Kirchenrenovierung

So bunt war die Kirche Sankt Elisabeth in Benolpe noch nie

Die St. Elisabeth Kirche ist von innen komplett renoviert worden, 

Die St. Elisabeth Kirche ist von innen komplett renoviert worden, 

Foto: Volker Eberts

Benolpe.   Kirchenmaler setzen bei Innenrenovierung farbige Akzente. Weihbischof Matthias König feiert Pontifikalamt zur Wiedereröffnung des Gotteshauses.

Die Heilige Elisabeth hätte ihre Freude an dem neugestalteten Innenraum der Benolper Kirche gehabt. „Blau und rot waren die Farben der heiligen Elisabeth“, erklärt Gerd Sondermann vom Kirchenvorstand. Blau, rot und weiß dominieren nun auch das Innere der Kirche und werden bei der Wiedereröffnung des Gotteshauses am kommenden Sonntag, 24. Februar, bei den Kirchenbesucher für einen Aha-Effekt sorgen.

Denn in der Vergangenheit hatten sich die Kirchenmaler farblich zurück gehalten. Rolf-Frank Römhild, Inhaber und Geschäftsführer der Firma Rademacher aus Olpe dagegen, setzt die Farbe dagegen eher offensiv ein, jedenfalls da, wo es passt, an Fensterumrandungen oder Pfeilern und Gewölbeabtrennungen. Besonderer Hingucker ist der große Rundbogen zwischen Chorraum und dem großen Kirchenraum, wo Römhild schon fast ein wenig verspielt „Sankt Elisabeth“ in Original und Spiegelschrift verewigt hat.

Apropos verewigt: Bei Reinigungsarbeiten an der Innenfassade fanden die Fachleute noch gut erhaltene Reste vom Erstanstrich um 1915 Uhr. Nach der Kirchenchronik wurde der Anstrich erst drei Jahre nach der Einweihung der Kirche im Jahr 2012 vorgenommen, nachdem die Gemeinde genug Geld dafür gesammelt hatte.

Das historische Fragment über der Orgelbühne, von Denkmalschützern des LWL als 1A-erhaltenswert eingeschätzt, wurde nicht überstrichen bzw. abgedeckt und sieht nun vom Chorraum ein wenig so aus, als ob den Malern die Farbe ausgegangen wäre.

Doch nicht nur der Anstrich wurde seit September, als die Innenrenovierung begann, erneuert. Sämtliche Fenster wurde instandgesetzt, die Bleiverglasungen saniert, insbesondere das große Rundfenster über der Eingangstür. Die Fliesen- und Natursteinflächen wurden ausgebessert, die Stromverteilung komplett erneuert und die Beleuchtung auf LED-Technik umgestellt. Die Tischler haben mehrere Türen erneuert und die klobigen Sitzmöbel im Chorraum durch leichter wirkende Hocker ersetzt. Die Gefahr, dass Priester oder Messdiener über den Teppich im Chorraum stolpern, besteht nicht mehr, weil der Teppich entfernt wurde. Alles wirkt jetzt leichter, luftiger und eben bunter.

Die vor 20 Jahren renovierte Orgel benötigte ihre erste Komplettreinigung und wurde neu gestimmt. Aber auch die Kirchenbesucher werden es nun etwas komfortabler haben. Sitz- und Kniebänke haben jetzt Polsterkissen.

Wenn Weihbischof Matthias König am kommenden Sonntag sein Pontifikalamt in der St. Elisabeth-Kirche feiert, dann noch ohne das schmiedeeiserne Gitter, das hinter den letzten Bänken den Zugang in das Kirchenschiff absperren wird - eine Maßnahme, die entbehrlich scheint, aber in der heutigen Zeit leider nicht mehr ist, um Zerstörungen und anderem Unfug vorzubeugen.

Kosten

Dies alles hat seinen Preis. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen rund 220.000 Euro, von denen 135.000 Euro das Erzbischöfliche Generalvikariat in Paderborn übernimmt. Der Rest muss aus Eigenmitteln der Gemeinde finanziert werden.

Durch Eigenleistung wie das Ein- und Ausräumen der Kirche, die Reinigung der Bodenflächen etc. konnte die Gemeinde die Kosten senken.

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