Einweihung

Restaurierte Orgel in Drolshagener Kirche eingeweiht

Weihbischof Matthias König (Mitte) segnet die retaurierte Orgel in der alten Clemens-Basilika.

Foto: Nicole Voss

Weihbischof Matthias König (Mitte) segnet die retaurierte Orgel in der alten Clemens-Basilika. Foto: Nicole Voss

Drolshagen.   Mit der Einweihung der restaurierten Orgel in der Drolshagener Clemens-Basilika ist die Sanierung der kleinen Kapelle entgültig abgeschlossen.

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Die Blicke der Kirchenbesucher, des Weihbischofs Matthias König, der die Einweihungsmesse der Orgel zelebrierte, Pfarrer Markus Leber und der weiteren Geistlichen am Sonntag in der Clemens-Basilika Drolshagen gingen allesamt nach oben zur neuen Orgel.

Das renovierte Schmuckstück zauberte ein wunderbares Klangbild in die 1000 Jahre alte Kirche. Verantwortlich für die Hörgenüsse war Thomas Grütz. Der Organist strahlte sichtlich, als er das Schmuckstück schon vor Beginn der Messfeier ausprobierte. „Die Register sind von 18 auf 30 erweitert worden. Das gewährleistet viel mehr Klangfarben und Klangfülle“, erklärte er. Mit der Einweihung der Orgel wurden die Restaurationsarbeiten in der kleinen Kirche abgeschlossen. Der Abschluss der Arbeiten war bereits im Dezember 2017 geplant. Die Arbeiten zogen sich aber noch etwas hin. Der vierte Fastsonntag, „Laetare“, der am Sonntag auf dem Kalender stand und für die Christen ein Aufatmen in der strengen Fastenzeit bedeutet, schien genau das richtige Datum zu sein.

Langwieriges Projekt

Wie Pfarrer Markus Leber in seiner Begrüßung erklärte, wurde aus „Laetare Jerusalem“ (Freue Dich Jerusalem) am Sonntag „Freue Dich Clemens-Gemeinde“. In seinem Grußwort in der eigens zur Orgelweihe herausgebrachten Festschrift blickt Pfarrer Leber zurück auf den langen Weg, von den ersten Restaurationsgedanken bis zum Abschluss der Arbeiten. Er sagte: „Als ich vor 22 Jahren nach meiner Priesterweihe meine Pfarrerstelle in Olpe antrat und ab und an in Drolshagen aushalf, war die Orgel bereits ein Thema. Als Paul Römer das Amt des Vorsitzende des Orgelförderkreises bekleidete und Gerhard Scheidt Organist war, wurde schon darüber gesprochen.“ In seinem Grußwort zur Orgelweihe schreibt Pfarrer Leber: „In den letzten Jahren haben viele Menschen, vor allem durch Spenden dazu beigetragen, die Finanzierung der Basilika- und Orgelrenovierung zu schultern und tragen auch jetzt dazu bei, dass wir in absehbarer Zeit die neue Kirche, also den Anbau aus den 60er Jahren und die Umsetzung der Orgel aus dem ehemaligen Palotti-Haus in unsere Pfarrkirche finanzieren können.“

Dank an die Förderer

In diesem Zusammenhang wolle er dem ehemaligen Orgelförderkreis danken, der schon vor mehr als 20 Jahren begonnen habe, das Thema Orgelneubau in der Gemeinde präsent zu machen und Spenden zu sammeln.

Der Geistliche räumte am Sonntag ein, dass die Diskussionen mit dem Orgelförderkreis um die Orgelrestaurierung nicht immer spannungsfrei gewesen seien, aber das sei Vergangenheit. Der Orgelförderkreis hatte sich im Jahr 2015 aufgelöst und die gesammelten Spenden zur Verfügung gestellt. „Mit Blick auf die neue Kirche bitte ich weiter um Ihre Großherzigkeit“, so Pfarrer Leber, dessen Bitte darauf abzielt, die Renovierung der neuen Kirche, die mit rund 350 000 Euro zu Buche schlägt, ebenfalls zu schultern.

100 000 Euro von dieser Summe seien bereits vorhanden. Zu Beginn der Messfeier sagte Paderborns Weihbischof Matthias König: „Der Klang der Orgel preise Dich unser Schöpfer“. Danach segnete er die Orgel.

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