Interview

Protest erfolgreich

Frauke Nolting ist Sprecherin der Protestgruppe Unitymedia.

Foto: Josef Schmidt

Frauke Nolting ist Sprecherin der Protestgruppe Unitymedia. Foto: Josef Schmidt

Drei Fragen an Frauke Nolting, Sprecherin der Protestgruppe Unitymedia.

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Unitymedia hat die zugesagten Arbeiten im Kreis Olpe abgeschlossen. Welche Bilanz ziehen Sie aus Sicht Ihrer Protestgruppe?

Auf jeden Fall kann ich das Resümee ziehen, dass unsere Protestgruppe erfolgreich war. Ich bin mit der Entwicklung sehr zufrieden. Es hat sich gezeigt, dass man mit einer Gruppe mehr Druck aufbaut. Durch die Gruppe haben wir erreicht, dass Unitymedia uns endlich gehört hat und die Störungen, die ja teilweise über Jahre aufgetreten sind, effektiv angegangen ist. Das haben die Leute hier auch gespürt. Wir sind mit unserem Büro selbst Unitymedia-Kunden und können bestätigen, dass sich die Lage deutlich verbessert hat. Wir verzeichnen so gut wie keine Ausfälle mehr.

Was wäre passiert, wenn es Ihre Protestgruppe nicht gegeben hätte?

Ich kann mir vorstellen, dass nicht mit Hochdruck an den Netzproblemen gearbeitet worden wäre. Unitymedia hätte sicherlich irgendwann reagiert, aber nicht mit einem solchen Aufwand. Es waren immerhin rund 750 000 Euro.

Wie viele Leute, schätzen Sie, haben Unitymedia den Rücken gekehrt im Kreis Olpe?

Das waren einige. In Zahlen kann ich das natürlich nicht benennen, aber mir haben einige geschrieben, dass sie die Nase voll hätten und zur Telekom zurückgekehrt sind. Es gab auch einige, die massive Probleme beklagt haben, aus ihren Verträgen heraus zu kommen. Da hat sich Unitymedia offenbar häufig bockbeinig gestellt, obwohl die Leute ja gute Gründe hatten, zu kündigen. Das hätte Unitymedia verhindern können, wenn sie die Leute von Anfang an ernst genommen hätten.

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