Girls Day

Olper Schülerinnen räumen beim Girls Day mit Vorurteilen auf

Beim Girls Day begleiten die Teilnehmerinnen Revierleiter Christoph Weinreich in den Wald. Dort werden ihnen nicht nur die einzelnen Schritte der Holzernte  genau erläutert, die Schülerinnen dürfen auch selbst mit anpacken.

Foto: Linda Sonnenberg

Beim Girls Day begleiten die Teilnehmerinnen Revierleiter Christoph Weinreich in den Wald. Dort werden ihnen nicht nur die einzelnen Schritte der Holzernte genau erläutert, die Schülerinnen dürfen auch selbst mit anpacken. Foto: Linda Sonnenberg

Olpe/Lennestadt.   Was macht die Försterin? Zehn Schülerinnen erkunden beim Girls Day im Kreis Olpe den Landesbetrieb Wald und Holz.

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So ganz überzeugt schauten die zehn Mädchen noch nicht, als sie Christoph Weinreich in die Kimicke bei Olpe folgten. Der Revierleiter vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW nahm sich beim jährlichem Girls Day des weiblichen Nachwuchses an und erklärte, was eigentlich hinter dem Beruf des Försters steckt. Und die zehn Teilnehmerinnen aus Olpe und Lennestadt wurden direkt mit der widrigsten Herausforderung konfrontiert: dem Wetter.

War es zu Beginn noch trocken, so begann es bei der Ankunft im Wald zu regnen. Aber alle Teilnehmerinnen hatten sich schon vorher mit wetterfester Kleidung eingedeckt. Versehen mit einer Warnweste und Schutzhelmen, waren sie fertig ausgestattet, um mit Christoph Weinreich und seiner Kollegin Sigrid Krutzinna das Waldgebiet Kimicke zu erkunden.

Der jährliche Girls Day soll seit 17 Jahren Mädchen dazu animieren, sich für männergeprägte Berufsbilder zu begeistern. „Forstwirtschaft ist traditionell ein männerdominierter Bereich, ohne dass es in der heutigen Zeit hierfür sachliche oder fachliche Gründe gibt“, sagt Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW. Seit acht Jahren beteiligt sich Wald und Holz an der Initiative, um auch den weiblichen Nachwuchs auf sich aufmerksam zu machen. Im gesamten Bundesland versucht Wald und Holz NRW mit insgesamt 170 Plätzen Mädchen ab Klasse 5 den forstwirtschaftlichen Beruf etwas näher zu bringen.

Teilnehmerinnen werden selbst aktiv

Auf der interaktiven Tour entlang des Waldwegs Grenzenlos wurden die Teilnehmer zudem mit einem Maßband und einer Kluppe ausgestattet. Eine Kluppe ist ein Messinstrument, mit welchem die Mädchen den Durchmesse von gefällten Baumstämmen messen sollten.

Aber auch die einzelnen Schritte der Holzernte im Wald wurde genau unter die Lupe genommen. Angefangen beim Auszeichnen, über die Baumfällung, das Rücken, bin hin zur Aufmessung der einzelnen Stämme.

Aufgaben, denen die Mädchen mit großer Begeisterung nachgingen. Als echten Traumberuf wollte aber auch im Anschluss keine Schülerin den Försterberuf bezeichnen. Hannah Brüser vom Presseteam des Forstamts vermutet, dass auch noch viele Vorurteile mit hineinspielen: „Zum Teil sind die Arbeiten wirklich anstrengend. Durch die Technik hat sich der Beruf aber immer mehr gewandelt.“

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