Seebalkone

Sonderner legen für guten Ausblick Nachtschichten ein

Seeterrassen in Sondern

Foto: Linda Sonnenberg

Seeterrassen in Sondern Foto: Linda Sonnenberg

Sondern.   Im Zuge der Regionale 2013 werden die Seebalkone an der Uferpromenade in Sondern installiert. Tiefbauamtsleiter Zeppenfeld ist optimistisch

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In den letzten Nächten gab es in Sondern ordentlich Bewegung: Seit Wochenbeginn wurden die Fertigelemente für den südlichen Seebalkon am Biggeufer angeliefert. Zur Erinnerung: Im Rahmen der Regionale 2013 und unter dem Namen Projekt Seeufer befindet sich das Gelände rund um das Bahnhofsgebäude aktuell mitten in Umbauarbeiten. Im März 2017 erfolgte der Spatenstich, umfangreiche Bauarbeiten folgten. So ist der Kioskstand nach den neuesten Normen behindertengerecht umgebaut, die Wege neu gepflastert worden, Liegebänke laden zum Verweilen ein, und auch eine Spielplatzebene entsteht allmählich. Ein Highlight des Seeufers sollen aber künftig die Seebalkone werden, von denen aus ein uneingeschränkter Blick über den See gewährleistet wird.

Stahlhocker bieten Sitzgelegenheiten

Doch warum werden die Arbeiten klammheimlich in der Nacht durchgeführt?

„Die schweren Fertigteile aus Stahlbeton müssen wir mithilfe eines Krans über die Bahnschienen heben. Das geht nur in der Nacht, wenn kein Bahnverkehr ist“, erklärt Tiefbauamtsleiter Josef Zeppenfeld, der hofft, dass im Laufe des Donnerstags die Platten fertig eingebaut sind. Damit wären die Arbeiten am südlichen Seebalkon erst einmal abgeschlossen, es folgt der nördliche Teil: „Dort werden wir allerdings noch zwei bis drei Wochen auf die Fertigteile warten müssen, die sich gerade in der Mache befinden“, weiß Zeppenfeld.

Ebenfalls noch in der Anfertigung befinden sich Sitzhocker aus Stahlbeton: „Die Hocker dienen dann zum einen als Begrenzung, zum anderen als Sitzmöglichkeit.“ Und auch die Geländer zur Absturzsicherung sind noch nicht angebracht. Dennoch zeigt sich Zeppenfeld optimistisch: „Ich denke, dass wir den Zeitplan einhalten werden und bis Ende Juli die Gesamtfertigstellung erfolgt sein wird.“

Umbau des Bahnhofs

Ein weiteres Problem bildet allerdings noch der Umbau des Bahnhofs. Nachdem die Arbeiten an der bis dahin wenig einladenden Unterführung in vollem Gange sind und diese künftig durch mehr Helligkeit und bunte Bepflanzung überzeugen soll, ist noch nicht bekannt, wann die Arbeiten am Bahnsteig beginnen können. Dieser soll im Idealfall angehoben werden, um einen barrierefreien Ein- und Ausstieg gewährleisten zu können.

Warten auf die Deutsche Bahn

Doch hier endet die Zuständigkeit der Stadt und die der Deutschen Bahn (DB) beginnt. Wann die Bahn mit ihren Arbeiten beginnen wird, ist noch fraglich: „Wir sind im Gespräch und würden gerne verkünden, dass die Arbeiten der Deutschen Bahn direkt im Anschluss an unsere erfolgen. Leider habe ich darauf keinen Einfluss“, antwortete Zeppenfeld noch bei der letzten öffentlichen Baustellenbegehung ausweichend auf die Fragen der Sondener Anwohner, die sich allesamt eine ebenerdige Lösung wünschen. Diese war zuerst auch bei der Bahnhofsunterführung angestrebt worden, allerdings stellte sich schon dort die Deutsche Bahn quer. Es bleibt also bis Juli abzuwarten, wie sich der Bahnhofsbereich weiterentwickelt.

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