Friedensgebet im Rathaus

Religionen setzen in Lennestadt Zeichen für Frieden

Menschen unterschiedlicher Religionen folgen erneut der Einladung zum Friedensgebet im Ratssaal Lennestadt.

Menschen unterschiedlicher Religionen folgen erneut der Einladung zum Friedensgebet im Ratssaal Lennestadt.

Foto: Nicole Voss

Altenhundem.  Für Frieden und Toleranz warben im Lennestädter Rathaus gemeinsam Menschen mehrerer Religionen.

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Mit ihrer Anwesenheit setzten am Dienstagabend Menschen verschiedener Religionen im voll besetzten Ratssaal der Stadt Lennestadt ein sichtbares Zeichen für den Frieden und ein friedliches Zusammenleben in Lennestadt und auf der ganzen Welt. Im Mittelpunkt standen dabei auch die Begegnung und der Austausch zwischen den Menschen unterschiedlicher Herkunft.

Arbeitskreis für Integration

Die Veranstaltung wurde vom Arbeitskreis für Integration der Stadt Lennestadt organisiert. Dessen Vorsitzender Nedim Kalembasi machte in seiner Begrüßung deutlich, dass Integration nur durch Dialog, Toleranz und Sport möglich sei. Kalembasi rief die Anwesenden auf, Nein zu Feindlichkeit, Polarisierung und Monokulturen zu sagen. Im Anschluss stellte Kemal Tosun die alevitische Gemeinde mit Sitz in Maumke kurz vor, bevor er gesanglich mit Gitarre seine Eigenkomposition „Freundschaft schließen, Miteinander leben“ zum Besten gab.

Menschen müssen zusammen rücken

Imam Yusuf Pali, dessen Worte von Nihat Ceylan übersetzt wurden, sagte, dass Gott allen Menschen die Erde gegeben habe, in unterschiedlichen Ländern. „Kein Mensch soll wegen Krieg und Hunger sterben und sein warmes Zuhause verlassen müssen. Unter den Ländern solle Brüderlichkeit herrschen.“ Imam Mali aus Köln betonte, dass die Menschen Dank der fortgeschrittenen Technik näher zusammen gekommen seien. „Statt sich zu vereinen, herrschen Hass und Grausamkeiten. Umso wichtiger ist es, zusammen zu rücken, auch bei Meinungsverschiedenheiten.“ Dem Islam werde viel untergeschoben. Islam heiße Frieden und lehre Frieden und Liebe zu den Mitmenschen. Barmherzigkeit sei neben der Gerechtigkeit die wichtigste Tugend. Der Islam verbiete Blut vergießen. „Wir sollten nicht nur im eigenen Umfeld für Frieden eintreten, sondern in der ganzen Welt“, appellierte Imam Mali.

Pastor Dr. Jörg Ettemeyer betonte beim Blick in den Ratsaal: „Ich fühle mich wohl in diesem Kreis“, und er mahnte, dass zum Begriff Frieden auch die Gerechtigkeit gehöre. Auf das Ziel, das wir nicht erreichen können, sollten wir mit ganzer Kraft hinarbeiten. Pfarrer Ludger Wollweber zitierte den Geophysikers, Vulkanologen und Astronauten Alexander Gerst: „Wir haben nur diese eine Welt, auf der wir miteinander leben.“ Das Friedensgebet wurde musikalisch und von einer Bilderausstellung von Sami Geberemariam abgerundet.

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