Vorwurf Insolvenzverschleppung

Politischer Streit um Privatinsolvenz auf der Hohen Bracht

Die Hohe Bracht nach der Insolvenz des Pächters.

Die Hohe Bracht nach der Insolvenz des Pächters.

Foto: Volker Eberts / WP

Kreis Olpe.  Im Kreistag wurde am Montag heftig über die Privatinsolvenz von Dalibor Divkovic gestritten. Hat der Kreis rechtzeitig informiert?

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Die Privatinsolvenz des ehemaligen Pächters der Hohen Bracht, Dalibor Divkovic, hatte ein politisches Nachspiel im Kreisausschuss. Fred Josef Hansen, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag, stellte zunächst den Verdacht einer Insolvenzverschleppung durch die Vermögensverwaltungsgesellschaft (VVG) des Kreis Olpe in den Raum. Später nahm er die Äußerung aber wieder zurück und begnügte sich mit dem Vorwurf, der Kreis Olpe habe seine politischen Gremien zu spät über die wirtschaftliche Schieflage informiert.

In dem zehn Punkte umfassenden Fragenkatalog hatte Hansen die Vermutung geäußert, dass die von der VVG geforderte Pacht angesichts von Lage und Infrastruktur der Hohen Bracht unrealistisch sei und gefragt, ob mittlerweile über neue Konzepte nachgedacht werde. Er erinnerte an den Vorschlag der Grünen, die Hohe Bracht als biologische Station in Verbindung mit einem sozialen Träger im gastronomischen Bereich zu betreiben.

Landrat Beckehoff, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der VVG ist, wies darauf hin, dass die Privatinsolvenz des Pächters für alle überraschend gekommen sei. Im übrigen habe nicht Divkovic, sondern ein Gläubiger den Antrag für die Insolvenz gestellt. Bis zum 23. Juli hatten Aufsichtsrat und Brauerei in Zusammenarbeit mit Gastro- und Marketingexperten an einer Weiterentwicklung des Konzepts gearbeitet. Kreisdirektor Melcher deutete an, dass man Divkovic bei den von Hansen als viel zu hoch bezeichneten Pachtbeträgen entgegen gekommen sei.

Beckehoff betonte, dass die VVG nach wie vor davon überzeugt sei, die Hohe Bracht als Gastronomiebetrieb zu verpachten.

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