der Stadt Olpe an Gerhard Burghaus und Hans-Jürgen Dienstuhl (von links).

Foto: Jörg Winkel

Olpe.  Es gab 19 Vorschläge für die neu ins Leben gerufene Ehrung. Doch das Engagement zweier davon, so die Jury, überragte alle anderen.

Es war eine Premiere am Mittwochabend im Foyer des Olper Rathauses: Erstmals wurde der Heimatpreis der Kreisstadt vergeben. Mit großer Mehrheit hatte die Jury aus 19 Vorschlägen zwei Anwärter herausgesucht und rasch beschlossen, den mit 5000 Euro dotierten Preis zu teilen. Er geht an zwei Männer, die jahrzehntelang mit ehrenamtlichem Einsatz für die Bürgerschaft gearbeitet haben.

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Bürgermeister Peter Weber berichtete, durch die Vergabekriterien werde auch der bisher vergebene „Olper Preis für interkulturelles Engagement“ in den neuen Heimatpreis integriert. „Der Heimat-Preis basiert auf einer Initiative der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, um in Kommunen den herausragenden Einsatz von Menschen für die Gestaltung der Heimat vor Ort in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Es geht um die Würdigung von außergewöhnlichem ehrenamtlichen Engagement und nachahmenswerten Praxisbeispielen im Bereich Heimat – soweit die Theorie.“ Alle 19 Vorgeschlagenen hätten die Kriterien übererfüllt, dennoch steche die ehrenamtliche Arbeit der beiden Preisträger „in einem solchen Maße hervor, dass wir uns als Jury schnell einig darüber waren, den Preis zu teilen.“

Gerhard Burghaus engagiert sich seit über 50 Jahren im Heimatverein für Olpe und Umgebung, „über lange Zeit als 1. Vorsitzender, heute als 2. stellvertretender Vorsitzender“, so Weber. Burghaus war „an zahlreichen Publikationen zur Stadtgeschichte sowie Festschriften und Artikeln zum Thema Heimat maßgeblich beteiligt und hat auch das Stadtarchiv mit seiner Arbeit weitreichend unterstützt“. Insbesondere hob Weber den Einsatz von Burghaus im Franz-Hitze-Verein hervor, wo Burghaus insbesondere bei der Einrichtung des Franz-Hitze-Pilger- und Erlebnispfades mitgewirkt hat.

Hans-Jürgen Dienstuhl, 1972 als „Buiterling“ nach Neuenkleusheim gezogen, war dort von 2004 bis 2021 Ortsvorsteher „und hat sich in dieser Funktion weit über das normale Maß für die Belange der ortsansässigen Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Institutionen eingesetzt“, lobte Weber seinen ehemaligen Deutsch- und Relligionslehrer. „Darüber hinaus engagierte sich Hans-Jürgen Dienstuhl mit weiteren Freiwilligen in der Pflege des Friedhofs und der umliegenden Wegkreuze. Sein Engagement im Laufe der Jahre umfasst ferner viele weitere ehrenamtliche Tätigkeiten, zum Beispiel als Pfarrgemeinderatsvorsitzender, Kommunionhelfer oder Lektor“. Bei aller Hilfsbereitschaft sei Dienstuhl „ein sehr bescheidener Mann. Umso mehr freut es mich, ihn heute in dieser Runde auszeichnen zu dürfen“.

Nach der Übergabe der Preise blieben die geladenen Gäste, darunter die Mitglieder der Jury, des Heimatvereins, des Franz-Hitze-Vereins und der Dorfgemeinschaft von Neuenkleusheim, in lockerer Runde im Rathausfoyer zusammen und ließen die Feierstunde ausklingen.

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