Leader-Projekt

Skulpturen aus „Feuer und Wasser“

Monika Löcken, Leiterin des Museums Wendenerhütte, erläutert das Projekt Skulpturenpfad, der im Rahmen des Leader-Programms realisiert werden soll.

Foto: Josef Schmidt

Monika Löcken, Leiterin des Museums Wendenerhütte, erläutert das Projekt Skulpturenpfad, der im Rahmen des Leader-Programms realisiert werden soll. Foto: Josef Schmidt

Kreis Olpe.   Skulpturenweg Wendener Hütte für 2018 im Visier.

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Es ist zwar ein regelrechtes Wort-Ungetüm (Infobox), aber dennoch verbirgt sich dahinter ein für ländliche Regionen begrüßenswertes Förderprogramm: Die Rede ist von den sogenannten „Leader“-Regionen, genauer gesagt von der Region „BiggeLand – Echt.Zukunft“, in der Attendorn, Drolshagen, Olpe und Wenden vereint sind. Genau die erhält momentan Stück für Stück ein Gesicht - und zwar in Form der ersten Projekte (wir berichteten). Einen ganz neuen Plan stellte die Leiterin des Museums Wendener Hütte, Monika Löcken, dem Leader-Arbeitskreis „Erlebbarer Landschaftsraum“ jetzt vor: den Skulpturenweg Wendener Hütte.

„Die Idee für diesen Weg hatte der Wendener Karl-Josef Henke, und ich habe das sehr gerne aufgegriffen“, blickt die Museumsleiterin zurück. Dem etwa zehnköpfigen Arbeitskreis skizzierte sie im Gewölbekeller des Museums, was sich dahinter verbirgt: Mit einem Volumen von rund 30 000 Euro sollen voraussichtlich drei Skulpturen finanziert werden, die auf einem idyllischen Wanderweg entlang des sogenannten „Oberen Obergrabens“ platziert werden.

Bezug zur Eisen-Produktion

„Dieser etwa drei Kilometer lange Obergraben zweigte Wasser von der Bigge ab und floss mit geringem Gefälle zur Wendener Hütte“, wirft Löcken einen Blick in die Historie. Dort sei dann zunächst das obere Hammerwerk (Stahlproduktion) und etwas weiter das große Gebläse-Rad des Hochofens für die Roh-Eisen-Produktion angetrieben worden.

Die Skulpturen, so Löcken weiter, sollten auch einen inhaltlichen Bezug zur Eisenproduktion aufnehmen: „Das Thema lautet ,Feuer und Wasser’. Diese Idee soll sich in der Kunst widerspiegeln.“ Ausgeschrieben werden sollen die Kunstobjekte in regionalem Rahmen. Die ersten zwei oder drei Skulpturen müssten auch nicht das letzte Wort sein: „Das Projekt ist ausbaubar. Jetzt geht es darum, den Anfang zu finden, Erfahrungen zu sammeln.“

Während der Arbeitskreis dem Skulpturenweg einstimmig „grünes Licht“ erteilte, skizzierte die Leader-Regional-Managerin Bettina Doll, wie es weitergeht: „Die 21-köpfige Lokale Arbeitsgruppe mit Vertretern aller beteiligter Kommunen trifft sich am 19. September und am 27. November und kann an einem der beiden Termine ebenfalls zustimmen.“ Sollten alle Antragsunterlagen für den Skulpturenweg vorliegen, entscheide die Bezirksregierung über den Förderbescheid. 2018, so hofft Löcken, könnten die Skulpturen ausgeschrieben und der Weg Realität werden. Derzeit kalkuliert man beim Museumsverein Wendener Hütte als Antragsteller mit rund 20 000 Euro Leader-Fördermitteln bei etwa 10 000 Euro von Kreis und Gemeinde.

Mehrere Projekte in der Pipeline

Sollten sich jedoch von Kunst begeisterte Sponsoren finden und den Eigenanteil erhöhen, so Bettina Doll, könne das Gesamtvolumen durchaus steigen: „Bis zum Beschluss der Lokalen Aktions-Gruppe kann das noch angepasst werden.“ Grundsätzlich, so bestätigte Doll im Gespräch mit unserer Zeitung, könne ein einzelnes Projekt mit bis zu 250 000 Euro gefördert werden, bei einem Eigenanteil, von rund 130 000 Euro. Heißt: Gesamtvolumen von 380 000 Euro.

In der „Pipeline“ der Leader-Region BiggeLand – Echt.Zukunft befinden sich bisher die Mehrgenerationen-Projekte in Neger und Elben, das Bigge-Buch des Kunstclubs Oberes Biggetal, die Restauration der Eichener Mühle und der Ruhe-Pfad der SGV-Abteilung Repetal. Andere Projekte seien angedacht – so ein Biker-Pump-Track in Gerlingen und ein Wasser-Erlebnis-Pfad von der Biggequelle aus.

Fördertopf: 2,7 Mio. Euro

LEADER steht für „Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale“ - frei übersetzt: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.

Dahinter verbirgt sich ein Förderprogramm im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Zur heimischen Leader-Region gehören Attendorn, Drolshagen, Olpe und Wenden, die einen 2,7 Mio.-Euro-Fördertopf ausschöpfen können. Für jedes Projekt muss ein Eigenanteil von rund 35 Prozent aufgebracht werden.

Rund 430 000 Euro werden von den 2,7 Mio. Euro für das Regional-Management aufgewendet.

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