Schützenfest Schreibershof: Das sind die neuen Majestäten

Raimundt Hundt hat sich einen Wunch erfüllt, als König in Rom einzumarschieren. An seiner Seite seine Frau Elke.

Raimundt Hundt hat sich einen Wunch erfüllt, als König in Rom einzumarschieren. An seiner Seite seine Frau Elke.

Foto: Nicole Voss / WP

Schreibershof.  Raimund Hundt ist der neue König des Laurentius-Schützenvereins Schreibershof. Daniel Eckl beendet zähes Ringen um die Kaiserwürde.

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„Ich fühle mich wie im siebten Himmel. Mein Wunsch war es, mit der Königskette in Rom einzumarschieren“, strahlte der neue König des Laurentius-Schützenvereins Schreibershof, Raimund Hundt, und fügte hinzu: „Es ist wie in einem Film. Ich war den Tränen nah. Meine Konkurrenten haben toll mitgeschossen.“

Mit dem 89. Schuss

Für den 60-Jährigen war es mit einigen Jahren Unterbrechung der dritte Versuch, die begehrte Kette zu tragen. Mit dem 89. Schuss verwies er seine Mitbewerber Sebastian Heuel und Markus Wortmann auf die Plätze. Zu seiner Königin erkor sich der CNC-Fräser seine Frau Elke, die seit mehr als 25 Jahren Schuhverkäuferin im Schuhhaus Hoberg in Attendorn tätig ist.

Raimund Hundt ist seit 42 Jahren Mitglied der Laurentius-Schützen und seit 22 Jahren im Offizierskorps. Zu seinen Hobbys zählt der strahlende Regent, der immer wieder seine Arme zum Jubeln in die Höhe streckte, das Skifahren und das Wandern. Frank Zeppenfeld holte sich den Apfel und das Zepter. Philipp Zart schoss die Krone.

Störrisches Wappentier

Das lange, zähe Ringen um die Kaiserwürde beendete Daniel Eckl. Als die Nerven über das „störrische“ Wappentier fast blank lagen und mehr als zwei Stunden eine Patrone nach der anderen zielsicher vom neuen Kaiser und seinen Kontrahenten Otmar Fernholz (25-jähriger Jubelkönig), Wolfgang „Bubi“ Stahlhacke (König 2006) und Sven Schröder (König 2010) auf den Kaiservogel abgefeuert wurden, war das Kaiserschießen mit dem 257. Schuss beendet.

Daniel Eckl ließ seiner Freude freien Lauf. Der Packmitteltechnologe erkor sich wie in seinem Königsjahr 2003 seine Frau Adelheid zur Mitregentin. Den Apfel schoss Jochen Bieker, das Zepter Marcel „Hucky“ Halbe und die Krone Sven Schröder.

Mitglieder geehrt

Vor den Schießwettbewerben standen Ehrungen auf dem Programm. Hubertus Sondermann, Beiratsmitglied des Kreisschützenbundes, zeichnete Klaus Michael Becker, in Kennerkreisen als „Onkel Tuba“ bekannt, mit dem Wappenteller des Sauerländer Schützenbund aus. Hubertus Sondermann lobte: „Wir ehren einen Schützen, der über den Schreibershofer Grund hinaus bekannt und beliebt und seit 2018 in leitender Position bei dem Musikfreunden Schreibershof ist. Seit zehn Jahren unterstützt er den Vorstand und das läuft. Er könnte den Titel väterlich und fürsorglicher Musikbeauftragter tragen.“

Theo Heuel, der sich bis zum Jahr 2014 25 Jahre im Vorstand engagierte, so manches Projekt mit vorangetrieben hat und mit allen drei SSB-Ordensstufen ausgezeichnet wurde, wurde von Wolfgang Stahlhacke, dienstältestes Vorstandsmitglied mit dem Laurentius-Orden geehrt, den bislang nur sechs Schützen (Pfarrer Udo Linke, Franz Zeppenfeld, Berthold Lütticke, Alfred Bieker, Alfons Schürholz, Gerhard Krei) erhielten.

Mit dem SSB-Orden für Verdienste zeichnete Andreas Dörner, Vorsitzender Kai Hilchenbach und Sascha Hilchenbach für zehnjähriges Engagement im Offizierskorps aus.

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