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Olper Dorf Rhode feiert Einweihung seines Kreuzweges

Dorfbewohner, Spender und Erbauer bei der feierlichen Einweihung des neuen Kreuzwegs in Rhode.    

Foto: Rudolf Grebe

Dorfbewohner, Spender und Erbauer bei der feierlichen Einweihung des neuen Kreuzwegs in Rhode.    

Rhode.   Rhoder Dorfgemeinschaft weiht neu gestalteten Kreuzweg ein. Stationsbilder erinnern an den ersten Weg von 1874. Leistung vieler Förderer

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Der Ort Rhode hat jetzt wieder einen Kreuzweg. Rund 120 Dorfbewohner, Förderer und Erbauer nahmen mit großer Freude an der feierlichen Einweihung im Rahmen einer großen Kreuzwegprozession ab der St. Cyriakus- Pfarrkirche teil. Anschließend wurde das Ereignis im Clubhaus am Sportgelände gemeinsam gefeiert.

Der erste Kreuzweg

Der erste Kreuzweg in Rhode geht auf den ehemaligen Pfarrer Joh. Jos. Schmidt zurück, der die Gemeinde von 1848 bis 1859 betreute. Die Idee wurde von seinem Nachfolger Pfarrer Joseph Cordes Cordes weiter verfolgt. Cordes konnte der bischöflichen Behörde Paderborn am 17. Juli 1874 schließlich berichten, dass die Stationshäuschen von den Rhoder Pfarrkindern ohne jede Vergütung fertiggestellt wurden.

Die Einweihung erfolgte am 4. Oktober 1874 durch Franziskanerpater Vincentius Halbfas, gebürtig aus Olpe. Schon damals spendeten die Kirchenvorstandsmitglieder Flucht aus Rhode (ehem. Hofeigentümer „Löer`s“) und Mund aus Hohl (heute Hof Stuff) jeweils einen Morgen Land mit der Maßgabe, diesen mit Fichten zu bepflanzen. Der Erlös daraus sollte in späterer Zeit der Unterhaltung des Kreuzweges dienen.

Im Zuge der Umsiedlungen aus dem Biggetal zwischen 1950 bis 1965 wurden fast alle Stationen bei der Bebauung des „Pastorsfeld“ entfernt oder verfielen mit der Zeit. Nur die erste Station „am Pfarrgarten“, in Nähe der heutigen Turnhalle, blieb erhalten und wurde als Bildstock weiter gepflegt.

An Stelle der ehemaligen 14. Station wurde 1995 durch Initiative des damaligen Ortsvorstehers Hans Werner Abel ein ähnliches Häuschen zur Erinnerung an den alten Kreuzweg errichtet und zunächst als Marienbildstock genutzt. Die Idee entstand, weil das Häuschen, ein Ausstellungsstück auf der Olper Bauausstellung „SÜBAU“, beim Ausbildungszentrum Bau aus Kreuztal erworben werden konnte.

Der damalige Leiter dieser Einrichtung Willi Faßnacht hatte den Kauf angeregt. Schon damals wurde von einigen Bewohnern gewünscht, den Kreuzweg doch wieder komplett herzurichten.

Erste Anfragen beim Rhoder Thomas Rademacher, der beim Handwerkerausbildungszentrum in Fellinghausen als Ausbilder tätig ist, ergaben, dass durchaus weitere Häuschen als „Schaustücke“ gebaut und zum „Materialpreis“ erworben werden könnten. Schwierigkeiten bei Transport, Platzwahl und Aufstellung führten aber dazu, dass zunächst keine Realisierung erfolgte.

Der neue Kreuzweg

Zu den damaligen Befürwortern gehörte insbesondere Wolfgang Bade, der hartnäckig den Gedanken weiter verfolgte. Er fand schließlich viele Förderer, die entweder eine ganze Station finanzieren oder einen entsprechenden Beitrag für die Einrichtung eines neuen Kreuzwegs leisten wollten.

Über die genaue Wegeführung wurde in mehreren Versammlungen diskutiert, zumal Barrierefreiheit für jedes Alter die Nutzung ermöglichen sollte. Der endgültige Verlauf wurde am 29. April 2015 unter großer Bürgerbeteiligung abgeschritten. Es folgten viele Gespräche mit privaten und öffentlichen Grundstücksbesitzern sowie der Stadt Olpe und der Rhoder Kirchengemeinde, die dann auch zum Erfolg führten.

Wolfgang Bade begann Mitte 2015 mit den Arbeiten (Standorte herrichten etc.) und fand viele fleißige Helfer, die sich an den Arbeitseinsätzen beteiligten oder sich auf andere Weise einbrachten.

Besonderer Dank gebührt hier den Unterstützern, z.B: Johannes u. Ralf Hachenberg, Hans Günter Huckestein, Thomas Rademacher, Fa. Forbis Rhode, Fa. Frank Clemens Bedachungen Olpe und vielen anderen.

Damit wurde es möglich, den neuen Kreuzweg ausschließlich aus privaten Mitteln einzurichten. Schon während der Bauphase nutzten viele Rhoder den Weg zur Besinnung. Die Frauengemeinschaft verlegte bereits ihren langjährig üblichen Karfreitagskreuzweg, der bisher über unterschiedliche Strecken führte, schon früh über den geplanten Weg. Die vom alten Kreuzweg übrig gebliebene erste Station aus 1874 wurde nun zur zweiten und die 1995 errichtete 14. zur 13. Station, weil der neue Weg bei der Kirche beginnt und auf dem Friedhof endet.

Bilder vom ersten Weg

Wolfgang Bade hatte die Idee, für die Stationsbilder Ablichtungen der Holzreliefs vom ehemaligen Kreuzweg aus der Pfarrkirche Rhode zu nutzen, die sich jetzt in der Filialkirche Maria-Hilf Sondern befinden. Die Frauengemeinschaft übernahm die Finanzierung dieser Aktion. Willi Rüsche erstellte und bearbeitete maßgenau passende Bilder, die dann in die einzelnen Stationen eingefügt wurden.

Bereits am Karfreitag 2017, als noch nicht alles fertig war, aber bereits alle Stationen aufgebaut waren, nahm eine große Schar Gläubiger am gemeinsamen Kreuzweg mit der Frauengemeinschaft teil. Dass dieser auch in Zukunft so gut angenommen wird, wünschen sich nicht nur Ideenverwirklicher Wolfgang Bade, sondern auch die Förderer und eine große Zahl der Rhoder Bürger.

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