Immobilien

Preise steigen immer weiter

Der Preis für einen Bauplatz varriert im Kreis Olpe deutlich. Der Quadratmeter kostet zwischen 130 (Olpe) und 58 Euro (Kirchhundem).

Foto: Armin Weigel

Der Preis für einen Bauplatz varriert im Kreis Olpe deutlich. Der Quadratmeter kostet zwischen 130 (Olpe) und 58 Euro (Kirchhundem). Foto: Armin Weigel

Kreis Olpe.   Je nachdem, wo man im Kreis Olpe wohnt, kann Bauen und Wohnen teurer oder billiger sein. Da gilt für Wohnungen ebenso wie für Grundstücke.

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Die Preise für Immobilien, Eigentumswohnungen und Bauland hat der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Olpe in seinem Grundstücksmarktbericht 2017 veröffentlicht. Die aktuelle Zusammenstellung, bezieht sich auf die Auswertungen des Grundstücksmarktes im Jahr 2016 und informiert über die Preisentwicklung innerhalb des Kreises Olpe.

Rückgang in Drolshagen

Im Jahr 2016 wurden im Kreisgebiet insgesamt 1353 Kaufverträge für Immobilien abgeschlossen, 132 mehr als im Vorjahr. Nach dem Rückgang des Marktgeschehens im Jahr 2015 infolge der Erhöhung der Grunderwerbssteuer pendeln sich die Verkäufe nun wieder auf ein mittleres Niveau ein.

Die in den vergangenen Jahren zu beobachtende Konzentration des Marktgeschehens auf den Süd- bzw. Westkreis mit Olpe-Wenden-Drolshagen und Attendorn ist im Immobilienmarkt des vergangenen Jahres nicht mehr so deutlich zu erkennen. Aktuell zeigt sich hier eine tendenziell gleich­mäßigere Verteilung der Verträge auf das gesamte Kreisgebiet.

Der Anstieg der Zahl der Immobilienkäufe war in Olpe, Wenden und Kirchhundem deutlicher als in den übrigen Regionen. In Drolshagen ist die Anzahl der Kauffälle sogar gesunken. Beim Geldumsatz ist das Übergewicht von Süd-/Westkreis zur übrigen Region nach wie vor stark ausgeprägt.

Kirchhundem ist preiswert

Für eine neue Eigentumswohnung gaben die Käufer im Durchschnitt 231 000 Euro und damit etwas weniger als Im Jahr zuvor aus. Trotzdem ist darin kein Rückgang des Preisniveaus zu erkennen, weil sich die Durch­schnitts­preise aktuell aus einem flächendeckenden Angebot im Kreisgebiet ableiten. Im Vorjahr hatte sich die Ermittlung der Preise nur auf Verkäufe aus den hochpreisigen Regionen von Olpe und Attendorn bezogen. Die hohe Nachfrage nach Wohnungseigentum, vor allem in den Innenstadt­lagen, führte besonders in Olpe und Attendorn zu einem fortgesetzten Preisanstieg, wobei der Abstand zu den übrigen Städten und Gemeinden zum Teil gravierend ausfällt. Die durchschnitt­liche Wohnfläche beträgt kreisweit 84 Quadratmeter.

Besonders teuer sind Eigentumswohnungen weiterhin in Attendorn und Olpe. Hier sind die Preise sogar noch weiter angestiegen und erreichen Mittelwerte von über 3000 Euro in Olpe und nahezu 2900 Euro in Attendorn. In Einzelfällen werden diese Durchschnittswerte deutlich überschritten. Dagegen liegt der Vergleichswert in Finnentrop bei 2133 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Die Preise für den Quadratmeter Wohnbauland weichen zwischen den einzelnen Kommunen deutlich voneinan­der ab. Am teuersten sind Attendorn und Olpe mit 120 bzw. 130 Euro, am billigsten ist Bauland in Kirchhundem (58 Euro). Die übrigen Kommunen rangieren zwischen diesen Preisen.

Die Anzahl der Verkäufe von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken ist von Jahr zu Jahr großen Schwankungen unterworfen. Der Durchschnittspreis für land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke war in den Vorjahren vergleichsweise konstant, liegt aber nun für Acker-/Grünland (mit lokalen Unterschieden) aktuell bei 2,27 €/m² und bei 0,60 €/m² für Wald ohne Aufwuchs. Das ist gleichzeitig - genau wie 2015 - auch der Bodenrichtwert für Waldflächen ohne Bewuchs.

Moderat erhöhte Preise

Die vereinzelt moderat erhöhten Bodenrichtwerte für landwirtschaftliche Flächen liegen zwischen 1,70 Euro in Kirch­hun­dem und Olpe und zwei Euro in Attendorn.

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