Technik-Camp

Roboter gegen Roboter in der Lewa Attendorn

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Alle Augen nach unten: Auf einem mit Klebeband erstellten Parcours testen die Technik-Camp-Teilnehmer die Funktionalität und Schnelligkeit ihres selbstgebauten Roboters.

Alle Augen nach unten: Auf einem mit Klebeband erstellten Parcours testen die Technik-Camp-Teilnehmer die Funktionalität und Schnelligkeit ihres selbstgebauten Roboters.

Foto: Nicole Voss

Attendorn.   Teilnehmer des Technik-Camps aus den Herbstferien kommen erneut zusammen und überprüfen, wie schnell ihre Maschinen sind. 2019 geht es weiter.

Stolz blickt Malte Nicklaus auf seinen Roboter „Evo II“. Der Schüler mit Wohnort in Rinscheid hat den kleinen, flinken und orangestrahlenden Roboter gemeinsam mit elf weiteren Mädchen und Jungen in den Herbstferien in der Lewa in Attendorn gebaut.

Am Freitag folgt die Entscheidung: Nach dem Technik-Camp in den Herbstferien trafen sich die Teilnehmer wieder, um zu überprüfen, wie funktional und schnell ihre Roboter den mit Klebeband erstellten Parcours samt eingebauter Hindernissen meistert.

Felix Kersting, Technischer Entwickler bei der Lewa, der den Rundkurs mit Azubis erstellte, gab letzte Tipps: „Nach einer Proberunde folgen zwei Zeitrunden, bei denen die bessere Zeit gewertet wird. Wichtig ist die Rampe langsam anzufahren und dann zu beschleunigen. Das Wellblech sollte auch nicht zu schnell angefahren werden. Wer mit mehr als der Hälfte seines Roboters über die Linie fährt, erhält eine Strafsekunde.“

Topzeit weit unterhalb einer Minute

Felix Kersting legte vor. Das Ergebnis: 1,12 Minuten. Azubi Erik Simon toppte das mit dem Streckenrekord von 48 Sekunden. Bevor sich die kleinen Boliden auf die Strecke begaben, checkten die Jugendlichen noch einmal die Funktionalität. Bei Problemen mit der Steuerung über das Handy half Felix Kersting auf die Sprünge und erklärte, worauf es beim Bau ankam: „Die Feinmechanik in Verbindung mit der 3D-Drucktechnik ist empfindlich für statische Ladung. Das kann den Mikro-Kontroller im Zweifelsfall zerstören. Die Elektronik, die darin steckt, ist erweiterbar, beispielsweise mit einer Kamera.“

Für den Nicht-Technik-Freak eher böhmische Dörfer. Für die Teilnehmer des Technik-Camps, die drei Tage jeweils fünf Stunden an ihrem Roboter bastelten und ihn anschließend mit einer speziellen App auf dem Handy verbinden konnten, eine interessante Herausforderung.

Im Gespräch mit unserer Zeitung blickte Malte Nicklaus zurück auf seine erste Begegnung mit dem nicht fertigen „Evo II“. er erinnert sich: „Vor uns lag ein Bausatz, bestehend aus Platinen, Batteriefächern, Seitenhaltern, Gummiaugen und einigem mehr. Von der Plattform aus haben wir uns nach oben vorgearbeitet. Bei falsch angebrachten Kabeln funktionierte nichts.“

Zahl der Camps wird erhöht

Das Problem tauchte zumindest am Ende nicht mehr auf. Und wie war das Technik-Camp? „Ich fand es spannend und interessant und würde gerne noch einmal teilnehmen“, so Malte Nicklaus.

Die Gelegenheit ist günstig. Im kommenden Jahr erhöht die Lewa die Zahl der Camps und bietet in den beiden Osterferienwochen, in den ersten beiden Wochen der Sommerferien und in beiden Herbstferienwochen die Möglichkeit der Teilnahme an.

Das Technik-Camp I ist für Schüler der sechsten und siebten Klasse geeignet und für das Technik-Camp II sollten sich Schüler der achten und neunten Klassen anmelden, erklärt Ansprechpartnerin Kathrin Wacker-Bieker.

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