Tanzkultur

Seniorinnen schwingen ihr Tanzbein in Rahrbach

Sie feiern das 30-jährige Jubiläum ausgiebig: Die Mitglieder des Arbeitskreises Seniorentanz Sauerland-Süd.

Foto: Emilia Knebel

Sie feiern das 30-jährige Jubiläum ausgiebig: Die Mitglieder des Arbeitskreises Seniorentanz Sauerland-Süd.

Rahrbach.   Über 70 Tänzerinnen feiern das 30-jährige Jubiläum des Arbeitskreises Seniorentanz Sauerland-Süd im Josef-Gockeln-Haus in Rahrbach.

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Klänge traditioneller Musik, Schritte, Ansagen und lautes Lachen tönen am Samstag aus einem der Gruppenräume des Josef-Gockeln-Hauses in Rahrbach.

Der Grund: Der Arbeitskreis Seniorentanz Sauerland-Süd feiert sein 30-jähriges Jubiläum. Mit dabei sind neben Tanzgruppenleiterinnen und der Leiterin des Arbeitskreises auch mehr als 70 aktive Tänzerinnen und Mitglieder.

Immer mehr Tänzer

„Der Arbeitskreis wurde 1988 von ganz wenigen Leuten gegründet. Ich glaube, das war sogar auch hier im Josef-Gockeln-Haus“, erinnert sich Marlies Dittmann, langjährige Tanzgruppenleiterin im Arbeitskreis. „Er wurde dann mit der Zeit immer größer. Es entstanden neue Tanzgruppen und mehr Frauen gingen in die Ausbildung als Leiterin“, fügt die 74-Jährige hinzu. Diese treffen sich dann laut Dittmann mehrmals im Jahr, um neue Tänze zu erarbeiten.

Und ein Mal im Jahr gibt es sogar ein vom Bundesverband organisiertes Arbeitskreisleitertreffen, zu dem alle Leiterinnen aus NRW eingeladen sind. „Es gibt auch Weiterbildungen, da fand über die letzten 30 Jahre immer ein reger Austausch statt, denn das Gebiet des Arbeitskreises erstreckt sich bis nach Lüdenscheid, Freudenberg und Gummersbach“, erzählt Dittmann, die selbst seit 1992 Tanzleiterin in Freudenberg ist.

Vielseitiges Repertoire

Der Seniorentanz selbst sei auch erst mit der Gründung des Arbeitskreises in das Sauerland gekommen. „Vorher gab es Gruppen in Köln oder Düsseldorf, hier allerdings nicht. Mit dem Arbeitskreis entstanden dann auch hier die ersten Tanzgruppen“, weiß Dittmann.

Und das Repertoire kann sich sehen lassen: Von Kreistänzen über Linedance, Squaredance und Quadrillen sind auch Kontras und Polonaisen dabei. „Wir tanzen vor allem viele traditionelle Tänze, wie zum Beispiel internationale Folklore aus dem Balkan, Israel, Spanien oder Amerika“, erzählt Marlies Dittmann, während im Hintergrund bereits die nächste Choreographie erklärt wird.

Tanz und Poesie

Mehr als 70 Tänzerinnen sind zur Jubiläumsfeier erschienen – das ist bei weitem nicht selbstverständlich, erklärt Arbeitskreisleiterin Waltraud Schäfers: „Wir haben zwar auch jüngere Tänzerinnen mit dabei, die erst Mitte 30 sind, aber viele unserer Mitglieder sind bereits weit über 80.“ Die 70-Jährige aus Plettenberg ist seit Anfang des Jahres Arbeitskreisleiterin und hat das Amt von Irmhild Scholdan übernommen.

„Ich freue mich, dass heute so viele Tänzerinnen hergekommen sind, teilweise von weit her. Es waren insgesamt Mitglieder aus mehr als zehn Tanzgruppen angemeldet“, so Schäfers, die den Tag ganz im Zeichen des Tanzes mitorganisiert hat. Zwischen den Tänzen erzählt sie Geschichten und Anekdoten oder liest ein zum Tanz passendes Zitat vor, bevor sie oder eine ihrer Kolleginnen die nächste Schrittfolge erklärt.

Spaß am Tanzen

Abgerundet wird die Feier durch ein gemeinsames Mittagessen und Kaffeetrinken im Josef-Gockeln-Haus. Gleichzeitig wohl auch eine kleine Verschnaufpause zwischen den verschiedenen Choreographien. Und natürlich werden langjähriger Mitglieder und Tanzleiterinnen geehrt.

Und auch wenn der eine oder andere Schritt nicht immer sitzt, in einem Punkt sind sich alle Tänzerinnen an diesem Tag einig: „Das Wichtigste ist der Spaß und die Freude an der Sache.“

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