Standort gesichert

Solche Signale wie von Viega brauchen wir

Attendorn.   Viega investiert einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in ein neues Schulungszentrum und bekennt sich damit zum Standort Attendorn

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„Mit der Viega-World entsteht in Ennest ein weiterer Meilenstein unserer 119-jährigen Firmenhistorie, denn bei aller Internationalität ist und bleibt Deutschland ein großer und bedeutender Markt für Viega, in den wir viel investieren“, so Walter Viegener beim ersten Spatenstich für das neue Schulungszentrum in Ennest.

Was genau „viel investieren“ im Zusammenhang mit dem Neubau bedeutet, ließ der Vorsitzende der Viega-Geschäftsführung offen. Nur so viel: „Ein hoher zweistelliger Millionenbetrag“ fließt in ein Gebäude, das durch die Nutzung regenerativer Energien mehr Wärme und Strom produzieren als verbrauchen wird.

Die Viega World bietet auf 12 .000 Quadratmetern den Raum, den das bisherige Seminarcenter nicht zu Verfügung stellen kann, der aber dringend gebraucht wird: Mehr als 10 .000 Besucher jährlich durchlaufen in Ennest eine Schulung für Viega-Produkte.

Platin für die Planung

Die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) hat dem Viega Neubau bereits das Vorzertifikat in Platin verliehen. Damit werden Projekte ausgezeichnet, die, so Marcus Herget, DGNB-Geschäftsführer, „mit einer ganzheitlich hohen Nachhaltigkeitsqualität geplant werden.“ Das eigentliche Zertifikat gibt es, wenn die Planung auch in die Realität umgesetzt wird.

Warum das Unternehmen eine so außergewöhnlich hohe Summe in ein Fortbildungszentrum investiert, erläuterte der Vorsitzende der Geschäftsführung Claus Holst-Gydesen. Die rasante technische Entwicklung bei Produkten und Systemlösungen sowie der Fachkräftemangel seien die zentralen Herausforderungen der Zukunft: „Mit den praxisorientierten Seminaren leistet Viega einen Beitrag, den Fachkräftemangel zumindest ein wenig abzupuffern, indem wir Fachhandwerker und -planer für die anspruchsvollen Aufgaben der täglichen Arbeit bestmöglich qualifizieren.“

Die politische Dimension des Neubaus würdigte Landrat Frank Beckehoff (CDU): „Wer baut, sieht Zukunft, wer baut, der bleibt.“ Das hochmoderne Schulungszentrum sei ein klares Bekenntnis für Attendorn und den Kreis Olpe als Standort: „Solche Signale brauchen wir.“

Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil (SPD) lobte die Entscheidung des Unternehmens als visionär.

Was den Energieverbrauch, die Architektur und auch die Technologie betreffe, werde hier in einer Art und Weise gebaut, von der man nur lernen könne: „Beim Spatenstich bewegen wir ein kleines Stück Erde, aber insgesamt bewegen wir uns ein großes Stück nach vorne.“

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