Scheunenbrand

Peta-Anzeige gegen Finnentroper Schweine-Züchter

100 Schweine kamen bei dem Brand im Schweinestall ums Leben.

100 Schweine kamen bei dem Brand im Schweinestall ums Leben.

Foto: Markus Klümper

Finnentrop-Hollenbock.   Tierschützer gehen davon aus, dass aufgrund mangelnder Brandschutzmaßnahmen der Tod der Schweine billigend in Kauf genommen worden ist

Die Tierschutzorganisation Peta hat bei der Staatsanwaltschaft in Siegen Anzeige gegen den Schweine-Züchter in Hollenbock erstattet, auf dessen Hof in der vergangenen Woche 100 Schweine ums Leben gekommen sind. Nach Ansicht von Peta hat der Züchter aufgrund unzureichender Brandschutzmaßnahmen möglicherweise billigend in Kauf genommen, dass die Schweine bei einem Feuer qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen. Die Tierschütze kritisieren, dass Brand- oder Rauchmelder in Tierställen keine Pflicht seien.

In den bestehenden Brandschutzverordnungen sei der Schutz der Tiere so gut wie nicht geregelt. „Zudem werden selbst diese unzureichenden Schutzmaßnahmen in der Praxis meist nicht umgesetzt. Durch eine kritische Lage der Löschwasserversorgung kommt es bei derartigen Bränden häufiger zu Zeitverzögerungen, die eine Rettung der Tiere verhindern. Es ist noch zu ermitteln, ob dies beim aktuellen Einsatz auch der Fall war“, so Peta in einer Presseerklärung.

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