DFB-Talentförderung

Sekundarschule Hundem-Lenne ist jetzt Partnerschule des DFB

Hurra: Die Sekundarschule Hundem-Lenne ist jetzt eine DFB-Partnerschule. Im Bild die Talentgruppe Fußball in der Sporthalle Meggen (Lennestadt) mit DFB-Stützpunktkoordinator Herbert Hrubesch (mit Urkunde), daneben Schulleiter Bernd Holzapfel.

Foto: Hartwig Sellmann

Hurra: Die Sekundarschule Hundem-Lenne ist jetzt eine DFB-Partnerschule. Im Bild die Talentgruppe Fußball in der Sporthalle Meggen (Lennestadt) mit DFB-Stützpunktkoordinator Herbert Hrubesch (mit Urkunde), daneben Schulleiter Bernd Holzapfel. Foto: Hartwig Sellmann

Meggen/Kirchhundem.   Nun ist die Sekundarschule Hundem-Lenne offizielle Partnerschule des Deutschen Fußball-Bunds. DFB-Stützpunktkoordinator Herbert Hrubesch überreichte in Meggen die Urkunde.

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Jetzt ist es offiziell, die Sekundarschule Hundem-Lenne mit den beiden Standorten Meggen und Kirchhundem ist jetzt DFB-Partnerschule des Fußballs. Herbert Hrubesch, DFB-Stützpunktkoordinator in Westfalen, übergab gestern Nachmittag zusammen mit Reinhold Keller von der Kommission Sportverein, Schule, Kita (KSSK) des Fußball- und Leichtathletikvereins Westfalen die Urkunde an die Schule.

Hauptsache Spaß am Fußball

Von diesem offiziellen Termin bekamen die etwa 30 Jungen und Mädchen in der Turnhalle Auf´ Ohl zunächst nichts mit. Sie jagten lieber unter Anleitung von Sportlehrer Dieter Pape dem runden Leder nach und hatten dabei jede Menge Spaß. Und eigentlich ist das auch Sinn und Zweck des Projekts DFB-Partnerschule: Talentierte Kinder sollen Spaß am Fußball haben, werden gezielt gefördert und bekommen die Chance „nach oben zu kommen“, wie es Herbert Hrubesch, Bruder von U21-Nationaltrainer und Ex-Nationalstürmer Horst Hrubesch, formuliert.

DFB-Partner: Sekundarschule Hundem-Lenne

Herbert Hrubesch, DFB-Stützpunktkoordinator des FLVW, ernennt die Sekundarschule Hundem-Lenne zur Partnerschule des Deutschen Fußballbundes. Video: Hartwig Sellmann
DFB-Partner: Sekundarschule Hundem-Lenne

Mittlerweile gibt es mehr als 80 Partnerschulen in Westfalen. Das Programm, vor acht Jahren ins Leben gerufen, ist zu einem Selbstläufer geworden.

Voraussetzung für interessierte Schulen ist, das mindestens zwei Lehrer die Fußballtrainer-B-Lizenz besitzen. Sportlehrerin Sabrina Six und ihr Kollege Christoph Kurth-Kulczycki haben die Lizenz in der Tasche. „Hinzu kommt, dass die räumlichen Gegebenheiten mit Kunstrasenplatz, Kleinspielfeld und Drei-Fach-Turnhalle richtig gut sind, das gilt such für Kirchhundem“, so Sabrina Six.

Mit den Sportlehrern Dieter Pape und Martin Funke fanden sie zwei weitere Mitstreiter im Kollegium. Aus den 5er- und 6er Klassen fischten sie 46 Schülerinnen und Schüler, 30 in Meggen und 16 in Kirchhundem, heraus, die nun jeden Dienstag Nachmittag zusätzlich zum „normalen“ Sportunterricht ein spezielles Fußballtraining absolvieren. „Es ist ein altersgerechtes Training, vor allem Technik, aber mit Qualität“, so Herbert Hrubesch. Die leistungsorientierten Einheiten orientieren sich an den Grundsätzen für Talentförderung des DFB.

Turnier während der Unterrichtszeit

Überreden in der Talentmannschaft mitzuspielen mussten die Sportlehrer keinen Schüler. Six: „Besonders von den Jungen wurde das gern angenommen.“ Zumal die Turniere der DFB-Partnerschulen demnächst während der Unterrichtszeit stattfinden werden.

Überzeugen musste die Schule anfangs nur einige Eltern der Talente. Schulleiter Bernd Holzapfel: „Sie hatten Sorge, dass die Vereine durch das Projekt Aktive verlieren könnten. Wir haben dann mit Eltern und Vereinen gesprochen. Die sehen die Maßnahme durchweg positiv und sagten: Macht das.“

Denn von der Fußballschule in der Schule profitieren natürlich auch die Vereinsspieler. Darüber hinaus gibt es Talente, die bisher in keinem Verein spielen und durch das Training Lust am Vereinsfußball bekommen könnten.

Kicker-Karriere ist möglich

Wenn die Vereinsfußballer in der Talentmannschaft am Trainingstag noch ein Spiel haben, wird so leicht trainiert, dass sie sich nicht in der Schule auspowern und später auf dem Platz keine Leistung mehr bringen können.

Warum bietet der DFB das Programm an? Herbert Hrubesch: „Je breiter man bei der Talentförderung aufgestellt ist, desto größer ist die Chance, dass einer nach oben kommt.“ Die besten Fußballer können es über die Schulturniere und über den DFB-Stützpunkt Olpe bis in die Leistungszentren schaffen. Hier stehen bereits die Spielerscouts der Bundesligavereine am Spielfeldrand. Ein Spieler aus Ahaus habe es so bis zum FC Schalke 04 geschafft. Bernd Holzapfel bleibt im Vergleich dazu eher bescheiden: „Es wäre schön, wenn ihr mal Stadtmeister der Lennestädter Schulen würdet.“

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