Auszeichnung

Sekundarschule Hundem-Lenne ist eine Schule ohne Rassismus

Schüler und Lehrer der Sekundarschule Hundem-Lenne sowie Pate Enis Alushi (sitzend 2. Von links mit rotem Pullover) freuen sich über die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Schüler und Lehrer der Sekundarschule Hundem-Lenne sowie Pate Enis Alushi (sitzend 2. Von links mit rotem Pullover) freuen sich über die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Foto: Michael Meckel / EBE

Meggen/Kirchhundem.  Sekundarschule Hundem-Lenne als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet. Prominenter Pate ist Enis Alushi.

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Seit 1995 gibt es in Deutschland die europäische Jugendinitiative und das entsprechende Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Seit dem 24. Mai darf sich die Sekundarschule Hundem-Lenne „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen. Urkunde, Logo und Schild wurden am vergangenen Dienstag von Dagmar Sprenger und Susanne Spornhauer vom Kommunalen Integrationszentrum am Standort in Meggen überreicht.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – was ist das? Es ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland, dem über 2800 Schulen angehören (Stand: Oktober 2018). „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ wendet sich gegen alle Ideologien der Ungleichwertigkeit und beschäftigt sich mit Diskriminierungen aufgrund der Religion, der sozialen Herkunft, des Geschlechts, körperlicher Merkmale, der politischen Weltanschauung oder der sexuellen Orientierung.

Dem Netzwerk kann jede Schule beitreten. Die Voraussetzungen: Mindestens 70 Prozent aller Beteiligten erklären mit ihrer Unterschrift, dass sie sich für die Ziele von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ einsetzen. Die Hürde wurde an der Sekundarschule Hundem-Lenne locker genommen. 74 Prozent der Schüler/-innen, 94 Prozent der Lehrer/-innen und 82 Prozent des technischen Personals und der Sekretariate gaben ihr Okay. „Das sind 900 Schüler und 90 Lehrer. Das heißt: Fast 1000 Menschen stehen hinter dem Projekt“, strahlte Schulleiter Bernd Holzapfel.

Am 9. Oktober 2018 stellte die Schulkonferenz den Antrag zur Zertifizierung. Als Pate konnte der ehemalige Fußballprofi Enis Alushi, der u.a. bei Borussia Dortmund, 1. FC Kaiserslautern, den Sportfreunden Siegen und den 1. FC Köln spielte, gewonnen werden. Alushi, der 2018 seine Karriere beendete, wurde 1985 im Kosovo geboren und wuchs in der Gemeinde Kirchhundem auf. Er war selbst Schüler der Realschule Meggen.

Alushi war selbst Meggener Schüler

„Als der Anruf kam und ich gefragt wurde, ob ich als Pate für diese Aktion zur Verfügung stehen würde, habe ich nicht lange überlegen müssen. Ich war 15 Jahre Profi und habe da viel erlebt. Ich habe unter anderem in Israel gespielt. Außerdem habe ich selbst einen Migrationshintergrund und bin früher hier auch zur Schule gegangen“, sagte Enis Alushi, der 2004 für Deutschland bei der U19-EM spielte und auf insgesamt 15 internationale Einsätze für den DFB kam.

Nachdem der Pate gefunden war, ging es munter weiter. Es gab unter anderem eine Ausstellung von Schülerbeiträgen und Fotos im Rathaus in Altenhundem, anlässlich des Vortrags zu Fluchtursachen (am 27. März) sowie die Teilnahme an der Demonstration für „Vielfalt und eine bunte Lennestadt“ (am 8. April). Am 21. Mai wurde schließlich der Antrag gestellt, „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ zu werden. Diesem Antrag der Sekundarschule Hundem-Lenne wurde bereits drei Tage später, also am 24. Mai, entsprochen und nun mit der Übergabe von Urkunde, Logo und Schild in Meggen öffentlich besiegelt.

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