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Plan für den Attendorner Schützenpark

Zugewuchert und bewachsen: Der Schützenpark in Attendorn soll neu konzipiert werden

Zugewuchert und bewachsen: Der Schützenpark in Attendorn soll neu konzipiert werden

Foto: Flemming Krause

Attendorn.   Aktueller Zustand des Schützenparks an der Stadthalle ist vielen Attendornern Dorn im Auge. Arbeiten sollen zum Stadtjubiläum abgeschlossen sein

Die Wege sind zugewachsen und verwildert, von Beleuchtungen oder gar schönen Aufenthaltsecken fehlt jede Spur. Kurzum: Der Schützenpark an der Stadthalle ist vielen Attendornern ein Dorn im Auge. „Von hier aus sollten wir eigentlich einen wunderbaren Blick auf unsere Stadt genießen können, doch dieses Potenzial liegt seit Jahrzehnten brach“, ärgert sich Bürgermeister Christian Pospischil. Weil das Areal nicht dauerhaft, wie er sagt, sein Potenzial verspielen dürfe, plant die Verwaltung an dieser Stelle einen schönen, offenen und einladenden Bürgerpark zu errichten. Aus diesem Grund hatte sie bereits ein Landschaftsarchitektenbüro aus Bielefeld mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie beauftragt.

Die Ergebnisse, die den politischen Gremien in Attendorn im Spätsommer 2018 vorgestellt wurden, präsentierten am Mittwochabend Martin Plückebaum, Umweltbeauftragter der Stadt, Christian Pospischil und Baudezernent Carsten Graumann im Stadthallen-Restaurant. Hierher hatte die Verwaltung zu einer Infoveranstaltung und zwecks öffentlicher Beteiligung geladen. Die etwa 40 Gäste, vor allem Anwohner, ließen durchblicken, dass sie an der grundsätzlichen Idee Gefallen finden, doch sie äußerten auch Bedenken und Sorgen. Dazu später mehr.

Die Ergebnisse

Zunächst stellte Martin Plückebaum den Zuhörern vor, wie ein Bürgerpark, trotz seiner steilen Topographie, später ausschauen könnte. Dazu gehörten etwa Terrassierungen, die beispielsweise für größere Veranstaltungen genutzt würden. Möglicherweise auch von der Schützengesellschaft, die mit dem Gedanken spielt, ihr großes Fest an die Stadthalle zu verlagern. Bekanntlich haben sich Schützen an ihrem jetzigen Standort, der Vogelsruthe am Waldenburger Weg, Probleme mit der Zuwegung.

Wichtig sei zudem die Schaffung offener Parklandschaften mit großen Bäumen unter Einbeziehung des Artenschutzes. „Das ist mir ganz wichtig, wir dürfen die Tier- und Pflanzenwelt nicht vergessen“, betonte Plückebaum, der sich dabei die Anpflanzung von heimischen, gleichwohl aber auch von exotischen Bäumen und Sträuchern (etwa den Taschenbuchbaum) vorstellen kann. Zudem müssten die Wege breiter, sicherer und vor allem ausgeleuchtet sowie an das Straßen- und Wegenetz angebunden werden. „Das ist eine Fläche, die sich im Dornröschenschlaf befindet und endlich geweckt werden muss“, schloss Plückebaum seinen Vortrag. Nicht vergessen dürfe man dabei, dass es einen zentralen Park in der Hansestadt nicht gebe. Dieser Bürgerpark würde eine Lücke schließen.

Die Sorgen und Ängste

Auf den Artenschutz ging schließlich auch Anwohner Rudolf Heller ein. Er sagte: „Ich gebe zu Bedenken, dass sich im Schützenpark Igel und Co. angesiedelt haben. Diesen Lebensraum würden wir mir großer Wahrscheinlichkeit vernichten. Wir würden viel Natur aufgeben, um Kultur zu schaffen.“ Bürgermeister Pospischil ging auf diese Bedenken ein und beruhigte: „Natürlich wird es auch künftig Bereiche geben, wo die Natur sich selbst überlassen bleibt.“ Ein anderer Anwohner teilte seine Sorgen mit, dass es durch einen neuen Park zu einem erhöhten Park- und Verkehrsaufkommen kommen könnte.

Wiederum eine andere Anwohnerin machte auf den Vandalismus aufmerksam und darauf, dass der Park regelmäßig von Jugendlichen aufgesucht würde, die nicht gerade leise seien und viel Dreck und Müll hinterließen. Zudem wurde kritisierte, dass die Stadt den Park in den vergangenen Jahren hat verkommen lassen. Daher betonte Theo Springob: „Das wichtigste wird sein, dass der künftige Park sauber gehalten wird.“ Christian Pospischil ging auch darauf ein und sagte, dass man sich natürlich auch Gedanken um die Sicherheit und Sauberkeit machen würde. Doch soweit sei man noch nicht, denn erst einmal müsse dieser Bürgerpark auch beschlossen werden.

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