Bilanzpressegespräch

Sparkasse Finnentrop zieht positive Bilanz

Das Team der Sparkasse Finnentrop um die Vorstände Dirk Atteln und Frank Nennstiel (links) blickt optimistisch in die Zukunft.

Foto: martin droste

Das Team der Sparkasse Finnentrop um die Vorstände Dirk Atteln und Frank Nennstiel (links) blickt optimistisch in die Zukunft. Foto: martin droste

Finnentrop.   Finnentroper sind mit dem Jahr 2017 zufrieden. Ende Mai dieses Jahres werden die Geschäftsstellen am Rathaus und in Bamenohl zusammengelegt.

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Die Sparkasse Finnentrop ist die kleinste Sparkasse im Kreis. Nach dem Motto „klein, aber fein” sehen die Verantwortlichen ihr Geldinstitut bei den Kunden und am Markt aber nach wie vor gut aufgestellt. „Grundsätzlich waren wir mit dem Jahr 2017 wieder zufrieden. Die Kunden vertrauen uns”, sagte Vorstandsvorsitzender Frank Nennstiel beim Bilanzpressegespräch am Donnerstag.

Zwar gewinnt auch bei der Sparkasse Finnentrop das Online-Banking immer mehr an Bedeutung. „Im Privatkundenbereich wird über 50 Prozent digital erledigt“, berichtete Josef Wurm, Leiter Marktbereich Privatkunden. Eine Online-Bank soll das fest in der Region verwurzelte Geldinstitut aber nicht werden, betonte Vorstandsmitglied Dirk Atteln.

„Es gibt einfache Bankgeschäfte, da braucht man keinen Berater“, verwies Nennstiel auf die digitale Entwicklung, die auch bei der Sparkasse Konsequenzen hat. So werden zum 30. Mai die Geschäftsstellen am Rathaus Finnentrop und in Bamenohl zusammengelegt. Rönkhausen und Lenhausen schließen im Dezember. Und die Zweigstellen Heggen und Frettertal öffnen ab dem 1. Januar 2019 wechselseitig nur noch halbtags.

Schließungen immer emotional

Sparkassen-Chef Frank Nennstiel weiß natürlich, dass die Schließung von Geschäftsstellen „immer ein emotionales Thema ist“. Der Aufschrei aus der Kommunalpolitik sei diesmal aber ausgeblieben. Nicht nur Vorstandskollege Dirk Atteln hat aber „immer wieder die Frage gehört: Bleiben die Geldautomaten stehen?“ Sie bleiben stehen. Denn trotz moderner Sparkassen-App bleibt das Bargeld für viele Kunden wichtig.

Fusionsgespräche mit den anderen Sparkassen im Kreis Olpe gibt es immer wieder. „Eine Zusammenarbeit in der Zukunft macht Sinn“, schließt Nennstiel mögliche Fusionen mit ALK oder Olpe-Wenden-Drolshagen nicht aus. „Das ist seit 20 Jahren ein Thema“, haben sich Nennstiel und sein Vorstandskollege Atteln aber über die Schlagzeilen nach einem Treffen Mitte März mit Bürgermeistern und Sparkassenvorständen im Hotel Albus gewundert. Große Geheimnisse habe es bei diesem Gespräch nicht gegeben. „Der Informationsaustausch war eher langweilig“, spielte Dirk Atteln am Donnerstag das Treffen herunter.

Auch ohne Fusion sieht Atteln sein Geldinstitut gut aufgestellt. „Wir scheuen keine Größenordnung und können alles bedienen“, verwies der Vorstand auf den „gesunden Mix und den großen Warenkorb“ der Sparkasse Finnentrop.

„Wenn wir als Bank nicht so erfolgreich wären, könnten wir auch die Region nicht so fördern“, ist für den Vorstandsvorsitzenden Nennstiel „eine starke Sparkasse ein bedeutender Standortfaktor“.

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