Katastrophenschutz NRW

Olper Feuerwehr hilft, wo Not am Mann ist

Thomas Hengstebeck, Chef des Wasserförderzuges Olpe, wird mit seinem Team und dem leistungsfähigen Pump- und Schlauchsystem Hytrans Fire im ganzen Land NRW eingesetzt, mitunter sogar grenzübergreifend. Zuletzt beim Wassermangel in Kreuztal, davor beim Moorbrand in Meppen und dem Waldbrand in Altena.

Thomas Hengstebeck, Chef des Wasserförderzuges Olpe, wird mit seinem Team und dem leistungsfähigen Pump- und Schlauchsystem Hytrans Fire im ganzen Land NRW eingesetzt, mitunter sogar grenzübergreifend. Zuletzt beim Wassermangel in Kreuztal, davor beim Moorbrand in Meppen und dem Waldbrand in Altena.

Foto: Josef Schmidt

Olpe/Kreuztal.   Das Hochleistungs-Pump- und Schlauchssystem Hytrans Fire ist mit zwei Fahrzeugen in Olpe zu Hause.

Wenn es im Lande darum geht, in kürzester Zeit große Mengen Lösch- oder Trinkwasser zu transportieren, ist eine Spezialeinheit der Olper Feuerwehr nicht weit: „Am Freitag wurden wir von der Bezirksregierung Arnsberg zum Wasser-Leck nach Kreuztal geschickt, um zu helfen“, sagt Thomas Hengstebeck, der Chef des Wasserförderzuges. Aber nicht nur in der Nachbarschaft war die Hilfe aus Olpe gefragt, zuvor auch in Meppen beim von der Bundeswehr verursachten Moorbrand und in Altena, als ein Waldstück glühte.

„Wir wurden am Freitag gegen 13 Uhr alarmiert und sind dann mit unserem Hochleistungs-System und vier Mitgliedern der Einheit nach Kreuztal aufgebrochen“, berichtet Hengstebeck, auch im Hauptberuf Feuerwehrmann, aber bei der Berufsfeuerwehr in Hagen. Mit dabei Sebastian Ditzel, Matthias Grüber und Patrick Schneider, die wie Hengstebeck und rund 25 weitere Wehrleute zum Wasser-Förderzug des Landes gehören.

Mit zehn Mann in Kreuztal

Immer, wenn es mit den benötigten Wassermengen bei Katastrophen-Situationen hapert, ist das Hytrans Fire-System gefordert: „Mit Hilfe unserer leistungsfähigen Pumpe und einem groß dimensionierten Schlauchsystem können wir zwischen 3500 Liter und 8000 Liter pro Minute befördern.“ Eine normale Tragkraftspritze schaffe gerade mal ein Zehntel davon.

Hengstebeck, ganz nebenbei stellvertretender Kreisbrandmeister, hat den Einsatz in Kreuztal noch greifbar vor Augen: „Wir hatten dort zehn Mann an Bord, um unser Schlauchsystem mit einer Reichweite von zwei Kilometern auszulegen.“ Das sei in dem teilweise unwegsamen Gelände alles andere als ein Kinderspiel gewesen: „Die Schläuche mit einem Durchmesser von 15 Zentimeter und 50 Meter Länge haben ein ganz ordentliches Gewicht. Das Grünflächenamt und die Kreuztaler Wehr haben uns Teile des Weges erst freigeschnitten.“

Tank-Lkw für die Brauerei

Aufgabe für die Olper Einheit sei es dann gewesen, einen Bypass am Leck vorbei zum Hochbehälter zu legen, über etwa 1600 bis 1700 Meter.

Hengstebeck: „Vom Hochbehälter unterhalb vom Kindelsberg werden die Haushalte in Krombach und Littfeld versorgt.“ Von jetzt auf gleich sei das aber nicht möglich gewesen: „Unsere Schläuche mussten erst mit einer speziellen Lösung gespült werden, da sie ansonsten ja nur Löschwasser und kein Trinkwasser führen.“ Allein das habe etwa 20 Stunden in Anspruch genommen. Erst danach habe es „Wasser marsch“ geheißen.

Darüberhinaus würden immer noch mehrere Lkw mit Lebensmittel-Tanks am Olper Feuerwehrhaus mit Wasser befüllt und die Krombacher Brauerei beliefern.

Die Wasserfördereinheiten des Landes NRW, so der Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg, Christoph Söbbeler, würden im Notfall auch grenzübergreifend eingesetzt. So sei es zum Einsatz der Olper in Meppen (Niedersachsen) gekommen.

Bisher gibt es sieben Wasserfördereinheiten, die alle mit dem Hytrans Fire-System ausgerüstet sind. Ziel ist es, für jeden Regierungsbezirk in NRW zwei Einheiten zu stellen.

Für das Jahr 2019 wird angestrebt, im Regierungsbezirk Arnsberg neben Olpe eine zweite Einheit im Hochsauerlandkreis zu installieren.

Zweite Einheit im Regierungsbezirk Arnsberg kommt

Die Wasserfördereinheiten des Landes NRW, so der Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg, Christoph Söbbeler, würden im Notfall auch grenzübergreifend eingesetzt. So sei es zum Einsatz der Olper in Meppen (Niedersachsen) gekommen. Bisher gibt es sieben Wasserfördereinheiten, die alle mit dem Hytrans Fire-System ausgerüstet sind. Ziel ist es, für jeden Regierungsbezirk in NRW zwei Einheiten zu stellen. Für das Jahr 2019 wird angestrebt, im Regierungsbezirk Arnsberg neben Olpe eine zweite Einheit zu installieren - im Hochsauerlandkreis

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