Europawahl

SPD und CDU lassen auch im Kreis Olpe kräftig Federn

Die Auszählung des riesigen Stimmzettel bereitete dem einen oder anderen Wahlvorstand offensichtlich Probleme. Vor allem in Kirchhundem dauerte es außergewöhnlich lang:

Die Auszählung des riesigen Stimmzettel bereitete dem einen oder anderen Wahlvorstand offensichtlich Probleme. Vor allem in Kirchhundem dauerte es außergewöhnlich lang:

Foto: Daniel Bockwoldt

Kreis Olpe.   Grüne sind die großen Gewinner. Wahlergebnis im Kreis Olpe liegt im Bundestrend. Kommunalwahlen im nächsten Jahr werden spannend.

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Der Bundestrend ist fast 1:1 auch im Kreis Olpe durchgeschlagen. Herbe Verluste für CDU und SPD, wobei vor allem die SPD Federn lassen musste. Mit -9,47 Prozent sind die Verluste zwar nicht ganz so schlimm wie im restlichen Bundesgebiet, aber das Ergebnis ist eine satte Enttäuschung. Lediglich die traditionell starken Standorte Attendorn und Lennestadt haben verhindert, dass die Sozialdemokraten hinter die Grünen abgerutscht sind.

Aber auch in der CDU wird man Ursachenforschung betreiben: -7,37 Prozent sind alles andere als eine gute Ausgangsposition für die Kommunalwahlen im kommenden Jahr. Von alleine läuft es auch für die Union im Kreis Olpe nicht mehr.

SPD in Attendorn vergleichsweise stark

Die Attendorner Sozialdemokraten haben starken Anteil daran, dass der gestrige Wahlabend nicht zu einem Desaster für die SPD wurde. Wahlbezirke wie Röllecken (26,09 Prozent) oder Windhausen (24,01 Prozent) erinnern an vergangene Zeiten.

In Finnentrop ist die Welt für die Union zumindest in Teilen noch in Ordnung: Schliprüthen (60,67 Prozent) und Serkenrode (59,72 Prozent) setzen Bestmarken.

Fast gleich viel Stimmen verloren CDU und SPD in Olpe und Drolshagen. Die Union verlor in der Kreisstadt 7,7 und in der ­Rosestadt 7,6 Prozent. Die Verluste der SPD betrugen in Olpe 8,7 und in Drolshagen 8,9 Prozent. Großer Sieger in Olpe waren die Grünen, die mit 10,8 Prozent zweistellig zulegten. Ein sattes Minus von 9,2 Prozent musste die CDU auch in Wenden einstecken. Die SPD verlor dort 8,1 Prozent. die Grünen legten um 8,4 Prozent zu.

Knapp Platz 2 vor den Grünen

In der Jubiläumsstadt Lennestadt, die vor 50 Jahren entstanden ist, scheinen die politischen Verhältnisse noch nicht zu wanken, auch die Europawahl war da keine Ausnahme. In der früheren „Bergbauregion“ Meggen/Maumke/Halberbacht holte die SPD 27,32 Prozent, bleibt fast gleichauf mit der Union, das Veischedetal dagegen bleibt mit 48,66 Prozent die „schwarze“ Hochburg.

In Kirchhundem kann die SPD mit 15,3 Prozent nur knapp Platz 2 vor den Grünen behaupten. Die CDU verliert auch stark, liegt 32 Prozent vor der SPD. Dass die AfD, die es vor fünf Jahren bei der letzten Europawahl noch gar nicht gab, auch in jeweils drei Wahlbezirken in Lennestadt und Kirchhundem gleich 12 Prozent und mehr holt, stimmt nachdenklich.

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