Kultur

Publikum einig: Hauptsache wieder Theater im PZ Meggen

130 Zuschauer kamen in Coronazeiten zum Auftakt der Spielzeit.

130 Zuschauer kamen in Coronazeiten zum Auftakt der Spielzeit.

Foto: Barbara Sander-Graet

Meggen.  Auftakt in eine besondere Spielzeit. Wie der Re-Start bei der Kulturgemeinde Hundem-Lenne gelang und was das Publikum sagt

„Endlich wieder Theater!“ Nicht nur Bärbel Schulte und ihr Mann freuen sich am Freitagabend vor dem PZ Meggen auf dem kommenden Abend. „Nach den langen Monaten ohne Kultur wäre sogar egal gewesen, was heute gezeigt wird. Hauptsache, die Kulturgemeinde Hundem-Lenne kann wieder starten.“

Wie das Ehepaar aus Hofolpe dachten auch die anderen 128 Zuschauer, die am Freitagabend geduldig in der Schlange vor dem PZ standen und auf Einlass warteten. „Wir wollen mit unserem Theaterbesuch auch die Schauspieler unterstützen“, so Manfred und Iris Schulte aus Schmallenberg: „Wir sind treue Gäste der Veranstaltungen der Kulturgemeinde und das seit Jahren.“

Glückliches Publikum

Die beiden Ehepaare Schulte gehören an diesem Abend, eine Stunde vor Beginn der Aufführung, zu den ersten Gästen. Am Eingang stehen Lucas Jonny Boehm und Jürgen Kalitzki. Vor ihnen liegen Listen mit Namen und Adressen. Rund 200 Abo-Kunden könnten heute theoretisch zur Vorstellung von „Der tollste Tag oder Figaros Hochzeit“ kommen. „Einlass gibt es heute nur für Abonnenten. Karten wurden nicht frei verkauft“, so die beiden Männer.

„Alle Abo-Inhaber sind mit Adresse und ihrer Sitzplatznummer aufgelistet“, erklärt Petra Zimmermann vom Vorstand das organisatorische Vorgehen. „Wer kommt, muss sich hier melden und wird abgeharkt. Hat jemand seine Karte weiter gegeben, werden die Personalien der Ersatzperson dokumentiert, damit wir immer eine Rückverfolgung möglich machen können.“

Das Foyer muss jeder zunächst mit Maske betreten. Ein Desinfektionsspender steht im Eingang bereit, dazu ein großer Aufsteller, der nochmals alle Hygienemaßnahmen beschreibt. Alle warten geduldig mit gebührendem Abstand und auch die Masken werden ohne Unterlass bis zum Platz getragen. Hier dürfen sie während der Vorstellung abgenommen werden.

Viel Arbeit im Vorfeld

In der Pause greift ebenfalls das Hygienekonzept. Getränke gibt es nur in Flaschen. Der Snack ist verpackt und es gilt: Abstand halten. Die Sitzordnung im Saal selber ist auch genau durchdacht. „Paare und Familie dürfen hier heute Abend zusammen sitzen. Zu Einzelpersonen oder anderen Paaren und Familien werden immer Plätze frei gelassen“, erzählt Paul-Wilhelm Thiel, Urgestein des Vorstandes, die Aufteilung im Saal. Für den Vorstand und die Beiratsmitglieder bedeutete der Abend im Vorfeld viel Arbeit. „Allein die freien Plätze zu kennzeichnen und die Absperrungen anzubringen bedeutete einige Stunden Arbeit“, ergänzt Petra Zimmermann: „Und das alles ehrenamtlich.“

Doch nicht nur die Zuschauer danken den Organisatoren, sondern auch die Schauspieler. Für sie war es nach langer Zwangspause die erste Vorstellung. Daher probten sie schon ab dem frühen Nachmittag und begrüßten die Gäste persönlich von der Bühne aus –natürlich mit dem notwendigen Abstand, bevor sich um kurz nach 20 Uhr der Vorhang zur neuen Spielzeit hob.

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