VdK Attendorn

Sigrid Trilling neue 1. Vorsitzende

Katharina Batz vom VdK Landes- und Kreisverband (links) gratuliert der neuen Ortsverbands-Vorsitzenden Sigrid Trilling (Mitte) und ihrer Stellvertreterin Gudrun Hennrichs zur Wahl.

Foto: Martin Droste

Katharina Batz vom VdK Landes- und Kreisverband (links) gratuliert der neuen Ortsverbands-Vorsitzenden Sigrid Trilling (Mitte) und ihrer Stellvertreterin Gudrun Hennrichs zur Wahl. Foto: Martin Droste

Attendorn.   Nach dem plötzlichen Tod von Hermann Stach war der Posten des 1. Vorsitzenden beim VdK Attendorn verwaist. Jetzt ist der Vorstand wieder komplett.

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Mit aktuell 1460 Mitgliedern ist der im vergangenen Dezember 70 Jahre alt gewordene VdK-Ortsverband Attendorn eine der größten Organisationen der Hansestadt. Seit der Jahreshauptversammlung am Freitag in der Stadthalle hat der Ortsverband auch wieder eine komplette Führungsriege. Sigrid Trilling als neue 1. Vorsitzende und Gudrun Hennrichs als Stellvertreterin wurden einstimmig gewählt.

Nach dem plötzlichen Tod von Herrmann Stach im August 2016 war das Amt des 1. Vorsitzenden verwaist. Bis zuletzt hatten die Verantwortlichen vergeblich versucht, einen Kandidaten für die Nachfolge zu finden. Auf der Jahreshauptversammlung des Sozialverbandes erklärte sich dann Kassiererin Sigrid Trilling bereit, dieses Führungsamt zusätzlich zu übernehmen. Zudem stellte sich Gudrun Hennrichs, die ehemalige Leiterin des Ennester Kindergartens „Regenbogenland“, kurzfristig für das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden zur Wahl.

Dritter Rentenpunkt für Mütter

Geleitet wurden die Vorstandswahlen von Katharina Batz, in Personalunion stellvertretende Vorsitzende des VdK Landesverbandes und des Kreisverbandes Olpe-Siegen-Wittgenstein. Die Rechtsanwältin rückte in ihrem Referat das „Thema Wahlen“ in den Mittelpunkt und stellte selbstbewusst sozialpolitische Forderungen an die künftige Landesregierung.

Besonders am Herzen liegt dem größten Sozialverband Deutschlands, der allein im Kreisverband Olpe-Siegen-Wittgenstein 32.300 Mitglieder zählt, der dritte Rentenpunkt für Mütter, die ihre Kinder vor 1992 geboren haben. Und dieser zusätzliche Rentenpunkt, so Katharina Batz, dürfe auch nicht auf die Sozialleistungen angerechnet werden. „Diese Frauen haben ihr Leben unentgeltlich in den Dienst unserer Gesellschaft gestellt und Kinder erzogen“, betonte die Rechtsanwältin mit den VdK-Ämtern.

Ganz wichtig ist dem VdK die Forderung nach Barrierefreiheit. „Wir können den Mond erreichen, aber nicht den Zug“, führte die stellv. Vorsitzende des Landes- und Kreisverbandes ein absurdes Beispiel aus dem Bahnhof einer Ruhrgebietsstadt an, wo gehbehinderte Menschen erst über Umwege zum richtigen Bahnsteig kommen können. Aber auch in der Attendorner Stadthalle gibt es in punkto Barriere- bzw. Stufenfreiheit noch viel zu tun. Denn die steile Treppe zur Bühne bereitete dem einen oder anderen Redner doch Probleme, was auch Bürgermeister Christian Pospischil nicht verborgen blieb.

Den Alltag erleichtern

Attendorns oberster Bürger wies in seiner Begrüßung auf die große soziale Bedeutung des VdK Ortsverbandes mit seinen vielfältigen Beratungs- und Betreuungsangebot hin. Zugleich versprach Pospischil, mit den vielen Baumaßnahmen in der Innenstadt auch für mehr Barrierefreiheit zu sorgen und den „Alltag zu erleichtern“.

Noch ein paar interessante Zahlen. Olpe-Siegen-Wittgenstein ist der größte Kreisverband in Nordrhein-Westfalen und deutschlandweit immerhin der drittgrößte. Nur in Bayern gibt es noch zwei mitgliederstärkere Kreisverbände. „Wir sind gar nicht alt“, verwies Katharina Batz auf die Altersstruktur im Sozialverband. So sind im Attendorner Ortsverband immerhin 200 Mitglieder jünger als 50 Jahre. Am Freitag zählte der VdK Ortsverband genau 1460 Mitglieder.

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