Buch-Tipp

Schreibblockaden lösen nach Olper Art

Für alle, die etwas schreiben müssen eine Qual: die Schreibblockade. Daniel Fitzke erklärt in seinem Buch, wie mit ihr umzugehen ist und dass es sie eigentlich gar nicht gibt.

Für alle, die etwas schreiben müssen eine Qual: die Schreibblockade. Daniel Fitzke erklärt in seinem Buch, wie mit ihr umzugehen ist und dass es sie eigentlich gar nicht gibt.

Foto: Fabian Sommer

Lennestadt/Kreis Olpe.   Daniel Fitzke aus Altenhundem weiß, wie man Schreibblockaden lösen kann. Donnerstag, 6. September erscheint sein Buch darüber.

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Auf dieses Buch haben alle Schreiberlinge gewartet, Autoren, Schüler, Studenten, Blogger, Referenten, eigentlich alle, die ein Manuskript, eine Geschichte, einen Roman oder eine wissenschaftliche Arbeit verfassen wollen oder müssen, plötzlich nicht mehr weiter wissen und mehr oder weniger verzweifeln, je nachdem, wie lange es noch bis zum Abgabe- oder Druckdatum ist.

Wie man aus dieser Sackgasse wieder heraus kommt, das beschreibt Autor Daniel Fitzke aus Altenhundem in seinem Erstlingswerk „Schreibblockaden lösen“, das am kommenden Donnerstag, 6. September, erscheint.

Vor die Füße gefallen

Der 49-Jährige Betriebswirt für Marketing und Kommunikationsmanager ist seit vielen Jahren Pressesprecher der Sparkasse ALK, macht seit 25 Jahren PR- und Pressearbeit und ist ein „leidenschaftlicher Kommunikator in Schrift und Bild“, wie er sich selbst einschätzt.

Gute Voraussetzungen, um irgendwann mal ein Buch zu schreiben, wenn man die passende Idee hat. „Das Thema Schreibblockaden ist mir so vor die Füße gefallen“, sagt der gebürtige Duisburger.

Herumlaufen und essen

Sein Schlüsselerlebnis war ein Interview mit der amerikanischen Regisseurin, Drehbuchautorin, Schauspielerin, Schriftstellerin, Performancekünstlerin und Musikerin Miranda Juli, die darin sagte „Die Leute glauben, ich sitze hier und arbeite. Dabei gehe ich 80 Prozent der Zeit nur um den Tisch herum und esse einen Apfel, während ich an nichts denke.“

Daniel Fitzke fand diesen Gedanken, ,,diese verrückte Idee“, wie er sagt, faszinierend und begann zu recherchieren. Je mehr er sich mit der Thematik „Langeweile“ beschäftigte, umso mehr reifte seine These, um die sich das Buch dreht. „Es gibt gar keine Schreibblockaden. Die Leere und Langeweile zwischendurch sind Teil des kreativen Prozesses und gehören einfach dazu“, erklärt Fitzke.

Alles benötigt seine Zeit

Inspiriert wurde er von dem englischen Sozialisten, Sozialpsychologen und Pädagogen Graham Wallas, der bereits 1926 eine „Theorie des kreativen Denkens“ aufstellte, wonach sich kreative Prozesse bewusst oder unbewusst in vier verschiedenen Phasen vollziehen: Exposition, Inkubation, Illumination und Evaluation.

Das hört sich abschreckend theoretisch an, ist es aber nicht, wenn Daniel Fitzke es erklärt und beschreibt.

Sein Buch ist ein Mutmacher, zum Schreiben, zum Durchhalten und zur Langeweile: „Mit etwas Selbstbewusstsein und Mut zur Langeweile lösen sich Schreibblockaden von ganz allein auf. Ganz bestimmt. Ideen benötigen Zeit, um zu wachsen und zu reifen.“

Pflänzchen der Inspiration

Denn in dieser Zeit arbeite das Unterbewusstsein munter weiter. „Hab also einfach etwas Geduld. Das zarte Pflänzchen der Inspiration wächst nicht schneller, wenn du daran ziehst“, schreibt Fitzke.

Mit dieser These im Kopf hielt er einen Vortrag in Bonn und war baff über das positive Echo. „Da habe ich gemerkt, dass es ganz vielen so geht.“ Dass sie unter Schreibblockaden leiden. Und er fasste den Entschluss, das Buch zu schreiben.

Die Aliens füttern

Herausgekommen ist ein 96-Seiten-Buch über den Umgang mit Langeweile, das auf keinen Fall langweilig ist. Sein Schreibstil ist locker, eine Hauptzielgruppe sind Studierende, die vielleicht gerade blockiert vor ihrer Examensarbeit sitzen.

Daniel Fitzke gibt aber auch Tipps, wie man den eigenen kreativen Prozess steuern, das Unterbewusstsein, das unbemerkt in der Blockadephase arbeitet, befeuern und den Geistesblitz, der den Ausgang aus dem Dilemma weist, beschleunigen kann. Schon die Untertitel des vierten Kapitels „Blockadefrei schreiben“, die lauten: „Vertrau dir selbst, sonst tut es keiner“, „Fütter die Aliens“, „Spiel mit deinem inneren Kind“ und „Du bist okay“, machen Lust auf mehr.

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