Diakonenweihe in Attendorn

Priester als Teamplayer

Unser Bild entstand vor dem Pfarrhaus in Attendorn und zeigt im Vordergrund die zukünftigen Diakone (v.l.) Johannes Sanders, Daniel Wäschenbach und Christian Schmidtke. Im Hintergrund Dechant Andreas Neuser und Subregens Michael Kammradt.

Foto: Meinolf Lüttecke

Unser Bild entstand vor dem Pfarrhaus in Attendorn und zeigt im Vordergrund die zukünftigen Diakone (v.l.) Johannes Sanders, Daniel Wäschenbach und Christian Schmidtke. Im Hintergrund Dechant Andreas Neuser und Subregens Michael Kammradt. Foto: Meinolf Lüttecke

Attendorn.   Dorfpfarrer, die nebenbei auch Bienen züchten, gehören der Vergangenheit an. Heutige Seelsorger sind eher als Teamplayer im Einsatz.

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In diesem Jahr findet die Diakonenweihe am Samstag, 6. Mai, um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist statt. Drei junge Männer, Johannes Sanders (26) aus Neheim, Christian Schmidtke (30) aus Arnsberg, und Daniel Wäschenbach (26) aus Bielefeld werden dann in einem feierlichen Gottesdienst in diesen besonderen Dienst der Kirche aufgenommen.

Die Diakonenweihe ist die Vorstufe zur anstehenden Priesterweihe im kommenden Jahr. Der Weiheliturgie steht der emeritierte Weihbischof Manfred Grothe (Paderborn) vor, der die drei Kandidaten durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen weihen wird. „Für unsere Kirchengemeinde ist es eine Ehre, Gastgeber für dieses Ereignis zu sein“, sagt Attendorns Pfarrer und Dechant Andreas Neuser im Hinblick auf diesen besonderen Tag.

Feierliche Dankvesper

Im Anschluss an die Weiheliturgie findet ein Empfang im Foyer des St.- Ursula-Gymnasiums statt. Der Tag in Attendorn endet mit einer feierlichen Dankvesper, die die neugeweihten Diakone mit ihren Gästen um 15 Uhr wieder in der Pfarrkirche feiern. Daniel Wäschenbach, der zu den Weihekandidaten gehört, ist bereits seit Oktober des vergangenen Jahres in der Hansestadt, unterrichtete während seines Schulpraktikums an der Sonnenschule und wird auch nach der Weihe zum Diakon ab 22. Mai sein Diakonatspraktikum hier absolvieren. Dann darf der gebürtige Bielefelder, der in Paderborn und Wien studierte, bereits Trauungen, Taufen und Beerdigungen eigenständig durchführen sowie in der heiligen Messe, der allerdings immer noch ein Priester vorsteht, predigen. Die jungen Männer sagen überzeugt, dass der Priesterberuf ein schöner Beruf ist und stellen sich vor, in der Zukunft als Teamplayer tätig zu sein. Sie möchten dabei die Fähigkeiten anderer Menschen entdecken und ihnen Aufgaben übertragen.

Im Pressegespräch legte sie eine gewisse Aufbruchstimmung an den Tag. Die angehenden Diakone möchten ein neues Bild von Kirche abgeben. Den Dorfpfarrer, der nebenbei noch seine Bienen züchtet, wird es demnach nicht mehr geben, war man sich einig.

Neues Ausbildungskonzept

Subregens Michael Kammradt (Paderborn) gab einen Einblick in die Priesterausbildung und sagte, dass „die Priesterseminare Paderborn, Fulda und Erfurt im neunten Jahr den Weg des Pastoralkurs gemeinsam gehen. An erster Stelle des gemeinsamen Ausbildungskonzeptes steht die Vernetzung der einzelnen Seminare, die durch die Kooperation ihre je eigenen Schwerpunkte ausbauen und in die Ausbildung mit einfließen lassen. Das heißt für die Kandidaten des Pastoralkurses, dass man sich ab jetzt nicht mehr nur im eigenen Seminar und damit innerhalb der Diözese bewegt, sondern wächst darüber hinaus mit den Seminaristen der anderen Diözesen zu einem gemeinsamen, interdiözesanen Pastoralkurs zusammen.“

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