Fusion

Sparkassen von Finnentrop und Märkischem Kreis vor Fusion

Das rote „S“ der Sparkassen.

Das rote „S“ der Sparkassen.

Foto: Marcel Näpel

Finnentrop.   Verwaltungsräte und Vorstände der Vereinigten Sparkassen MK und Finnentrop wollen möglichst schon am 1. Januar 2019 Vollzug melden

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Die Sparkasse Finnentrop hat Fusionsgespräche mit den Vereinigten Sparkassen des Märkischen Kreises aufgenommen. Das gab Freitag Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß bekannt. Die Vertreter beider Verwaltungsräte und die Vorstände hätten die Aufgabe, in den nächsten Wochen ein gemeinsames Konzept für eine Fusion, wenn möglich schon zum 1. Januar 2019, zu erarbeiten.

In einer Presseerklärung erinnerte Bürgermeister Heß daran, dass die Bankenlandschaft durch regulatorische Anforderungen und die Niedrigzinsphase unter Druck geraten sei. Kein anderes Land in Europa kenne die Strukturen der kommunal getragenen Sparkassen und der Genossenschaftsbanken. Diese im Vergleich zum europäischen Durchschnitt eher kleinen Institute hätten entscheidend dazu beigetragen, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 schnell überwunden wurde.

Gleichwohl stelle die Europäische Bankenaufsicht an die kleineren Sparkassen ähnliche Anforderungen wie an die großen Geschäftsbanken. Der bürokratische und regulatorische Mehraufwand könne wegen der Niedrigzinsphase nur noch bedingt aufgefangen werden. Hinzu kämen die Auswirkungen der Digitalisierung und der Demographie. Dies führe in der ganzen Bundesrepublik zu Zusammenschlüssen von Sparkasse und Volksbanken.

„Auch die Verwaltungsräte der Vereinigten Sparkassen im Märkischen Kreis sowie der Sparkasse Finnentrop haben sich mit den Zukunftsaussichten der Institute befasst“, so Heß weiter.

Per 31. Dezember 2017 verfügt die Vereinigte Sparkasse im MK (Altena, Balve, Neuenrade, Plettenberg und Werdohl) über eine Bilanzsumme von knapp 1,7 Milliarden Euro, die Sparkasse Finnentrop über 325 Millionen Euro. Bei der Vereinigten Sparkasse wurden 2017 310 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, in Finnentrop waren es 72.

„Ein Zusammenschluss der Sparkassen könnte den Rahmenbedingungen erfolgreich begegnen, die Stärken der Institute in Zukunft transferieren und Mehrwerte für die Kunden schaffen“, so Heß.

Das Tempo überrascht

Die Tatsache der Fusionsgespräche konnte Dieter Kohlmeier Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden, nicht mehr überraschen, nachdem sich Finnentrop schon vor den Sommerferien aus den Gesprächen der drei Sparkassen im Kreis Olpe verabschiedet hatte. Die Geschwindigkeit hingegen schon: „Aber wenn man sich anstrengt, kann man das schaffen.“

Zum Stand der Gespräche zwischen der Sparkasse ALK und Olpe-Drolshagen-Wenden wollten sich Kohlmeier wie auch Olpes Bürgermeister Peter Weber nicht äußern: „Wir haben ja keine Eile!, sagt Dieter Kohlmeier, „wir sind zwei gesunde Unternehmen.“

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